SANSKRITGLOSSAR

 © THE DIVINE LIFE Trust SOCIETY, Rishikesh, Indien

Glossar A

Abhanavarana Ausstrahlung Brahmans; eines der beiden
Avaran Saktis, die mithilfe von Aparoksha Jnana beseitigt wurden.
Abhasa Reflexion, Erscheinung, Anschein, nicht wahr.
Abhasam Effekt
Abhasamatra nur im Namen
Abhasavada die Doktrin, die besagt, dass die ganze Schöpfung eine. Reflexion der absoluten Wirklichkeit ist.
Abhati es leuchtet, scheint
Abhava Worauf das eigene Selbst meditiert und in worin es sich versenkt hat, d.h. das Nichts, als wäre es jeglicher Qualität, Begrenzung beraubt; Abwesenheit; Nicht-Existenz; Negation.
Abhavamatra von negativem Charakter
Abhavana der Nicht-Gedanke
Abhavapadartha Eine Sache, die in Wirklichkeit nicht existieren kann, z.B.: das Horn eines Hasen, der Sohn einer unfruchtbaren Frau
Abhavarupavrtti Die Funktion des Denkens an nicht existierende Dinge
Abhayadana Geschenk (die Gnade) der Furchtlosigkeit
Abhayam Furchtlosigkeit
Abheda Nicht-Unterscheidung; Nicht-Verschiedenartigkeit
Abheda-ahamkara das reine Ego, das sich selbst mit Brahman oder dem Absoluten identifiziert
Abheda-bhakti höchste Hingabe, die in der Vereinigung des Angebeteten
und des Anbeters gipfelt; Hingabe ohne das Gefühl von Dualität
Abhedabhava der Sinn, der Nicht-Trennbarkeit
Abheda-buddhi der Bhuddi, der die Einheit bewahrt
Abheda-caitanya ständiges Denken an die Identität der Seele mit Brahman;
ungeteiltes Bewusstsein
Abheda-jnana Kenntnis über die Identität des Individuums mit dem Absoluten (Atman und Brahman)
Abhigamana sich dem Tempel nähern
Abhijna Richtung; Wahrnehmung bzw. Erinnerung durch das Gedächtnis
Abhijna Jnana Erkenntnis durch Wahrnehmung
Abhimana Egoismus; Identifikation mit dem Körper
Abhimani Jemand, der egoistische Gefühle hegt
Abhinaya Kontrolle; Training; Disziplin
Abhinivesa an das irdische Leben hängen; Lebenswille
Abhivimana identisch mit sich selbst; ein Beiname des unbegrenzten Sein
Abhivyakta offenbart
Abhokta Griesgram
Abhyantara innerlich
Abhyasa Wiederholung bzw. Praxis der Sad Lingas
Abhyasin Praktiker des Yoga; Jemand, der die Veda studiert
Abhyudaya Begeisterung
Abuddhi-purva unintelligent; gefühllos
Acala ohne Bewegung; fixiert
Acamana Wasser, das aus der hohlen Hand rinnt; ein vorbereitender Ritus, wie er z.B. mit einer Ganges-Verehrung verbunden ist
Acara rechte Führung, Brauch, Praxis, Befolgung gebräuchlicher Regeln und Gesetze
Acarana Einhaltung einer rechten Lebensführung
Aceta unintelligent
Acetana unbewusst
Acintya undenkbar
Acintya Sakti geheimnisvolle Kräfte
Acit leblose Materie
Acit Sakti (of Brahman) Tamas oder große Dunkelheit; die Wurzel von Materie
Acit Vastu fühlende Materie
Acyuta unzerstörbar; unveränderlich
Adambhitva bescheiden
Adarsa Ideal
Adarsa-purusa
Jemand, der als Vorbild dient; eine exemplarische Persönlichkeit
Adbhuta wunderbar
Adesa eine göttliche Aufforderung von innen heraus
Adhama als gering eingeschätzt; erniedrigt; herabgesetzt
Adhama uddharaka der Aufrichter eines Erniedrigten
Adhara Unterstützung; Grundlage; Brahman; auch: das System besteht aus fünf Prinzipien, d.h. der physischen, vitalen, mentalen, intellektuellen Schale und der Schale der Glückseligkeit; Gefäß;
Adhara-adheyasambandha Beziehung zur Unterstützung und der Sache, die unterstützt wurde; Beziehung zur Position und der Sache, die lokalisiert wurde; Beziehung zur Heimstatt und dort verweilen
Adharma alles was gegen Recht und Gesetz steht; Schwäche
Adhi Krankheit des Geistes
Adhibhautika ursprünglich
Adhibhautika Sarira Körper, der aus Elementen zusammengesetzt ist
Adhibhautika Tapa Schmerz durch Bhutas verursacht, d.h. durch Stich eines
Skorpions, Schlangenbiss usw.; Leiden bedingt durch die Natur
Adhibhuta mit den Elementen verbunden sein; die Vorstufe zur Materie
Adhibhuta-vidya die Wissenschaft der körperlichen oder materiellen Welt
Adhi-daiva-vidya die Wissenschaft des Himmels
Adhidaivika zum Himmel oder zu den himmlischen Wesen gehörig
Adhidaivika Tapa Schmerz verursacht durch göttliche Fügung, wie z.B. Donner, Regen, Flut usw.
Adhika Additiv
Adhikarana Abschnitt; Thema; Substrat; Behälter
Adhikari qualifiziert sein
Adhikari-vada Die Doktrin zur Einhaltung einer bestimmten Richtung (Disziplin) eines Suchenden entsprechend seiner Fähigkeiten
Adhimatra (Vairagya) Stufe der Vairagya (Leidenschaft), wenn selbst weltliche
Freuden zur Quelle von Schmerz werden
Adhipatipratyaya das Festlegen der Ursache/ Quelle
Adhisthana Hintergrund; Unterstützung; Grundlage; Substrat; Quelle (Brahman); die zu Grunde liegende Wahrheit oder das Wesenhafte
Adhisthatr die leitende/ vorherrschende Göttlichkeit
Adhiyajnya mit dem Opfer (der Opfergabe) verbunden sein
Adhokshaja Ein sein, das nicht durch die nach außen gerichteten Sinne wahrnehmbar ist; ein Name von Bhagvan Narayana
Adhvaryu Ein Priester, der die Yajurveda (eine der vier Vedas der Hindus) bei einem Opfer rezitiert
Adhyaksha treibende Kraft; Vision
Adhyaropa illusionäre/ falsche Zuordnung; überstülpen; etwas wird als etwas Falsches angesehen; Qualitäten werden falsch zugeordnet; Qualitäten des Selbst werden dem Körper zugeschrieben
Adhyaropita etwas Fingiertes zuschreiben
Adhyasa Visionen falsch zuordnen
Adhyasta falsch erkannte Dinge
Adhyasta astitva reflektierte Existenz
Adhyatma sastra spirituelle Wissenschaft
Adhyatma vidya Wissenschaft des Selbst
Adhyatma-vit Kenner des inneren Selbst
Adhyatmika zum Atman gehörig
Adhyatmika Tapa Schmerz von innerer Ursache, wie z.B. Kopfschmerz usw.; innewohnendes Leiden
Adhyatmika Vidya Wissenschaft des Selbst
Adhyavasaya die bestimmende Funktion des Buddhi oder Intellekt
Adi-tattva das erste Prinzip; Brahman; Mula Prakrti; der erste Element der Materie oberhalb von Akasa in der subtilen Abstufung
Aditya Sonnengott; Sonne; eine Klasse des himmlischen Seins
Adrsta das unsichtbare Prinzip
Adrstam nicht wahrnehmbar
Adrsya das, was nicht mit dem menschlichen Auge sichtbar ist: (Brahman)
Advaita Nicht-Dualität; Einssein
Advaita Nistha das Aufgehen in den Zustand der Nicht-Dualität
Advaita vada die Theorie, dass nur Brahman existent ist; Monismus; Vedanta
Advaita vedanta Nicht-dualistische Philosophie (der Samkara)
Advaita-avastharupa-samadhi Nirvikalpa Samadhi von Advaitins, d.h. wo es keine Brahmakara Vrtti gibt - dieses ist der höchste überbewusste Zustand, wo es keinen Dreiklang von Wissen, Kenner und Gewussten gibt, sondern nur EINS im eigenen Sein existiert.
Advaita-siddhi Verwirklichung des nicht-dualen Brahman oder des Einssein
Advitiya nicht eine Sekunde
Advitiyata Zustand der Zeitlosigkeit
Adya original; ursprünglich
Adyasakti ursprüngliche Kraft; Avyaktam oder Mula Prakrti
Agadha unergründlich
Agama Handbuch der praktischen Verehrungen; die Veda
Agama pramana die Veda als Beweis
Agami (Karma) das Karma, das jetzt erzeugt wird, führt später zur Freude
Agandha geruchlos
Agati Stabilität
Aghamarsana einige vedische Verse, die zur Reinigung beim Baden gesprochen werden; Verse der Reinigung
Agni Feuer
Agni astra Feuergeschoss
Agni-hotra Ein Feueropfer
Agni-manavaka wörtlich: leuchtender Junge. Beispielhaft für Gauna Vrtti oder der zweite Sinn. Genau bedeutet es: ein Junge, der das Feuer selbst ist. Man kann es auch als Guna (Qualität) des Feuers sehen, d.h. jemand, der wie das Feuer leuchtet.
Agnistut Jemand, der mit seinem Gesang das Feuer verehrt (vedisches Opfer)
Agni-tattva das Feuer-Prinzip
Agni-vidya der Meditationsprozess, wobei das Feuer als Brahman
angenommen wird
Agrahaya was man nicht greifen kann (Brahman)
Aguna ohne Guna oder Qualität
Ahaituka bewegungslos, sinnlos
Aham das Ich; das Ego
Aham Atma ich bin der Atman
Aham Brahmasmi ich bin Brahman
Aham duhkhi ich bin unglücklich
Aham etat na ich bin nicht dies
Aham idam ich (und) dieses
Aham karta Ich bin der Handelnde
Aham pratyaya das Ich-Gefühl; Selbstbewusstsein
Aham sukhi Ich bin glücklich
Ahameva sarvah ich allein bin alles
Ahamgraha Upasana eine Form der Meditation, wo der Übende sich mit Brahman oder dem absoluten Sein identifiziert. Eine vedantische Verehrung
Ahamika Egoismus; Stolz
Ahamkara Egoismus oder Selbst-Einbildung; das Prinzip der arroganten Ich Einbildung, des Ich-Seins; Selbstbewusstsein
- Rajasika ahamkara Dynamischer Egoismus mit Stolz und Leidenschaft
- Satvika ahamkara Egoismus, der im Sinne von Güte und Tugend gebildet
wird
- Tamasika ahamkara Egoismus, der sich durch Unwissenheit und Trägheit ausdrückt
Ahamkaraavacchinna-caitanya Intelligenz gepaart mit Egoismus, die absteigende Seele, Jivatman
Ahamkara-tyaga Zurückziehen des Egoismus
Ahamta das Ich-sein
Aham-vrtti der Gedanke, der in sich selbst arrogant ist
Ahara Nahrung; Objekt der Sinne; alles, was durch die Sinne
aufgenommen wird
Ahavaniya eines der drei geweihten Feuer, in das die Opfergaben
eines Familienvaters geworfen werden
Ahimsa Nicht-verletzen in Gedanke, Wort und Tat
Ahuti Opfergaben, die in das heilige Feuer geworfen werden
Aisvarya materielle oder spirituelle Werte
Aitihya Gerücht; eines der acht Beweise des Wissens
Aja Ungeboren
Ajahallakshana nicht allein gelassen, sondern vertiefend, z.B.: "Ein rotes
rennt", wobei man das Wort Pferd hinzufügen muss, denn die Qualität allein kann nicht rennen.
Ajapa Das Mantra "SoHam" (Ich bin ER), das durch den Atem selbst ohne bewusstes Wiederholen hervorgerufen wird: die Einatmung klingt "So", und die Ausatmung "Ham".
Ajapa-gayatri Hatmah-soham Mantra
Ajara ohne Alter
Ajati Vada Die Theorie der Nicht-Evolution
Ajita das Unbezwungene; eines der Beinamen des Lord Vishnu
Ajna-cakra der sechste Lotus der Yogis, der dem Augenbraunwurzelpunkt gegenüber liegt; das ist der Sitz des Geistes; er hat zwei Blütenblätter
Ajnana Unwissenheit
Ajnana-avarta-ananda Ananda oder Glückseligkeit eingeschlossen in der Unwissenheit; die Glückseligkeit, die man im Tiefschlaf erfährt.
Akanksha Wünschen
Akara Der erste Buchstabe oder der Urklang, der durch den ersten Buchstaben im Alphabet repräsentiert wird
Akarma Trägheit
Akarsana Sakti die Macht der Ablenkung
Akarta der Untätige
Akartavya das, was nicht getan werden sollte
Akarya das, was unbedingt getan werden muss
Akasa Äther
- Akasa Mandala Region des Äthers
- Akasa Nila das Blau des Himmels
- Akasa Tattva das Äther-Prinzip
- Akasaja geboren aus Akasa
Akasavani himmlische Stimme
Akasmatra ausschließlich Äther
Akasmika ohne ein "Warum"; grundlos
Akhanda unteilbar
Akhanda-ananda ungebrochene Glückseligkeit
Akhandabrahmacarya ungebrochene Ehelosigkeit (Zölibat)
Akhandaikarasa die eine ungeteilte Essenz
Akhandaikarasavrtti das reine homogene Brahmakara Vrtti, das durch das
Meditieren auf Brahman erzeugt wird
Akhandakara das, was von Natur aus unteilbar ist
Akhanda-mauna ungebrochene Stille
Akhanda-samadhi ungebrochenes Samadhi
Akhyana eine Vielfalt mythologischer Geschichten
Akrodha Abwesenheit von Zorn
Akrsna nicht schwarz; weiß oder rein
Akrtabhigama das Auftreten von Früchten von Handlungen, die man nicht ausgeführt hat
Akshara Silbe; unsterblicher Brahman; das, was niemals aufhört
Akshara Vidya das unsterbliche Wissen; der Meditationsprozess auf Brahman
Akshara-suddhi klare Aussprache der Buchstaben des Mantras
Aksharatma unsterbliches Selbst
Aksharat-paratahparah Purusa (absolutes Sein) ist größer als Akshara
Akshaya ewig; vergeht niemals
Akshobha bewegungslos; unzerstörbar; Abwesenheit von Erregung
Akshobhya bewegungslos (bleibt selbst bei Bewegtheit ungerührt)
Akuncana Verengung; Kontraktion
Alakshana ohne bestimmte Merkmale
Alambana Unterstützung
Alambana pratyaya die ursprüngliche Ursache
Alata cakra ein Stock, der auf der einen Seite brennt, verursachte
beim kreisförmigen herumschwenken die Illusion eines Feuerkreises
Alaya Vijnana die innere Erkenntnis; der Zustand des Absoluten gemäß
Yogacaras
Alaya Vijnanapravaha Training zur Selbsterkenntnis
Alinga ohne Kennzeichen
Alocana Nachdenken; Aufmerksamkeit; Betrachtung; Reflexion
Alpa klein
Amala ohne Reinheit
Amalam frei von Maya; frei von der Unreinheit der Maya (Illusion)
Amana, Amanaska frei von Gedanken
Amanahstha jemand, der Gedankenlosigkeit erreicht hat
Amanaskata der Zustand, frei von Gedanken zu sein
Amanava kein Mensch/ Mann
Amara unsterblich; frei von Tod/ Sterblichkeit
Amara-purusa unsterbliche Persönlichkeit wie Vyasa, Narada usw.; jemand, der frei von Sterblichkeit ist
Amarsa das kombinierte Gefühl von Angst und Eifersucht
Amatra ohne Zeichen sein
Ambara Himmel; Äther; Kleidung; Gewand
Amrta Nektar
Amrta vigraha Verkörperung des Nektars
Amrta(sya)-putrah Nektar's Sohn (aber auch: die Wirkung, die vom Göttertrank ausgeht)
Amrtam Unsterblichkeit
Amrta-nadi ein besonderer (psychischer) Nerv, der vom Herzen ausgeht
Amrtattva Unsterblichkeit
Amsa Teil
Amukhya karana von untergeordneter Ursache
Amurta (Amruta-elements) ohne Form; (Elemente ohne Form, z.B.: Luft und Äther)
Anabhidya nicht den Besitz anderer begehren; keine eitlen Gedanken hegen; nicht über die Verletzungen durch andere brüten
Anadi ohne Anfang
Anadi-ananta ohne Anfang und Ende; unendlich; dieses ist Brahman
Anadi-kala ewige Zeit ohne Anfang
Anadi-pravaha-satta Fluss ohne Anfang; Endlosigkeit; Anfanglosigkeit, die jedoch begrenzbar ist
Anadi-samskara Eindruck ohne Anfang
Anadi-santa Maya (Illusion), die aufhört, nachdem Brahman erreicht wird
Anagata gehört zur Zukunft
Anaham das "Nicht-Ich" oder "Nicht-Ego"
Anahata der vierte Lotus der Yogis gegenüber dem Herzen; mystischer Klang, der von den Yogis gehört wird
Anahata-dhvani mystischer Klang, der von den Yogis gehört wird
Anamaya ohne Krankheit (Brahman)
Ananda Glückseligkeit; Glück; Freude
Ananda Abhava das Ausbleiben von spiritueller Glückseligkeit
Ananda Ghana viel Glückseligkeit
Ananda pada glückselige Saat
Ananda sagara ein Ozean voller Glückseligkeit
Ananda svarupa die wesentliche Natur der Glückseligkeit
Ananda valli ein Teil der Taittiriya Upanishad
Anandamaya die Fülle von Glückseligkeit
Anandamaya Kosa die glückselige Hülle oder Karana Sarira, der Saatkörper,
der Mula Ajnana oder das Potenzial dafür enthält
Ananta unendlich; endlos; Sesa, der Hauptgott der Seeschlangen
Ananta-amatra unendlich und unermesslich
Ananta-ananda unendliche Glückseligkeit
Ananta-drsti unbegrenzte Vision
Anantatvat ...weil man unendlich oder endlos ist
Anant-matra unendlich oder absolute Zeichen haben/ erkennen
Ananya Bhakti ausschließliche Hingabe zu jedem Aspekt des Göttlichen.
So wie man in einem Stuhl, Tisch, einer Tür, einem Stock usw. nur den Herrn (oder das Wesen des Holzes) sieht, erkennt man Lord Narayana in allen Formen. Dieses ist Ananya Bhakti. Wenn der Meditierende und das Objekt eins werden, ist das Ananya Bhakti. Wenn man auf Lord Krishna als Nirguna Brahman der Upanishad meditiert, ist das Ananya Bhakti. Wenn der Geist nur auf Lord Siva
gerichtet ist und alles andere ausgeschlossen wird, ist das Ananya Bhakti.
Ananyata unbeirrt einem Ziel folgen
Anartha Übel; falsch; abstoßendes Objekt (Aversion)
Anasakti unberührt; Mitleid; Vairagya
Anasrama es gehört zu keiner der vier Aufgaben im Leben
Anatma Nicht-Selbst; gefühllos
Anavacchinnacaitnaya Intelligenz, d.h. absolute Selbst, das nicht vereinnahmt
werden kann
Anavacchinnam unbegrenzt
Anavadhana Nicht-verhaftet-sein
Anavasada Sorgfalt; Niedergeschlagenheit
Anavastha Trugschlüsse, die sich aufgrund falscher Schlussfolgerungen ergeben
Anavastha-dosa Rückschritt in das Endliche
Anavastitva Labilität
Andaja aus dem Ei (zoologisch) geschlüpft
Andolana schwingend; drehbar
Aneka nicht Eins, sondern viele
Anga untergeordnetes Mitglied; Gliedmaßen; Stufe
Angirasa Brhaspati oder der göttliche Lehrer; der Herr der Weisheit
Angustha-matra von der Größe eines Daumen
Anima Feinheit; die Kraft, um den Körper subtil werden zu lassen; die Körpergröße und -dichte willentlich verkleinern; eines der acht Siddhis
Anirdesya unbeschreiblich; undefinierbar
Anirvacaniya unbeschreiblich; nicht ausdrückbar; weder existierend noch nicht-existierend
Anirvacaniya-satta geheimnisvolles Sein (Maya)
Anisata Machtlosigkeit
Anistha unerwünscht; schlecht
Anisya kein Gott; kein Meister der Natur, doch Subjekt für die Natur; machtlos
Anitya vorübergehend
Annam Materie; Nahrung
Annamaya-kosha die Hülle der Nahrung; der grobstoffliche Körper
Anrta Falschheit oder Unwahrheit
Anta Ende
Antahkarana inneres Instrument; der vierfache Geist; Geist, Intellekt, Ego und Unterbewusstsein
Antahkaranacatustaya der Geist in seinen vier Aspekten, d.h. Manas, Buddhi,
Citta und Ahamkara; das vierfache innere Organ
Antahkaranapratibimba-caitanya Reflexion der absoluten Intelligenz im Geist
Antahkarana-sastra Psychologie; Wissenschaft der inneren Organe; d.h. des
Geistes, Intelligenz und Ego
Antahkarana-vyapara Die Konstruktion von Gedanken; die Arbeitsweise des
Geistes
Antah-prajna das innere subjektive Bewusstsein
Antar innerlich; in der Mitte; der zusammenhängende Raum
Antarabdha-karya Aktivitäten, die noch keine Folgen erzeugen
Antaranga das innere Organ; Geist
Antaratma das innewohnende Selbst; die innere Seele
Antardhauti die innere Reinigung
Antar-drsti die innere Vision
Antargata versteckt; innewohnend
Antarika innerlich; aus vollem Herzen
Antarika prema aus vollem Herzen; göttliche Liebe
Antariksha Firmament; Himmel
Antarjyoti das innere Licht
Antarlakshya die innere Vision
Antarmukha verinnerlicht; der nach innen gerichtete Blick
Antarmukha-vrtti ein Zustand, wo der Geist nach innen gerichtet ist und von
den Objekten zurückgezogen wurde
Antarvaha-sarira der subtile Körper eines Yogi, mit dem er in andere Körper
eindringen kann
Antarvestini ein wichtiger delikater Nadi. In diesem Nadi befindet sich
der reine Kundalini Sakti
Antaryamana Herrschaft im Inneren
Antaryamin innerer Regent; das absolute Sein ist in allen Schöpfungen vorherrschend und lenkt sie
Antevasin der direkte Schüler
Anu Atom; Miniaturgröße
Anubandha-catustaya die vier untrennbaren Bestandteile der Arbeit, d.h. 1. Visaya oder das Subjekt durch das man wirkt, (Brahman). 2. Prayojana oder der Segen, der sich aus das Studiumergibt (Moksha). 3. Sambandha oder die Verbindung zwischen dem Wirken als Ganzes und dem handelnden Subjekt. 4. Adhikari oder der qualifizierte Schüler (ein Mensch, der sich den vorgeschriebenen Sadhanas unterzieht, d.h.den vier Möglichkeiten zur Befreiung)
Anubhava unmittelbare Wahrnehmung, Erfahrung; intuitives Bewusstsein (Selbstverwirklichung); Identifizieren des Jiva mit Brahman; persönliche spirituelle Erfahrung
Anubhava-advaita die lebendige Erfahrung des Einsseins
Anubhava-gamyam direkt wahrnehmbar (durch Samadhi)
Anubhavi guru ein Lehrer, der verwirklicht ist
Anudbuddha nicht erweckt
Anugraha Gnade
Anukampa Sympathie
Anumana Schlussfolgerung; eines der Beweise des Wissens
Anumanta derjenige, der die Erlaubnis zur Bewegung der Natur gibt
Anupadaka ohne Empfänger; das Basiselement der Materie, das nach
Akasa kommt, - es wird so genannt, weil sich bei den Menschen noch kein Empfängerorgan dafür entwickelt hat.
Anupalabdhi Eines der acht Beweise des Wissens von der Existenz der
Nicht-Existenz oder des Negativen
Anuparimana von der Größe eines Atoms
Anuraga intensive Liebe zu Gott
Anusandhana Untersuchung; in der Vedanta: Untersuchung in die Natur
Brahmans
Anusaya Das Gleichgewicht oder der karmische Rest, der die Seele
zur Wiedergeburt in diese oder eine andere Welt zwingt, nach vorübergehender Freiheit in einer höheren Sphäre
Anusmarana Erinnerung; ständige Erinnerung an Brahman oder Gott
Anusthana systematische regelmäßige religiöse Praxis für einen bestimmten Zeitraum, d.h. 40, 90 Tage, 1 Jahr etc.
Anutapa späte Reue
Anutva klein; fein; subtil
Anuvada eine weitere Aussage über etwas, was bereits bekannt ist
Anuvrtti ständiges Herumdrehen
Anuvyakhyana Kommentar
Anuvyavasaya Wahrnehmung eines Urteils
Anuyogin Wenn ein Topf als existent scheint, so scheint es, als würde er sich von dem Rest der Welt unterscheiden; die Andersartigkeit hat er für sein anuyogin bekommen und den Rest der Welt für sein pratiyogin (Gegenteil)
Anvaya direkt, positiv, Koexistenz; die natürliche Verbindung von
Wörtern in einem Satz; grammatikalische Beziehung; logische Verbindung von Ursache und Wirkung; logische Folge; in Nyaya, eine Aussage über die Konstante; hetu und der Hauptbegriff sadya einer indischen Logik
Anvaya-vyatireka positive und negative Behauptung; Beweis der Behauptung und Verneinung; so wie fünf Arten von Linsen zu Dal vermischt werden,
wird Atman zu den fünf Kosas (Schalen) vermischt. Man muss die fünf Schalen vom Selbst entfernen. Man muss Namen und Formen von Existenz-Wissen-Glückseligkeit trennen. Die Anvaya und Vyatireka-Prozesse gehen immer miteinander einher. Das Selbst existiert in den fünf Schalen, und doch sind es keine Schalen. Dieses ist Vedanta Sadhana. Der Strebende entfernt Namen und Formen und die fünf Schalen und verwirklicht die eine, alldurchdringende, unteilbare, unendliche, ewige, unveränderliche Essenz, d.h. Brahman.
Anyat ein anderer
Anyatha Getrenntsein; der Zustand etwas anderes zu sein
Anyathakhyati Der Prozess, sich ein falsches Bild von einem Objekt zu
machen, das einem anderen Objekt aufgrund eines in das Gedächtnis zurückgerufenen ersten Eindrucks ähnlich ist. Die Theorie von einem Seil, das aufgrund eines früheren Eindrucks als Schlange angesehen wird.
Anyonya gegenseitig, wechselseitig
Anyonya-abhava wechselseitig nicht-existent, schließt sich aus (d.h. ein
Topf existiert nicht in einem Tuch oder umgekehrt)
Anyonya-adhyasa gegenseitig auferlegen
Apamana Missachtung
Apana Die Nerven, die die Bauchregion steuern und ihr Zentrum
im Anus (After) haben; die Nerven sind für die Ausscheidungsfunktion verantwortlich; sie bewirken den Stuhlgang und die Ausatmung
Apancikarana subtiler Zustand der Materie bevor sie sich mit den fünf
gröberen Elementen vermischt; die ruhelose Form der Elemente (die Linga Saritra) wurde aus einem subtileren Zustand der Materie im Apancikrta-Zustand verursacht.
Apara anders; relativ; niedriger; minderwertig
Apara-Brahman der niedrigere Brahman; Saguna Brahman oder Isvara
(der persönliche Gott)
Aparadha Fehler
Aparajita uneinnehmbar
Apara-paksha die andere Seite oder der gegenüberliegende Flügel
Apara-parsva die andere Seite oder Flanke
Apara-prakrti die niedere kosmische Energie, durch die Gott alles in der
Natur formt, grobe sowohl als auch subtile Formen
Apara-vairagya die niedere Art von Vairagya oder das Mitleid von geringerer Art
Apara-vidya die Kenntnis über die Vedas oder das geringere Wissen;
intellektuelles Wissen
Aparicchinna unendlich; ewig
Aparigraha die Freiheit von Begehrlichkeit; das Nichterwarten von
überschwänglicher Dankbarkeit; eines der vier Begriffe von Yama, der vorausgehenden Disziplin für Yoga.
Aparimita-drsti die Sicht, die die Grenzen von Raum, Zeit und Ursprung
überschreitet
Aparinami frei von Veränderungen
Aparoksha direkt; sofort
Aparokshanubhavasvarupa das Wesen der direkten intuitiven Wahrnehmung; die Natur oder Form direkter Verwirklichung
Aparokshanubhuti direkte, aktuelle Erfahrung
Aparokshatva das Gefühl von unmittelbar oder direkt
Apas Wasser
Apasarpana sich wegbewegen
Apas-tattva das Wasserprinzip
Apataramaniya schön auf den ersten Blick; außerordentlich Attraktiv für
denjenigen, der nicht unterscheiden kann
Apath Wasser
Apathapapmatva Der Zustand, wo man von allen Sünden frei ist; die absolute Seele
Apatkala eine unglückliche Zeit für Missgeschicke
Apavada Ausnahme; Verneinung; Ablehnung; verleugnen; das Widerlegen einer falschen Beschuldigung oder Fehleinschätzung: so wie man ein Seil wirklich als Seil und nicht als Schlange sieht, ähnlich nimmt die Welt so wahr wie und was sie wirklich ist (die fünf Element usw.).
Apavada-yukti das Beschäftigen mit der logischen Methode des Apavada
Apavarga Offenbarung; Befreiung; die letzte der vier Purusarthas,
wie Moksha oder die Befreiung von der Bindung des Körpers (die anderen drei sind Dharma, Artha und Kama)
Apavitra unrein
Apekshika relativ
Apekshikya Verwandte
Aprajnata unbekannt
Aprakata nicht veröffentlicht; verborgen
Aprama falsches Wissen/ Kenntnis
Apramattha sorgfältig; wachsam; achtsam; nicht dumpf oder berauscht
Aprameya unermesslich
Aprana ohne Prana (Lebensenergie), ohne Brahman (Gott)
Apratarkya unfassbar; unergründlich
Apratisamkhyanirodha das Zuendekommen ist nicht abhängig vom Widerspruch des Geistes
Apta kompetente Persönlichkeit; ein Heiliger (angenommener);
Sympathisant
Apta-dharma eine Pflicht, die von einer Bezugsperson niedergelegt wird
Apta-karma Jemand, dessen Wünsche erfüllt wurden; Jivanmukta; ein
verwirklichter Heiliger
Apta-vakya der Nachweis eines Weisen; eine Aussage des Vertrauens; Veda oder Sruti
Apunya sündig; nicht verdienstvoll
Apurna unvollkommen
Apurva ungesehen; fremd; außergewöhnlich; die versteckte Kraft
von Karma, die erst in der Zukunft Früchte trägt
Apurvata ungewöhnliche Art des Beweises
Aradhana besondere Verehrung Gottes;
Arambha mentale Einweihung in eine Handlung; Sankalpa
Arambhakopadhana eine materielle Ursache, die als Folge etwas völlig Neues
hervorbringt, z.B. die Atome, gemäß der Vaisesika Schule.
Arambha-vada die Doktrin über die Schöpfung der Welt durch Isvara; die
Theorie über einen Anfang, eine Entstehung, eine Schöpfung der Welt durch etwas, das außerhalb des Fragenden steht; die Doktrin über eine absolut neue Schöpfung; die Theorie von der Nyaya-Vaisesika.
Arani Opferholz, um ein Feuer durch Reibung zu erezugen
Arati Gottesdienst, im allgemeinen früh am Morgen gehalten, unter Licht, Musik, Glockenklang; - aber auch: GangaArati zur Dämmerstunde am Abend;
Arcana das Opfern von Blumen, Blättern usw. zur Puja oder zur Anbetung eines Objektes, wobei dessen Namen ständig leise wiederholt wird
Arcida-marga Der Weg der Götter oder der nördliche Weg einer individuellen Seele nach dem Tod, den der Yogi auf seinem Weg zu Brahman nimmt, wobei er sich von der aufsteigenden Sonne (15. Januar bis 15. Juli) entfernt.
Ardhangini Lebenspartnerin; besonders Parvati, die Gemahlin von Lord Siva
Arghya Wasseropfer für Devatas und Rishis.
Arjava Einfachheit; Aufrichtigkeit; Gradlinigkeit; Rechtschaffenheit
Aroha aufsteigend
Artha Bedeutung; Sinn; Zweck; Objekt; Objekt der Wahrnehmung; Wunschobjekt; Werte
Arthapatti Anmaßung; eines der Beweise des Wissens
Arthartha das Verlangen nach Werten
Artharthi einer, der nach Werten verlangt
Arthavada herrlicher Verlauf; überzeugender Ausdruck; Texte mit  übertriebener Darstellung; übertriebene Verherrlichung zu einem bestimmten Zweck, um Menschen dahingehend zu beeinflussen, dass sie einer bestimmten Linie folgen.
Arundhati-nyaya der Stern Arundhati ist nur selten mit bloßem Auge sichtbar; um ihn zu finden, muss man zunächst nach größeren Sternen in seiner Nähe suchen, dann sucht man nach kleineren Sternen in unmittelbarer Umgebung, bis man schließlich den schwach leuchtenden Arundhati gefunden
hat. Diese Methode, bei der Suche vom gröberen zum kleineren zu wandern, nennt man Arundhati-nyaya. Diese Methode wird besonders in der indischen Philosophie benutzt, wo die Menschen zunächst angespornt werden, niedere Formen zu verehren, dann zum Bhakti geführt werden, weiter zur Strenge der Smrtis kommen und letztendlich das Nichtduale (Advaita) der Upanishads und
Ajati-vada studieren.
Arupa formlos
Arupa-mano-nasa Zerstörung des formlosen Geistes (wie in Videhamukti)
Arurukshu Jemand, der versucht die Yogaleiter zu erklimmen
Aryadharma Religion der Indo-Aryans; Vedische Religion
Aryavarta das Gebiet Nordindiens, das von Indo-Aryans zu Anfang
ihrer Ausbreitung besiedelt war
Asa Hoffnung; Erwartung
Asabdam geräuschlos (bezieht sich auf Brahman)
Asabdha klanglos
Asadavarana Eine Macht der Avarana Sakti, die einen Schleier über der
Existenz von Brahman legt, und die uns glauben macht, es gäbe Brahman nicht; Verschleierung von Brahman. Dieser Schleier muss durch Aparoksha Jnana (direkt geistig bekämpft) gelüftet werden.
Asadharana außergewöhnlich
Asadharana-karana außergewöhnliche Ursache
Asadharana-Nimitta Hauptursache
Asakta unberührt; selbstlos; resigniert
Asamavaya-karana eine Nyaya Terminologie; unverbindliche Ursache; Töpferscheibe zur Herstellung von Tongefäßen
Asamavayi ohne direkte Beziehung; eine Ursache für einen Nebeneffekt; nicht substantiell
Asambhava unmöglich
Asambhavana spirituelle Zweifel; dieses ist eine der drei Pratibandhas,
die der Selbstverwirklichung im Wege stehen. Eine Art von Zweifel; unwahrscheinlich; Unfähigkeit der Gedanken: "Ich weiß genau, dass die Upanishads mit dem Absoluten konform sind. Doch wie ist das angesichts der Verschiedenartigkeit von Isvara, Jiva und des Universums möglich?" Diese Zweifel treten im Geist von Strebenden auf. Diese Zweifel müssen durch genaue Reflexion behoben werden.
Asambita unstetig
Asamprajnatasamadhi höchster überbewusster Zustand, wo der Geist und die
Ego-Sinne vollständig vernichtet sind.
Asamsakti die fünfte Stufe (Zustand) auf dem Pfad der Erkenntnis,
wo eine absolute Unberührtheit bezüglich der Objekte der
Welt vorherrscht.
Asamvedana ohne Reaktion des Geistes; unvergänglicher Zustand des
untätigen Geistes; Nirvikalpa Samadhi; gedankenloser
Zustand.
Asamyagdarsana Bewusstheit des objektiven Universums; unvollkommene
Vision
Asamyagdarsin Jemand, der noch nicht das vollkommene Wissen erreicht
hat; jemand, der noch keine vollkommene Vision erreicht hat und im Bewusstsein der Welt lebt.
Asana körperliche Haltung; Sitzhaltung;
Asanaya Hunger
Asanga unberührt
Asanga-Bhavana Gefühl oder Verhalten des unberührten Geistes
Asangoyam purusah diese Purusa ist unberührt (zu Brahman hingezogen)
Asanti Ruhelosigkeit; unruhiger Geist; abgelenkt
Asara ohne Essenz; trocken; unfruchtbar
Asariraka körperlos
Asat nicht-existent; Nicht-Sein im Gegensatz zu Sat oder Sein oder Existenz oder Wirklichkeit; unwirklich
Asaya-bija potentielle Saat; Saatgut, das viele Früchte hervorbringt
Asiddha unvollkommen; nicht verwirklicht
Asmat zu uns bzw. zu mir gehörig
Asmi Ich bin; Ich existiere
Asmita Egoismus; Ich-haftigkeit;
Asmita-nasa Zerstörung des Egoismus oder der Ich-hafigkeit
Asmita-samadhi Überbewusster Zustand unmittelbar unterhalb von
Asamprajnata mit dem seelischen Gefühl von "Ich bin",
"Aham Asmi"
Asmrti Zustand des Unbewussten, Vergesslichkeit
Asparsa Berührungslos; Name von Brahman
Asrama Einsiedelei; die vier Stufen des Lebens, d.h. Brahmacarya
oder Schülerschaft, Grhastha oder Haushaltungsvorstand; Vanaprasta oder Waldbewohner, und Sannyasa oder das Leben eines Mönchs
Asrama-dharma Pflichten die sich auf die vier Stufen des Lebens beziehen
Asrama-karani Pflichten der vier Stufen des Lebens
Asrupata Tränenfluss
Astakshara mantra Mantra mit acht Buchstaben: Om Namo Narayanaya
Astanga Yoga Yoga mit acht Gliedern; Raja Yoga des Patanjali Maharsi
Astavadhani Jemand, der acht Dinge gleichzeitig erledigt
Asteya Nicht stehlen; eines der fünf Begriffe des Yama im Astanga Yoga
Asthi Gnade
Asthira wellenförmig und unstetig
Asthula nicht grobstofflich; subtil; Brahman
Asti es existiert; es ist; Brahman
Asti-bhati-priya Sat-cit-ananda; die inneren Qualitäten des Brahman
Astra Waffe, die mit einem Mantra angerufen/ erweckt wird
Asu jegliches Streben zur Bewahrung des Lebens; Atem des Lebens; das Prana-vayu der fünf Pranas.
Asubha Übel; Unheil
Asubha-vasana unreiner Wunsch oder unreine Neigung
Asuci unrein
Asuddha ungereinigt; nicht rein
Asuddha-manas unreiner Geist; niederer Geist mit üblen Eindrücken
Asuddha-maya Maya gepaart mit Rajas; dieses ist Avidya Upadhi der
Jiva; dieses wird als Malina Maya oder Malina Satva bezeichnet; unreines Maya; unreines Satva gemixt mit Rajas und Tamas.
Asuddha-sankalpa beseitigen der Ureinheit
Asuddhi Unreinheit
Asudravanasakti die Kraft des schnellen Dahinschmelzens
Asukla nicht weiß; schwarz
Asura Dämon; üble Neigung im Menschen
Asuri-sampta teuflische Qualitäten; dämonische Werte
Asuya Eifersucht; Neidgefühl
Asvamedha-yajna Pferdeopfer; eine komplizierte vedische Zeremonie, die
von Königen zelebriert wurde, um einen Sohn zu bekommen oder Souveränität zu erlangen
Asvanaya Pferdekutsche
Asvatta-vrksha der heilige Peepul-Baum
Atadvyavrtti Der Prozess, die Wahrheit zu erfahren mithilfe des Gegenteils; z.B. "das Selbst unterscheidet sich von den drei Körpern"
Atadvyavrtti-samadhi der Samadhi, das ohne Hilfe auskommt; Samadhi durch
die Verneinnung von Anatma (des Nicht-Selbst)
Atamabala die Seelenkraft
Atanu körperlos; Brahman
Atarkya Das, was nicht begründet werden kann; Brahman
Atigraha Objekt der Sinne
Atihi Gast
Atilaghava Überschreiten der Leichtigkeit
Atindriya Jenseits der Sinneswahrnehmung
Atindriya-sukha Glückseligkeit jenseits der Sinneswahrnehmung; die Glückseligkeit Brahmans oder des Absoluten
Atiprasna zu viele Fragen; die Fragerei geht ins Uferlose; übersteigertes Maß an Fragen;
Atirvarnasrami Jemand, der den Auftrag und das eigentliche Lebensziel
überstiegen hat, ein Paramahamsa oder ein Avadhuta.
Atisukshma extrem subtil
Atisya Übermaß; höchste Vollkommenheit; Vorrangstellung;
Atita Vergangenheit; über; jenseits; übersteigert
Atithi-yajna Das Unterhalten und Bewirten der Gäste: eines der täglichen Pflichten des Hausherrn
Ativahika-deva himmlisches Wesen, dessen Aktivität darin besteht, die
Seele nach den Tod zu den verschiedenen Welten zu bringen, (d.h. zum Licht, Tag, Deva-Loka, Vayu-Loka; Candra-Loka, Vidyulloka, Indra-Loka Prajapati-Loka usw.)
Ativahikatva Ein Stufe des Eingehens in andere Körper; die durch Gott
bestimmte Eigenschaft, mit seinem subtilen Körper auf andere Körper überzugehen, um dort gute Handlungen zu beenden, die im Widerstreit zu Vergnügen an materiellen Gütern stehen.
Ativyapti Redundanz: dieses ist eine der drei Prüfungen des Verstehens von Objekten. Dieses Situation tritt auf, wenn die entdeckte Charakteristik als allgemein gültig auch in anderen Objekten gefunden wird, z.B. alle Kühe haben vier Beine. In diesem Fall gilt das nicht nur für Kühe, sondern
auch für andere Vierbeiner.
Ativyapti-dosa ein Irrtum der Nyaya (Logik), wo eine Definition ungerechtfertigt über seine eigentliche Bedeutung hinaus ausgedehnt wird, z.B. eine Kuh ist ein "Horntier", dieses gilt auch für viele andere Tierarten!
Atma Atman das Selbst
Atma-bhava das Gefühl, dass alles das Selbst ist
Atma-bodha Wissen über das Selbst; auch der Name einer Arbeit von
Sri Sankara
Atma-cintana Reflexion über das Selbst oder den Atman
Atma-drsti die Vision, indem alles als das Selbst gesehen wird
Atma-ghata der Schlächter des Selbst; Selbstmord, physisch oder
anders; Weltlichkeit; Unwissenheit über die Natur des Selbst
Atmaha Zerstörung des Selbst
Atmajna jemand, der das Selbst kennt; Seher mit Selbstbewusstsein
Atma-jnana unmittelbare Erfahrung/ Kenntnis des Selbst; BrahmaJnana
Atma-krida jemand, der sich an dem eigenen Selbst erfreut
Atma-labha das Erreichen der Selbstverwirklichung
Atma-lakshya das Selbst als Meditationsobjekt der Vedantins
Atmanatma-viveka die Unterscheidung zwischen dem Selbst und dem NichtSelbst
Atma-nistha begründet in das Selbst
Atmanivedana sein eigenes Selbst dem Göttlichen weihen; Selbsthingabe
Atma-prakasa das fortdauernde Leuchten oder das Licht des Selbst
Atma-pratyaksha direkte Wahrnehmung des Selbst
Atma-rati im Selbst begründet sein
Atma-samarpana sich selbst zu den Füßen des Herrn opfern
Atma-santusti Zufriedenheit im eigenen Selbst
Atmasrayi die Abhängigkeit in der Existenz von dem Selbst, wie am Beispiel von Isvara (pers. Gott)
Atma-trpta jemand, der zufrieden im Selbst ruht
Atma-trpti Zufriedenheit mit dem eigenen Selbst
Atma-vibhuti spirituelle Werte als Konsequenz aus der Selbstverwirklichung
Atma-vicara Fragen an das Selbst
Atma-vit Kenner des Selbst
Atura-sanyasa Sanyasa im Augenblick des Todes annehmen
Atyanta zu viel; äußerst..
Atyantabhava vollkommene Nicht-Existenz; außerordentlich unwirklich,
z.B. wie das Horn eines Hasen, eine Lotusblüte am Himmel, der Sohn einer Schwangeren;
Atyantasat außerordentliche Nicht-Existenz (wie Atyantabhava)
Atyantika letztendlich; endgültig
Atyantika-pralaya unmittelbare Befreiung; Befreiung des Individuums, was
die vollkommene Vernichtung aller subjektiven Phänomene beinhaltet
Audasinya gleichgültig gegenüber allen Sinneserfahrungen und allen
Gegensätzen; ein hoher Zustand des Jnana
Aupadhika Sinnesfreuden
Ausadi Medizin; Kräuter
Avaccheda Begrenzung; Sektion
Avaccinna-caitanya Bewusstsein, das durch die Umstände begrenzt ist
Avadhuta ein Asket, der sich von der Welt zurückgezogen hat; der
sechste Orden der Sannyasins, normalerweise nackt; die höchste Stufe des Asketentums oder Tapas
Avaha die Anrufung des Göttlichen durch Mantras, zu deren Offenbarung während der Verehrung
Avaikalya Vollkommenheit; geistig nicht-abgelenkt
Avajna Verachtung;
Avangmanogocara jenseits von Sprache und Geist; Brahman oder das Selbst
Avantara-vakya In der Vedanta die einleitenden Worte, um einen Schüler
in die Bedeutung des höchsten Mahavakya des Absoluten, Brahman, einzuweihen.
Avarana Schleier der Unwissenheit
Avarana-abhava Abwesenheit des verdeckenden Schleier
Avarana-bhanga Zerstörung des Schleiers der Unwissenheit
Avarana-sakti die verschleiernde Macht von Maya; Avidya im Individuum
Avaroha Abstieg
Avasana Ende; vollendet; beendet
Avastatraya drei Zustände des Geistes, d.h. Wachen, Träumen und Tiefschlaf
Avastha Zustand
Avasthantargataprapti der Zustand, wo der Effekt beseitigt ist und man in die
Ursache eingeschlossen wird
Avastu Nicht-materiell; Nicht-substantielle; Nichts; ohne die Charakteristik eines Gegenstandes, der an den Raum und die Zeit gebunden ist.
Avatara Abstieg; steigt von der göttlichen in die menschliche Ebene herab; Inkarnation.
Avatara-vada Die Doktrin, die daran festhält, dass Gott die menschliche
Form annimmt.
Avayava Glied; Mitglied
Avecceda-upadi einschränkende Begleiterscheinung; begrenzende Situation
Avecceda-vida Doktrin der Beschränkungen; die Doktrin, dass die Seele
das höchste Selbst ist, die durch die Umstände begrenzt ist.
Avibhaga Nicht-trennbar; Nicht-bestimmbar;
Avicchinna fortlaufend; ungetrennt; nicht abgetrennt
Avici bewegungslos; auch ein Name einer Region in der Hölle
Avidhi Riten, die nicht in Übereinstimmung mit den Sastras (Schriften) vorgenommen werden;
Avidya Unwissenheit; eine Sakti oder brahmanische Kräfte der Illusion, die als Maya oder als dessen Gegenteil bezeichnet werden. Sie bildet die Bedingungen der individuellen Seele und wird auch als Ajnana oder Asuddha-maya bezeichnet. Sie bildet das Karana Sarira des Jiva. Dieses ist Malina oder unreines Satva.
Avidyanasa Zerstörung der Unwissenheit; Befreiung von Bindung und
Verkörperung.
Avidya-nivritti das Beseitigen der Unwissenheit; Moksha
Avidya-samskara der Eindruck von grundlegender Unwissenheit
Avidyopadhiparicchinna dieses ist die Natur von Jivas. Paricchinna bedeutet geteilt, endlich. Jiva (das Individuelle) ist endlich mit den einschränkenden Begleitumständen der Unwissenheit.
Avijnata unbekannt; Brahman
Avikari unveränderlich; Brahman
Avinasi unzerstörbar
Avinmukta die nicht-befreite Seele
Avirati nicht leidenschaftslos; sinnliche Nachgiebigkeit
Avirodha ohne Gegensatz, d.h. von rechtem Wissen und von rechtem Wissen über andere Systeme des gleichen Prinzips; richtiges Begründen; der zweite Abschnitt der Brahma Sutras heißt Avirodha-adhyaya.
Avisvasa Misstrauen
Aviveka Nicht-Unterscheidungsfähigkeit
Avrtta-caksuh jemand, der seinen Blick nach innen gerichtet hat
Avsthasthiti veränderungslos; fortdauernd
Avyabhicarini-bhakti die Hingabe zu einer Sache allein; die unbeirrte Liebe zum Herrn in jeder Hinsicht
Avyakrita unbestimmt
Avyakta / Avyaktam nicht offenbart; unsichtbar; wenn die drei Gunas in einem ausgewogenen Zustand vorherrschen; das Undifferentierte
Avyakta-drsti die Sicht vom Standpunkt des Unendlichen, Ewigen, Ganzen.
Avyakta-nada der nicht-offenbarte Klang
Avyapadesya unbeschreiblich
Avyapti das Nicht-einschließen eines Teils eines definierten Gegenstandes.
Avyavahara frei von weltlichen Aktivitäten
Avyavaharya unnütz; jenseits der weltlichen Nutzbarkeit
Avyavahita nah; sofort; direkt; ohne Einbeziehung eines Objektes
Avyaya unerschöpflich; unveränderlich; nichtauflösend
Ayam gatah asti diese Existenz ist die Wirklichkeit oder Brahman, nicht
jene Form, (jar)
Ayama eingeschlossen; nicht-zurückgezogen
Ayama Ausdehnung
Ayamatma-brahma dieses Selbst ist das Absolute; (aus den Upanishads)
Ayana Bewegung; die Sonne bewegt sich vom südlichen zum nördlichen Wendekreis
Ayukta jemand, der sich nicht konzentrieren kann; jemand, der kein Yogi ist
Ayuta-siddha nachweislich untrennbar und innewohnend; -
Ayuta-siddhi der Beweis der Untrennbarkeit bestimmter Dinge gemäß der Vaisesika Philosophie

Glossar B

Baddha jemand, der in einem Zustand der Bindung ist;
Badhita aufgehoben; widerlegt; widersprochen
Bahih äußerlich
Bahih-prajna im inneren Wachzustand ein objektives Bewusstsein besitzen;
Bahiranga-lakshya Konzentration auf ein äußeres Objekt oder auf einen Punkt im Raum
Bahir-dhauti äußere Waschung und Reinigung
Bahirmukha extrovertiert; nach außen gerichtet;
Bahirmukha-vrtti die Neigung des Geistes, sich nach außen zu wenden
Bahirvrttinigraha das Einschränken der Neigung des Geistes, sich nach außen zu wenden
Bahiskrta der Ausstoß; eine Form des Antardhauti, wobei z.B. bei der Kakini-Mudra eingeatmet wird, für eineinhalb Stunden die Atemluft im Körper auf- und abwärts bewegt und dann wieder ausgeatmet wird.
Bahudaka die zweite der sechs Sannyasa-Arten, wobei ein Büschel Haar getragen wird
Bahudashina Asvamaedha Opfergabe, wobei den Priestern viele Geschenke gemacht werden
Bahudha auf viele Art und Weise
Bahusyam möge Ich viele sein
Bahutva Mehrzahl; Vielheit
Bahuvirya enorme Macht
Bahya äußerlich
Bahya-karana Instrumente für das Äußerliche, wie die Augen, Ohren usw.
Bahya-visaya-pratyaksha Wahrnehmung äußerer Objekte; direkte Wahrnehmung durch die Sinne
Bhanda Bindung; Knoten; eine bestimmte Form der Hatha Yoga Übungen
Bandha-moksha Bindung und Befreiung
Basti Reinigungsübungen für den verstopften Darm
Bhaga Anteil; Teilung
Bhagatyaga-lakshana Auch als Jahadaja-hallakshana bekannt, d.h. "Er ist das Göttliche (Devadatta)", ist so modifiziert, um auszudrücken, dass ein Teil der Idee in etwas anderem vorhanden ist. Devadatta wird verwendet, um auszudrücken, dass Gott und das Individuum dasselbe sind, auch wenn es nicht so scheint. Wenn das 'scheinbare' Individuum aufhört zu existieren, bleibt nur das Absolute. Damit ist das Göttliche im Individuum gemeint, oder Brahman in Isvara, Kutastha in Jiva usw.
Bhagavan der Herr; Narayana oder Hari;
Bhagavata ein Verehrer/ Anbeter von Bhagavan, Vishnu als Gott.
Bhagavatam ist der Name eines Purana, wie es von den Vaisnavas gemäß den Schriften gesehen wird.
Bhagavata-dharma das Gesetz der Vaisnava-Gewährung von Verehrung
und Liebe; auch als Satvata Dharma bekannt
Bhajana Dienst an den Herrn; Preisen des Herrn; Zuflucht beim Herrn suchen
Bhakta Devote; Verehrer; Gottesdiener
Bhakti Hingabe; Liebe zu Gott
Bhakti-marga der Pfad der Liebe und Hingabe, um das Göttliche zu erreichen
Bhakti-yogi jemand, der danach strebt, die Einheit zu Gott mithilfe der vorgegebenen Disziplin der Hingabe und Liebe zu erreichen
Bhana Offenbarung; Erscheinung
Bhandara Warenhaus; auch: wandelndes Wissenslexikon
Bharta Anhänger; Isvara
Bhati scheint; leuchtet; Intelligenz; Bewusstsein
Bhautika aus Materie zusammengesetzt; körperlich
Bhava Eigenschaften, Verhaltensweisen, die eine besondere Beziehung mit Gott ausdrücken; irgendeines der Eigenschaften, wie z.B. diene, liebe, meditiere, verwirkliche (Swami Sivananda) - im Vaishavismus: Santa, Dasya, Sakhya, Vatsalya und Madhurya (vom Frieden, Dienen, Freundschaft, Lieben, Mütterlichkeit); mentales Verhalten; Zustand der Verwirklichung von Herz und Geist; usw.
Bhavadvaita Advaitische Einheit im Gefühl
Bhavana Gefühl; mentale Einstellung
Bhavana-sakti die Macht der Vorstellung
Bhava-padartha ein Ding, das existiert
Bhava-rupa positive Natur des tatsächlichen Seins
Bhava-samadhi überbewusster Zustand, der von Bhakti-Yogis oder Devotees durch intensive Hingabe erreicht wird
Bhava-vastu ein Ding, das existiert
Bhaya Furcht
Bheda Unterschied; Teilung
Bhedabheda Unterschied oder Nicht-Unterschied; ein PhilosophieSystem, bei dem sich das Individuelle von der Absoluten Seele und der Einheit mit der Absoluten Seele unterscheidet.
Bheda-buddhi der Intellekt, der Unterschiede erschafft; das Vyavaharika Buddhi, das alles diversifiziert, im Gegensatz zum Paramartischen Buddhi, das alles vereint.
Bhedhahamkara das differenzierende Ego; das Gefühl der Trennung
Bheda-jnana Bewusstsein der Differenzierung; weltliches Bewusstsein
Bhiksha Almosen
Bhikshu Mönch; Bettelmönch; Sannyasin
Bhinna verschieden; abgeschnitten; zerbrochen; aufgelockert
Bhoga Erfahrung; Wahrnehmung; Vergnügen
Bhogabumi Land der Erfahrungen und des Vergnügens
Bhogya Objekt der Erfahrung oder des Vergnügens
Bhokta Subjekt der Erfahrung oder des Vergnügens
Bhoktrtva der Zustand desjenigen, der erfährt oder sich vergnügt
Bhrama Illusion; Wahnvorstellung; Drehung; Umherwandern
Bhramarakitanyaya die Analogie von Wespe und Raupe, wo beschrieben
wird, wie eine Raupe sich in eine Wespe verwandelt, indem sie intensiv an ihr Ziel denkt. Genauso wird aus einem Jiva Brahman, indem Jiva intensiv auf sein Ziel
meditiert.
Bhramsa ein definierter Absturz aus dem Yoga-Prinzip
Bhrasta aus dem Yogaweg herausgefallen
Bhrkuti der Punkt zwischen den Augenbrauen
Bhrumadya-drsti die Konzentration auf den Augenbrauenwurzelpunkt
Bhujangasana die Kobrastellung des Hatha-Yogi.
Bhukti Freude an materiellen Dingen
Bhranti falsche Vorstellung; falscher Gedanke oder falscher Eindruck
Bhrantidarsana fehlerhafte Vorstellung
Bhrantija aus einer Illusion heraus geboren
Bhrantimatra reine Illusion oder Fehleinschätzung
Bhrantisukha illusionäres Vergnügen; scheinbares Glück
Bhuh die Erde
Bhuma der nicht-bedingte unendliche Brahman
Bhumika Stufe; Zustand; Grad
Bhuta was kam in das Sein? eine Einheit, die gegen das Nicht-offenbarte opponiert, - alle fünf Elemente, die das Universum ausmachen
Bhutadi Tamasa Ahamkara gemäß der Visnu Purana
Bindu-jagat die erste Ajnana-Bhumika (Stufe)
Bhutatma das niedere Selbst
Bhutabhavisyadvatamana Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
Bhutajanya aus den Elementen hervorgegangen
Bhutajaya der Sieg über die Elemente des Körpers
Bhutapati der Herr des Seins; ein Name Sivas
Bhutasakti die Macht der Materie; subtile materielle Elemente; permanente Atome; die Basiselemente der Materie (Bhutatanmatras)
Bhutasiddhi vollkommene Kontrolle über die Elemente und den Körper
Bhutasuddhi Reinigung der Körperelemente
Bhutayajna ein Opfer, das den untermenschlichen Kreaturen dargebracht wird; eines der fünf täglichen Opferriten des hinduistischen Haushaltungsvorstands
Bhuvah die höhere ätherische Welt oder die Astralwelt
Bhuvana Welt
Bija die Saat; die Quelle
Bijakshara der Basisbuchstabe, in dem die Macht eines Mantras enthalten ist
Bijatma das subtile innere Selbst; auch Sukshmatma, Sutratma oder Antaryamin genannt
Bimba das Original; (Brahman)
Bimbapratibimbavada die Doktrin, die besagt, das Jiva (Individuelle) eine Reflexion von Brahman ist; damit unterscheidet sich Jiva nicht von Brahman, sondern ist absolut EINS mit IHM. Dieses ist eine Ebene der Theorie der Reflexion,
die die Identität der Reflexion und das Original belastet.
Bindu Punkt; Saat; Quelle; die Basis, von dem das erste Prinzip ausgeht, Mahat-tattva, entsprechend den Tantra-Sastras.
Boddhavya-lakshana Das, was erkannt werden muss
Bodha spirituelle Weisheit; Wissen; Intelligenz
Bodhaikata das Einssein des Bewusstseins
Brahma Gott als Schöpfer; das erste erschaffene Sein; Hiranyagarbha oder die kosmische Intelligenz
Brahma-bhava(na) sich mit Brahman identifizieren, ebenso wie mit allem
als Brahman fühlen
Brahmabhuta jemand, der mit Brahman eins geworden ist
Brahmabhyasa auf Brahman meditieren; Nididhyasana; Reflexion auf
Brahman; über Brahman sprechen; über Brahman diskutieren usw.; - das gehört zur Verwirklichung Brahmans
Brahmacari Zölibat; jemand, der zu den ersten vier Asramas oder
Orden des Lebens gehört; jemand, der in Reinheit lebt und die Vedas studiert
Brahmacharya die erste Stufe des Lebens eines Hindu, d.h. Zölibat
Brahmacharya-asrama Auftrag für den Studenten: Studium der Vedas und
Dienst an den Guru oder Lehrer.
Brahma-chintana konstante Meditation auf Brahman.
Brahmadvara Tor zu Brahman; der Eingang und der Ausgang der Kundalini auf dem Weg zu und von Brahma-granthi
Brahma-granthi der Knoten der Unwissenheit am Muladhara Chakra
Brhma-jnana direktes Wissen des Brahman
Brahmaloka die Welt des vierköpfigen Schöpfers
Brahmakaravrtti der alleinige ultimative Gedanke Brahmans (unter
Ausschluss aller anderen Gedanken) wird durch intensive vedantische Meditation erreicht.
Brahma-muhurta Zeitpunkt (zur Meditation): ca. eineinhalb Stunden vor Sonnenaufgang
Brahman das Akhandaikarasa Satcidananda, die absolute Wirklichkeit; die Wahrheit, von dem in den Upanishads die Rede ist; die absolute Wirklichkeit, die EINS ist und unsichtbar, unendlich und ewig ist; die alldurchdringende Existenz, die sich nicht verändert; absolute Existenz-Wissen-Glückseligkeit; die Grundlage des Jiva, Ishvara und Maya; absolutes Bewusstsein; es ist nicht nur allmächtig, sondern die Allmacht selbst; es ist nicht nur allwissend, sondern die Allwissenheit und Glückseligkeit selbst.
Brahmana ein Abschnitt in jeder der Vedas, die sich mit der Bedeutung und dem Gebrauch der vedischen Hymnen befasst; der erste der vier Kasten der hinduistischen Sozialordnung; ein Weiser; ein Heiliger der Selbstverwirklichung.
Brahmanadi Susumna (auch: Susumna-Nadi); Prana fließt durch den Wirbelsäulenkanal gemäß Hatha-Yoga
Brahmananda Glückseligkeit des unendlichen Absoluten; absolute transzendentale Freude
Brahmanda Brahmas Ei; der Makrokosmos
Brahma-nistha Jemand, der in dem direkten Wissen Brahmans etabliert ist.
Brahmanubhava Selbstverwirklichung; Gottverwirklichung; absolute Erfahrung
Brahmanusandhana Betrachten, Denken an, Suchen, Hinterfragen, Untersuchen, Erforschen der Natur Brahmans
Brahma-parayana Jemand, dessen Vertrauen und dessen Grundlage in
Brahman begründet ist
Brahma-randhra das Öffnen der Krone des Kopfes, des Haupt des Kopfes, der Fontanelle
Brahma-sakshatkara Verwirklichung Brahmans; direkte Erfahrung des absoluten Seins
Brahma-sakti die Macht des absoluten Seins
Brahma-samstha begründet in Brahman; Sannyasin
Brahma-srotriya Jemand, der die Vedas und die Upanishads kennt
Brahma-stithi (Brahmistithi) sich in Brahman etablieren oder wohnen
Brahma-tejas der Glanz Brahmans
Brahma-vadin jemand, der für die Existenz Brahmans allein eintritt,
Param Brahman
Brahma-vakya göttliche Enthüllung, wie in den Upanishads
Brahma-vicara Erforschung Brahmans
Brahmavidvara derjenige, der die fünfte Stufe des Jnana Bhumika
oder Asamsakti erreicht hat
Brahmavidvariya ein absoluter Jnani; ein Jivanmukta, der den siebten
Jnana-Bhumika oder Turiya erreicht hat
Brahmavidya Wissenschaft des Brahman; Wissen des Brahman; mit den Lehren zu Brahman oder der absoluten Wirklichkeit verbunden sein
Brahmavit Kenner Brahmans; jemand, der sich im vierten JnanaBhumika oder Satvapatti befindet
Brahma-Yoga Worin sich der Yogi selbst findet und das ganze Universum als Brahman erkennt
Brahmopasana Dienst an den unendlichen Brahman
Brhat groß; absolut
Brhat-brahmanda großer Makrokosmos
Brhattva Weite; Größe; Absolutheit
Bubhuksha der Wunsch zu essen; Hunger; der Wille, sich an etwas zu erfreuen
Buddha der Erleuchtete; voll des Wissens
Buddhi Intellekt; Verständnis; Verstand
Buddhi-sakti intellektuelle Macht
Buddhi-suddhi Reinheit des Intellekt
Buddhi-tattva das Prinzip der Intelligenz
Buddhi-vyapara das Funktionieren des Intellekts

Glossar C

Chaitanya das Bewusstsein, das sich selbst und andere kennt; absolutes Bewusstsein
Chaitanyamayi voller (All-)Bewusstsein; eine Eigenschaft von Maya
Chaitanya-samadhi der Zustand des Überbewusstseins, der durch absolu-
tes Selbstbewusstsein und Erleuchtung gekennzeichnet ist, im Unterschied zum Jada-samadhi, der diese Form des Bewusstsein nicht beinhaltet.
Chakra Plexus; Zentrum psychischer Energie im menschlichen Körper
Chakrayudha die Waffe (Diskus) von Visnu, Sri Krishna; Sudarsana
Chaksu das Auge; das subtile Organ zum Sehen; das Sinnesorgan zum Sehen
Chancala wellenförmig; unruhig
Chancalatva Unruhe; unruhiger Geist
Chancalavrtti die natürliche Neigung des Geistes zur Unruhe
Chandranadi Ida; die Psyche des Mondes, was durch das linke Nasenloch strömt
Chandrayana-vrata dieses ist eine Regel, die mit den fünfzehn Bissen Nahrung am Tage des Vollmondes beginnt, d.h. sie werden von da an tagtäglich bis zum Neumond um einen Bissen verringert, ab dem Neumond wiederum vermehrt, bis die fünfzehn Bissen zum Vollmond wieder erreicht werden.
Chapalata Handeln; Verlangen; Unruhe
Chara die Fähigkeit, sich umherzubewegen; instabil
Charana Fuß; Führung; - eine Ebene des übermenschlichen Seins
Charanamrta Wasser, das durch die Füße eines heiligen Mannes geweiht wurde
Charu das Bereiten von gekochtem Reis, Milch, Zucker und Ghee (Brennstoff) als Opfer für das Feuer der Götter; ein sattvisches Heilprogramm, dass normalerweise von Yogapraktikern und Mönchen genutzt wird
Charvaka der Gründer der materialistischen Schule der Philosophie; mit seiner Gedankenschule verbunden sein
Chaturvarga das vierfache Ziel; d.h. dharma, artha, kama und moksha
Chaturyuga die vier Zeitalter des hinduistischen Weltzyklus, d.h. krta, treta, dvapara und kali
Chesta Bemühen; Aktivität
Chetas der unterbewusste Geist
Chhala Spitzfindigkeit
Chidabhasa reflektiertes Bewusstsein; die Reflexion der Intelligenz (Jiva)
Chidabhasacaitanya Reflexion des Bewusstsein vom Kutastha-Brahman
Chidakasa Brahman in Seinem Aspekt von grenzenlosem Wissen, ungebundener Intelligenz. Dieses ist ein ähnliche Philosophie, wie in den Upanishads. Es bedeutet nicht, dass der physischer Äther Bewusstsein ist. Das reine Bewusstsein (Chit) ist wie der Äther (Akasa), ein alldurchdringendes Kontinuum.
Chidananda Bewusstsein-Glückseligkeit
Chiddharma die vorherrschende Qualität oder Natur des Geistes
Chidghana die Masse des Bewusstseins
Chinmatra nur Bewusstsein;
Chinmatroham Ich bin Chinmatra; ich bin reines Bewusstsein allein
Chinmaya voller Bewusstsein
Chinta Sorge; Kummer
Chintana denken; reflektieren
Chinranjivi jemand, der Totenlosigkeit erreicht hat (nicht stirbt, ewiges Leben)
Chit das Prinzip universaler Intelligenz oder universalen Bewusstseins
Chitsakti die Macht der Intelligenz
Chitsamanya das grundlegende universale Bewusstsein
Chitsunya große Leere; körperloses Bewusstsein
Chitsvarupa die Form reiner Intelligenz oder reinen Bewusstseins
Chitta Geiststoff; unbewusster Geist
Chittakasa mentaler Äther; der alldurchdringende Geist, der als Äther wahrgenommen wird
Chittasuddhi die Reinigung des Geistes; die Reinheit des Bewusstseins;
Chittavidya Psychologie; die Wissenschaft des Geistes und des Unterbewusstseins
Chittavimukti die Freiheit von der Bindung des Geistes

Glossar D

Dagdavasta Zustand des Seins, das vom Feuer des Wissens verzehrt wurde; Jivanmukti, in dem alles Karma, alle Unwissenheit und alle Samskaras verzehrt werden; der Heilige handelt dann aus dem Augenblick heraus, ein Subjekt frei von Unwissenheit oder Karma. Er erscheint als Verkörperung, obwohl er nicht vom Körper berührt zu sein scheint.
Daharakasa Wissensraum; Äther des Herzens
Daitya Eine Ebene des mächtigen Seins, in dem teuflische Qualitäten vorherrschen; die Dämonen der Hindu Puranas; Riese
Daiva der Gott, der alle Wesen kontrolliert und ihnen gibt, was ihren Pflichten, ihrem Schicksal, ihrer Bestimmung entspricht; - die kontrollierende Macht.
Daivani himmlische Stimme, (die von reinen Seelen tatsächlich gehört wird).
Daivi Divya göttlich.
Daivisampat göttliche Werte
Daksha Experte; Intelligenz; weise, fähig.
Dama die Kontrolle der äußeren Sinne; eines der sechsfachen
Tugenden des Niyama im Raja-Yoga.
Dambha Stolz
Dana Wohltätigkeit
Danda Tugend eines Bettelmönchs oder Sanyasin; eine Art
körperlicher Übung (Selbstkasteiung);
Dandasakti Zepter; der Stab der Macht; Macht durch Gewaltherrschaft
Dantadhauti Reinigung der Zähne
Darasutaisana der Wunsch nach Frau und Kinder
Darbha eine bestimmte Grasart, die als heilig angesehen wird und zu religiösen Zwecken genutzt wird;
Darpa Arroganz; Stolz
Darsana Innensicht; eine bestimmte Weise des Sehens; Vision; Philosophiesystem; sichtbar machen;
Dasa Sklave; Diener;
Dasavadhana zehn Dinge gleichzeitig erledigen;
Dasya das Verhalten eines Devote, der seine Beziehung zu Gott in Form des Dienens Ausdruck verleiht;
Datta angenommen; hingegeben; geben;
Daurmanasya Verzweiflung; schlechte Lage
Daya Dankbarkeit; Mitgefühl;
Deha physischer Körper
Dehabhimana egoistische Bindung an den Körper
Dehadhyasa falsche Identifikation mit dem Körper
Dehatma-buddhi der Intellekt, der einem das Gefühl gibt, mit dem Körper
Eins zu sein;
Dehaisuddhi Reinheit oder Reinigung des Körpers;
Dehavidya Physiologie
Dehi jemand, der einen Körper hat; die bewusste Verkörperung; Jiva oder die indivduelle Seele
Desa Platz; Raum; Land
Desakala Raum-Zeit;
Desakalasambandha ausgedehnt im Raum und positioniert in der Zeit; hat
eine Beziehung zu Raum und Zeit; Raum-ZeitBeziehung.
Desatita jenseits des Raumes
Devaloka Eine der höheren subtileren Welten; die Welt der Götter
und Himmelswesen.
Devata Die Gottheit, die den menschlichen Gottesdienst empfängt und dementsprechend Wünsche erfüllt. Der Begriff wird auch verwendet für den Herrn, der den Gottesdienst aller empfängt und ihnen gibt, wonach sie suchen. Er ist als die höchste Devata bekannt.
Devayajna Eines der fünf täglichen Opferriten, das vom Familienoberhaupt vorgenommen wird, wobei die Opfergaben verschiedenen Gottheiten gewidmet werden.
Devayana Der Pfad der Götter. Eines der Pfade wird von der individuellen Seele nach dem Tod beschritten.
Dhairya Mut; Kühnheit
Dhana Werte; Reichtum
Dhanadanyabala die Macht der Güter; die Macht des Geldes
Dhanurasana Bogenhaltung im Hatha-Yoga
Dhara Strom; fortgesetzte Wiederholung
Dharana Konzentration des Geistes
Dharanasakti die Macht der Gier und des Zurückhaltens von Ideen.
Dharanayoga Der Yoga der Konzentration als Vorstufe zu Dhyana und
Samadhi.
Dharma Der rechte Weg zu leben, so wie er von den heiligen Schriften als tugendhaft beschrieben wird.
Dharmadasa ein Sklave seiner Pflichten; ein Sklave der Gesetze.
Dharmameghasamadhi Der Zustand des Überbewusstseins oder Samadhi wird
'Wolke der Tugend' genannt, insoweit wie sie ihren Nektar der Unsterblichkeit durch die Kenntnis von Brahman herabregnen lässt, wenn alle subtilen Vasanas (Wünsche) zerstört sind. 'Die Wolke der Tugend' ist der Name für Samadhi im Astanga Yoga des Patanjali.
Dharmaparisat Versammlung der Weisen.
Dharmi Substratum, das Dharma besitzt.
Dhatu Element; Metall; die Lebenskraft im Menschen, von der es heißt, wenn der Yogi sie durch das Zölibat konserviert, dass er Ojas und Tejas (Lebendigkeit und Feuer) entwickelt.
Dhauti Eine Übung zur Reinigung des Magens im Hatha-Yoga.
Dhira beständig; mutig; fest
Dhivasana Der Geist, der seine feinste Stufe einnimmt, und der
dann, wie in einer Knospe, alle Eindrücke der Handlungen (Wünsche) bewahrt.
Dhrti (spirituelle) Geduld
Dhumamarga Der Pfad des 'Rauches', zur Unterscheidung zum Pfad des Lichtes, der vom Jiva auf seiner Reise himmelwärts eingeschlagen wird; Pitryana, der Pfad der Väter oder Mähnen.
Dhvamsabhava die Nicht-Existenz im dritten Augenblick vom Anfang
Dhvani Ton; Klang; der subtile Aspekt der vitalen Sakti des Jiva in der Schwingung;
Dhvanyatmakasabdha Der silbenlose Klang, der durch ein Zusammentreffen
verursacht wird, ist bedeutungslos.
Dhyana Meditation; Kontemplation.
Dhyanagamya durch Meditation erreichbar
Dhyanika mit dhyana oder Meditation verbunden sein
Dhyeya Objekt der Meditation oder der Anbetung; der Sinn, der in einer Handlung steckt
Dhyeyarupa die Form für den Zweck der Meditation
Dhyeyatyaga das Zurückziehen des Objektes in der Meditation; die absolute Erfahrung oder Nirvikalpa Samadhi.
Digambara nackt; nur von den vier Seiten der Welt bedeckt
Digvijaya Die Eroberung der Welt, entweder kulturell oder militärisch
Diksakti Die Macht der Illusion, die das Bewusstsein des Raumes erzeugt.
Dina bescheiden; hilflos
Dinabandhu Freund der Armen und Hilflosen, Gott.
Dinacharya tägliche Aktivitäten
Dinadayalu gnädig gegenüber den Hilflosen zeigen
Dirgha lang; lang anhaltend
Dirghasvapna langer Traum; normalerweise um anzudeuten, wie unrealistisch die Natur der Welt ist
Disa viertel
Distam unsichtbare Kraft im Karma, das mit den Handlungen und den sich daraus ergebenen Früchten verbunden ist; Bestimmung oder Schicksal
Divya göttlich; himmlisch; leuchtend; heilig; übernatürlich
Divyachakshu göttliches Auge
Divyachara göttlich geführte Menschen; ein tantrischer Pfad spiritueller Disziplin, der für die reinen und fortgeschrittenen Sucher von Bedeutung ist
Divyadrsti göttliche Vision
Divyagandha überkörperlicher Duft
Dosha Fehler; Unzulänglichkeit
Dosadrsti Die Vision, die Fehler aufzeigt
Drasta Subjekt; Seher; Wahrnehmer
Dravata flüssiger Zustand
Dravya Substanz
Dravyagrahana das Besitzergreifen von Dingen
Drdha fest; unerschütterlich
Drdhabhumi fest begründet in jeder Beziehung oder Zustand des Yoga
Drdhasamskara gut begründeter mentaler Eindruck
Drdhasusupti Zustand des Tiefschlafs
Drdhata Festigkeit
Drk Seher; Wahrnehmer; Vision
Droha Verrat; Kränkung
Drsta das Sichtbare; Gesehene; das, was wahrgenommen wurde.
Drstanta Beispiel; Illustration;
Drstisrstivada Die Doktrin darüber, dass die Existenz der Welt nur ein
Resultat der Wahrnehmung ist, und dass es nichts jenseits dieser Vorstellung existiert.
Drsya wahrgenommen; gesehen; die Welt; das, was für die körperlichen Sinne sichtbar ist.
Drsyaprapancha die phänomenale Welt, die für das Auge sichtbar ist.
Duhkha Schmerz; Kummer; Sorgen;
Duhkhajihasa der Wunsch, Schmerz und Sorgen zu vermeiden.
Duradrsti ferne Vision.
Duskrta Schwäche; Sünde; üble Handlungen.
Dustanigraha die Vernichtung des Bösen;
Dvadasanta das zwölfte Zentrum; das zwölfte Zentrum wird von manchen als die Hirnanhangdrüse im Kopf identifiziert; - es gibt sechs Zentren im Gehirn und sechs Zentren unterhalb des Gehirns.
Dvaitadvaitavivarjita jenseits von Monismus und Dualismus; ohne beider
Einssein und Zweisamkeit oder Vielfältigkeit
Dvaita-bhava das Gefühl von Dualität
Dvaitavada Dualität; die Doktrin dualer Existenz begründet durch Madhva.
Dvandva gegensätzliches Paar
Dvandvata Zustand der Dualität
Dvandvatita jenseits eines Gegensatzpaares, wie Hitze und Kälte, Hunger und Durst, Vergnügen und Schmerz etc.
Dvarakarana eine mittelbare Ursache; von Maya (der Illusion) wird angenommen, dass sie eine mittelbare Ursache des Universums ist, da der unveränderliche Brahman keine unabhängige Ursache sein kann. Das, was nicht die wirkliche Ursache ist, aber einen Überbringerfaktor der eigentlichen Ursache darstellt, ist die innewohnende Folge, wie z.B. Eisglätte auf der Erde, die wirkliche materielle Ursache befindet sich bereits in der Basis, doch kommt erst durch den Mittler zum Ausdruck.
Dvayam zwei; Paar
Dvayanuka Kieselalge; zweiarmig
Dvesa Hass; Abneigung; Widerwille
Dvija Ein Begriff, um im Allgemeinen auf die ersten drei der vier Kasten der hinduistischen Gesellschaft hinzudeuten; der Zweitgeborene; ein Brahmana
Dviparardha die zwei Hälften des Lebens eines Brahma

Glossar E – G

E
Eka Eins
Ekabhavika Weder männlich noch weiblich; von gleicher Natur
Ekandandi Sannyasin, der nur einen Stab besitzt
Ekadasi Der elfte Tag nach Neumond
Ekadesika Einseitig; lokalisiert
Ekagrata Der Geist, der auf ein Ziel gerichtet/ konzentriert ist.
Ekamevadvitiyam Zeitlos EINS; Brahman
Ekamsa Ein Teil
Ekanta Einsamkeit
Ekantabhava Gefühl der Isolation oder Einsamkeit
Ekantavada Monismus
Ekantika Das Letztendliche; das Absolute
Ekarasa Homogen; uniform; eine Essenz; Brahman
Ekarnava Ein ungebundener See, so wie das Universum in seiner Auflösung beschrieben wird, - die potenzielle Ursache der nächsten Schöpfung, die als Gewässer, Karana, Sarira dieses all-durchdringenden Sees beschrieben wird.
Ekata Einssein; Homogenität; Absolutheit
Ekatva Einheit; Einssein
Ekayana Das Einssein der Gedanken; Monotheismus
Ekoham bahusyam Möge ich, das Eine, viele werden; dieses beschreibt die
primere Idee, die sich selbst von dem einen ungeteilten Sein vor der Schöpfung offenbart hat.
Esantrayam Die drei Arten der Wünsche, d.h. der Wunsch nach Werten, Söhnen und einer Frau.
Evam Auf diese Art und Weise; darum


G

Gada Krankheit oder Fieber; - eine der Waffen von Lord Visnu; Keule
Gadadhara Machthaber des Gada; ein Beiname von Lord Vishnu oder Krishna
Gagana Himmel, Firmament
Gaganavinda Himmelslotus; ein Begriff zur Andeutung auf etwas Unwirkliches oder Nicht-Existierendes, z.B. die Welt
Gamanakriya Das Gehen als Handlung; rechtes Gehen
Gambha Tief; großmütig; Glanz verleihen; großartig; herrisch; gravierend
Gambhirya Feierliches Benehmen
Ganapati Eine Hindugottheit; der göttliche Aspekt, der Erfolg schenkt.
Ganapatya Eine Hindusekte, die Gott als Ganapati verehrt; ein Mitglied dieser Sekte;
Gandha Geruch; Duft
Gandharvanagara Wolkenformationen, die in ihrer Erscheinung ein Bild von
Städten oder Gebäuden vermittelt; alle versponnenen Vorstellungen über die Welt.
Gandhatanmatra Subtiles Prinzip oder Grundelement der Gerüche
Garbhodhaka Urzeitliche Gewässer
Garhapatya Haushalt
Garhapatyagni Eines der drei Feuerriten, die von einem Haushaltungsvorstand abgehalten werden.
Garhastya Die zweite Stufe des sozialen Hindulebens; des Leben eines Familienvaters
Garima Die Macht, durch die ein Yogi außerordentlich schwer wird; eines der acht Hauptsiddhis.
Garva Stolz; Egoismus; Arroganz
Gatagati Kommen und Gehen; der Weg nach dem Tod.
Gati Zustand; Bewegung; Gehen;
Gauna An zweiter Stelle; indirekt.
Gaunabhakti Das Kultivieren von Hingabe durch Rituale zur Vorbereitung auf den Weg der Liebe (Bhakti).
Gaunavrtti Sinngemäße Darstellung als Beispiel: (1) Er ist ein Löwe, - er ist kein Löwe; aber er ist so brav wie ein Löwe; (2) Angi-manavaka: der Schüler ist Feuer, - er ist kein Feuer, sondern er strahlt wie Feuer. Dieses ist die zweite Kraft oder Sakti der Begriffe.
Gayatri Eines der heiligsten vedischen Mantras oder Texte der Hindus.
Gayatrividya Der Meditationsprozess, wo Gayatri als Symbol Brahmans angenommen wird.
Ghanaprajna Vollkommenes und ungeteiltes Bewusstsein
Ghatakasa Der Raum, der durch das Gefäß gebunden wird.
Ghatasuddhi Reinigung des physischen Körpers.
Ghrana Nase
Ghrina Mitleid; Abneigung; Verachtung
Gita Lied; bezieht sich normalerweise auf den heiligen Text der „Bhagavad Gita“; ein philosophischer Text.
Gonaya Ochsenkarren
Gotra Familie; Abstammung; Berg
Graha Griff; Planet; Finsternis
Grahaka Erkenner; Empfänger; das, was wahrnimmt, d.h. die Sinnesorgane.
Grahya Die Sinnesobjekte; reif, um wahrgenommen zu werden
Grama Dorf; Vielzahl; Ansammlung
Granthie Knoten
Grhastha Familienvater
Gubya Geheimnis; Genital
Guda Anus
Gudhavasana Versteckte subtile Wünsche
Guha Höhle
Guhyabhasana Privatgespräch; (eines der ‚Fehler’ eines Brahmacharya)
Guna Angeborene Tugend der Natur
Gunamaya Voller Qualitäten oder Tugenden
Gunasamya Der Zustand, wo die drei Gunas gleichstark ausgeprägt sind; das Absolute.
Gunasraya Bezieht auf die Gunas; Übereinstimmung der Qualitäten
Gunatita Jenseits der Gunas; jemand, der über die Gunas transzendiert wurde
Gunavada Ein Zustand der Qualität
Guni Besitzer der Qualitäten
Guru Lehrer
Gurukrpa Die Gnade des Lehrers.
Gurumantra Mantra, mit dem man durch den Guru eingeweiht wurde

Glossar H

Halasana Die Haltung des Pflug; Nachahmung eines Pfluges in der Haltung;
Hamsamantra Das Mantra „Soham“ wird innerlich automatisch von jedem Menschen bei jeder Ein- und Ausatmung wiederholt.
Hamsayoga Die Lehren von Lord Hari an Brahma und die Kumaras, um ihre yogischen Zweifel zu zerstreuen, wie in der Srimad Bhagavatam beschrieben.
Hana Unbekümmertheit
Hanuman Eine machtvolle Gottheit; der Sohn des Windgottes; ein großer Anhänger von Sri Rama; der berühmte Affengott, der Rama bei dem Kampf gegen Ravana half.
Hari Ein Sein, das alle üblen Taten jener zerstört, die sich zu Ihm zurückziehen: Ein Name von Lord Narayana oder Krishna.
Harsa Hochgefühl: überschwängliche Freude.
Hasya Fröhlichkeit oder Amüsement; Spaß
Hathayoga Ein Yogasystem, um Kontrolle über den physischen Körper und die Lebensenergie zu erlangen; ein System der Asanas, Pranayamas, Bandhas, Mudras und Kriyas.
Hetu Ursache; Grund.
Hetupanya Nutzung des Verstandes
Hetuvabhasa Trugschluss
Himsa Verletzen
Hiranyagarbha Kosmische Intelligenz; Herr des Universums; auch Brahma genannt, kosmisches Prana; Sutratma; Aparabrahman, Maha-brahman oder Karya-brahman; das höchste erschaffene Sein, durch das das absolute Sein
als physisches Universum leuchtet; kosmischer Geist.
Hitanadi Der gebräuchliche Name für verschiedene Nerven, die vom Herzen, wo die individuelle Seele im Tiefschlaf ruht, abgehen.
Hota Der Priester, der die Rig-Veda bei einem Opfer rezitiert
Hrasva Kurz
Hrdaya Herz; wesentliches Zentrum
Hrdaya-dhauti Reinigung des Herzen; Reinigung des Rachens und des
Brustraumes
Hrdayagranthi Der Knoten des Herzens, d.h. Avidya, Kama, Karma
Hrdyaguha Die Kammer des Herzens
Hrdayakamala Lotus des Herzens
Hri Bescheidenheit; die empfundene Scham für falsches Handeln

Glossar I – J

I
Iccha
Wunsch
Icchasakti Die allmächtige Kraft des Wünschens
Ida Der psychische Nervenfluss, der durch das linke Nasenloch strömt; es ist das kühlende Nadi im Gegensatz zu Pingala dem wärmenden Sonnen-Nadi.
Idam Dieses; hier
Idamta Das Dieses!
Indra Der Geist oder die Seele; der Herr der Sinne; eine Hindugottheit; Herr der Himmelswesen; der Regent des Himmels; Regengott.
Indrayala Illusion oder Zauber
Indrajalikamayasadrsa Ähnlicher der Illusion, die durch Illusion oder Zauber
erschaffen wird; unwirkliche Erscheinung, wie in einem Traum.
Indriya Die Sinne der Wahrnehmung; die Sinnesorgane; dieses sind entweder die physischen äußeren Karma-Indrayas (Organe der Handlung) oder die inneren Jnana-Indrayas (Organe des Wissens, der Erkennung oder Wahrnehmung).
Indriyajnana Wissen durch die Sinne bzw. durch Wahrnehmung.
Indriyarthasannikarsa Berührung der Objekten oder Anziehung der Objekte durch die Sinnes-Organe.
Isa Der Herr
Ista Objekt der Wünsche; das erwählte Ideal; die besondere Form einer Gottheit, der man hingegeben ist; ein Opferritus.
Istadevata Die Hauptgottheit
Istamantra Das Mantra der erwählten Gottheit
Istamurti Die favorisierte Form oder ein Bildnis der erwählten Gottheit.
Istapurta Heilige Riten (Ista) und Handlungen zur Wohltätigkeit, wie z.B. das Herrichten öffentlicher Einrichtungen.
Istasiddhi Das Erreichen des gewünschten Objektes oder des Ziels; der Name eines Buches der Vedanta.
Isvarakoti Der Grad (Format) Gottes
Isvarapranidhana Hingabe zu dem Herrn
Isvaraprayatna Gottes Wille
Isvarapujanam Gottesdienst
Isvarasrsti Das, was durch den Herrn erschaffen wurde, wie Elemente usw.
Itara Der andere
Iti Auf diese Weise
Itihasa Epos, ein Buch, dass das Leben und die Abenteuer von Helden beschreibt; - gilt auch für die Mahabharata.

J
Jada Einfältig; unintelligent
Jadajadabheda Der Unterschied zwischen verschiedenen Materieklassen.
Jadasamadhi Der Zustand des Samadhi, der durch den HathaYoga-Prozess erzeugt wird, wo es kein Bewusstsein oder kein Gegenüber gibt, wie im Chaitanya Samadhi der Vedantins.
Jagadguru Weltlicher Lehrer.
Jagat Die sich verändernde Welt
Jagat-vyapara Weltliches Geschäft
Jagradvastha Zustand des wachen Bewusstseins; Bewusstsein des objektbehafteten Universums.
Jagrat Bedingung des Wachzustands
Jala Nicht wirklich; ein Netz; eine Schlinge; Illusion.
Jalakasa Äther, der zusammen mit Wolken und usw. im Topf mit Wasser reflektiert wird, doch weder zum Topf noch zum Wasser gehört.
Jalandharabandha Eine Hatha-Yoga-Übung, wobei das Kinn auf das
Brustbein gepresst wird.
Jalpa Streit; eine Methode der logischen Argumentation.
Janaloka Eine besondere Region der sieben höheren Ebenen; unmittelbar unterhalb von Tapoloka.
Janma Geburt, d.h. in das Sein eintreten.
Japa Die ständige Wiederholung des göttlichen Namens; Wiederholung eines Mantras.
Japamala Rosenkranz, um die Wiederholungen eines Namens, Mantras etc. zu zählen.
Japarahitadhyana Meditation, ohne die Wiederholung eines Mantras.
Japasahitadhyana Meditation mit der Wiederholung eines Mantras.
Jara Hohes Alter
Jarayu Kind im Mutterleib
Jarayuja Lebendgebärende Tiere
Jata Verfilzte Haare
Jatharagni Gastrisches Feuer
Jambunada Gold aus dem Jamboo-Fluss
Jati Schöpfung; Spezies, Klassifikation
Jatismara Die Erinnerung von Ereignissen früherer Leben, egal ob spontan oder durch besonderes Bemühen.
Jatyantaraparinama Die Verwandlung einer Spezies in eine andere.
Jaya Sieg
Jihva Zunge oder Tastorgan, Sprache.
Jijnasa Der Wunsch zu wissen.
Jijnasu Spiritueller Sucher, der um Wissen ringt.
Jitendriya Jemand, der die Indriyas oder Sinne meistert.
Jiva Die individuelle Seele
Jivacaitanya Individuelles Bewusstsein
Jivagrama Lebendige Dinge; eine Vielzahl individueller Seelen oder Individuen.
Jivajivabheda Der Unterschied zwischen einem Individuum und vielen Individuen
Jivakoti Zur Klasse der individuellen Seelen gehörig;
Jivanmukta Jemand, der in diesem Leben befreit ist
Jivanmukti Jemand, der zu Lebzeiten, während des jetzigen Lebens befreit ist/ wurde.
Jivasrsti Das, was durch das Jiva erschaffen wurden, d.h. Egoismus, Ich-haftigkeit usw.
Jivatma Individuelle Seele
Jivesvarabhedha Unterschied zwischen der individuellen Seele und Gott; das Fundament der dualistischen Gedankenschule.
Jnana Das Wissen; die Kenntnis der Wirklichkeit oder Brahmans, das Absolute.
Jnanabhumika Die erreichte Stufe oder der erreichte Grad des Wissens.
Jnanabhyasa Ein allgemeiner Begriff, der für die vedantische Form von Sadhana gebräuchlich ist.
Jnanacakshu Das Auge der Weisheit oder das Auge der Intuition.
Jnanagni Das Feuer des spirituellen Wissens oder der Weisheit.
Jnanakanda Der Teil der Vedas, der sich mit den verschiedenen äußeren Dingen der absoluten Wahrheit befasst; die
Upanishads, die sich mit Param Brahman befassen.
Jnanakara Über die Form der Weisheit; Brahman; Heiliger.
Jnanakasa Der Äther des Wissens; Brahman.
Jnanamarga Der Pfad des Wissens; Jnana Yoga.
Jnanamaya Voller Wissen.
Jnanaistha Im Wissen des Selbst etabliert.
Jnanasakti Die Macht des Wissens; die Allmacht universaler Kräfte des Wissens.
Jnanasphurti Der Blitz/ Funken des Wissens, die Eingebung.
Jnanasvarupa Die Natur oder die Verkörperung des Wissens.
Jnanatantra Der tantrische Text, der vom höheren Wissen handelt.
Jnanayajna Die Verbreitung des Wissens; das Sadhana (die Übung) zum Erreichen des Wissens, das aus dem heiligen Opfer besteht; das Opfer des Individuums für das Absolute.
Jnanayoga Der Pfad des Wissens; Meditation durch Weisheit; ernsthaftes Nachdenken, Kontemplieren über die wahre Natur des Selbst, wie sie von einem Guru gelehrt wird.
Jnanayogi Das Praktizieren der Disziplin gemäß dem Weg des Wissens - nach einem Zeitplan.
Jnanendriya Die fünf Sinnesorgane zur Wahrnehmung.
Jnanodaya Das Dämmern der Weisheit.
Jneya Man kann es wissen; man muss es wissen.
Jyastha Der Älteste; der Beste.
Jyestha Ein Stern.
Jyothi Erleuchtung; Helligkeit; Licht
Jyotirdhyana Die Meditation auf das absolute Licht.
Jyotirmaya Die volle Menge Licht.
Jyotismat Voller Licht
Jyotisvarupa In Form des Lichts.

Glossar K

Ka Brahma; Visnu; Armor; Feuer; Wind; Tod; Sonne; Seele; König; Verbindung; Pfau; Vogel; Geist; Körper; Zeit; Wolken; Klang; Haar; Werte; Freude.
Kaivalya Transzendentaler Zustand absoluter Unabhängigkeit; Befreiung; absolute Glückseligkeit.
Kaivalya-moksa Einmalige Freiheit. Der Jnani erreicht sofort den Jivanmukti-Zustand, wenn er während seines Lebens mit Brahman eins wird. Dieses wird auch Pralaya genannt. – absolute Befreiung.
Kala Teil; Strahl; Kunst; - Zeit; Tod oder Yama;
Kalacakra Das Rad der Befreiung;
Kalasakti Fertigkeiten der Kunst, d.h. in Literatur, Architektur usw.
Kalatita Jenseits von Zeit.
Kalatraputraisana Der Wunsch nach Frau und Kind
Kali Übel; schwarz;
Kaliyuga Die Zeitepoche der Kali; Eisenzeit; die letzte der vier Yugas; das gegenwärtige dunkle, üble Zeitalter;
Kalpa Ein Tag Brahmans. 360 Menschenjahre sind ein himmlisches Jahr. 12000 himmlische Jahre machen ein Caturyuga oder Mahayuga. 71 Mahayugas machen ein Manvatara. 14 Manvantaras (inkl. ihrer zwielichtigen Perioden) machen ein Kalpa von 4.320.000.000 Jahren. Eine Nacht Brahmans ist von gleicher Dauer. Er lebte bereits 100 solcher Jahre. Das Leben Brahmans ist als Para bekannt. Sein Leben dauert länger als irgendein anderes Leben. Die Hälfte davon wird als Parardha bezeichnet. Er hat jetzt die erste Hälfte vollendet und befindet sich am
ersten Tag der zweiten Parardha. Dieser Tag oder Kalpa ist als Svetavarahakalpa bekannt; Kalpa wird auch das Gesetzbuch der Riten genannt.
Kalpana Vorstellung des Geistes; Schöpfung des Geistes.
Kalpanamatra Reine Vorstellungen beruhen nur auf den Vorstellungen des Geistes.
Kalpanika Dieses beruht auf Vorstellungen; fälschlicherweise erschaffen;
Kalpika Vorgestellt oder erschaffen; erträumt;
Kalyana Glücklich; gesegnet.
Kama Wunsch; Leidenschaft; Lust.
Kamagni Feuer der Leidenschaft.
Kamajata Geboren aus dem Feuer der Leidenschaft.
Kamakancana Lust und Werte; - die beiden großen Hindernisse der
Selbstverwirklichung.
Kamamaya Voller Wünsche und Lust.
Kamana Verlangen; die Suche nach Vergnügen; Begierde.
Kamasakti Die Macht der Lust oder Wünsche.
Kamasankalpa Der Gedanke, der aus dem Wunsch geboren wurde.
Kampana Schütteln oder Schlottern; Verdrehen von Muskeln; Zittern des Körpers oder der Glieder.
Kamyakarma Jegliches Handeln, das mit dem Wunsch nach Früchten verbunden ist.
Kancuka Begrenzung; Schutz, mit dessen Hilfe man vom Allwissenden zum Kleinen wird, oder vom Allmächtigen zum Handelnden im Kleinen wird.
Kanda Die Wurzel aller Nadis; das eigroße Zentrum der Nerven, das sich unterhalb der Nabelregion befindet. Kandamula Wurzeln und Knollen
Kanisthakotyadhikari Höhergestellte Persönlichkeit für Untergeordnetes.
Kantha Hals; Nacken
Kanthamula Der Ausgang de Nackens (Hals).
Kapaladhauti Ein Prozess, um den Schleim zu reduzieren: 1. Vatakrama: durch Ein- und Ausatmen. 2. Vyutkrama: durch Wasser, das von außen durch
die Nasenlöcher gegossen wird und aus dem Mund wieder austritt. 3. Sitkrama: der umkehrte Prozess wie 2. (vom Mund durch die Nase)
Kapalarandhra Der Hohlraum des Schädels
Kapata Trügerisch; gerissen.
Kapha Ruhe; eines der drei Anmerkungen zu Ayurveda;
Karali Das Unwahrscheinliche; eine Flamme des Feuers.
Karana Ursache; Grund; die nicht-offenbarte Ursache, die, wenn die Zeit reif dafür ist, Gestalt annimmt; die materielle Ursache des Universums im Zustand der Auflösung, d.h. kosmische Energie in einer potenziellen Bedingung.
Karanabrahman Die höchste und erste Offenbarung des Absoluten;
das Absolute eingeschränkt durch Maya; Saguna Brahman.
Karana-jagat Kausale Welt
Karana-salila Urzeitliche Gewässer; die potenzielle Bedingung kosmischer Energie, die als ein „Gewässer“ eines alldurchdringenden Ozeans beschrieben wird.
Karanasarira Der kausale Körper, (wo das Individuum während des Tiefschlafs ruht, und wo der Intellekt, Geist, und die Sinne zu einer nicht-offenbarten potenziellen Bedingung reduziert sind); dieses ist die unmittelbare Abdeckung er Seele, die als Schutzdecke der Glückseligkeit bekannt ist.
Karanatma Die kausale Seele
Karanavairagya Leidenschaftslosigkeit, die durch Kummer oder durch
erlittenen ‚Schiffbruch’ verursacht wurde.
Karanavaastha Kausaler Zustand oder Bedingung.
Karanaviveka Zufällige Ursache, verursacht durch Unterscheidungsfähigkeit.
Karatalabhiksha Die zusammengelegten Hände als eine Bettlerschale
benutzen.
Karma Handlung. Es gibt drei Arten: Sancita (alle Handlung vergangener Geburten zusammengenommen), Prarabdha (bestimmte Handlungen zusammengefasst, müssen im gegenwärtigen Leben erfüllt werden), und Agami (Karma, das neu durch das Individuum erzeugt wird). Das Karma bindet die individuelle Seele durch das Gesetz von Ursache und Wirkung an das Rad von Geburt und Tod.
Karmabandha Bindungen, die durch Karma verursacht wird.
Karmabhumi Land der Handlungen, die Erde.
Karmabhyaksha Kontrolleur oder Regent der Handlungen (Gott, die Seele)
Karmaja Aus der Handlung oder Prarabdha geboren.
Karmakanda Der Abschnitt der Vedas, der sich nur mit den Riten befasst; die Samhitas und die Brahmanas der Vedas.
Karmapara Vom Karma abhängig.
Karmaphala Die Früchte der Handlungen; die Folgen von Taten in Form von Schmerz oder Vergnügen.
Karmasakshi Zeuge der Handlungen.
Karmasaya Der wahrgenommene Umfang der Handlungen; die Gesamtmenge getaner Arbeit.
Karmavada Die Doktrin des Karma, wobei es heißt, dass jede Handlung, sei sie gut oder schlecht, unausweichlich Vergnügen oder Schmerz nach sich zieht.
Karmayoga Der Yoga selbstloser Handlungen; die Pflichterfüllung, gleichgültig ob gegenüber dem eigenen Körper oder der Welt, im Dienst der Menschheit.
Karmayogi Jemand, der sich der spirituellen Disziplin auf dem Pfad der Handlungen unterzieht.
Karmendriya Organe der Handlung: die Zunge (Sprache), die Hände, Füße, Genitalien und der Anus.
Karta Der Handelnde, das Subjekt der Handlung.
Kartavya Pflicht, die man erfüllen muss, oder zu der man gezwungen ist sie zu erfüllen.
Kartrtva Der Handelnde
Kartrvada Der Bereich, in dem man sich unabhängig bewegt.
Karuna Dankbarkeit; Leidenschaftslosigkeit; Freundlichkeit.
Karunavista Voller Mitleid.
Karya Die Wirkung (als Gegensatz zur Ursache) auf den physischen Körper wird als Karya bezeichnet, im Gegensatz zum kausalen Körper, dem Karana; der Welt;
Hiranyagarbha.
Karyabrahma Hiranyagarbha als Effekt von Brahman.
Karyakaranasambandha Die Beziehung von Ursache und Wirkung.
Karyatattvarthavit Jemand, der die Bedeutung des Wesens aller Handlungen kennt.
Karyavastha Die Bedingung einer Auswirkung.
Karyavimukti Die Befreiung von Handlung; die letztendliche Emanzipation
Kasaya Der subtile Einfluss des Geistes, der durch das Vergnügen beeinflusst wird, Früchte hinterlässt, die beizeiten aufkommen, und den Geist von Samadhi ablenken; verborgene Eindrücke.
Katha Eine Geschichte; Historie.
Kaupina Lendenschurz; wurde früher von den Männern getragen.
Kaya Der physische Körper
Kayaklesa Kränkung und Qual des Körpers
Kayasampat Vervollkommnung des Körpers, sodass er wertvoll ist und damit einen Schatz darstellt.
Kayasiddhi Vervollkommnung des Körpers durch Yoga.
Kayavyuha Eine Anzahl von Körpern (erschaffen von einem Yogi, um sein Prarabdha zu erfüllen)
Kendra Zentrum, Herz.
Kevala Allein; Single; unabhängig; das Absolute.
Kevalanandasvarupa Die Form der Glückseligkeit allein; Brahman.
Kevala asti Nur reine Existenz.
Kevala astitva Der Zustand des absoluten Seins.
Kevalacaitanya Reines Bewusstsein oder reine Intelligenz, ohne Gedanken.
Kevalajnana Absolutes Wissen; Brahma-Jnana.
Kevalakumbhaka Plötzliches Atemanhalten, das weder mit einer Einnoch einer Ausatmung fortgesetzt wird.
Keyura Ein Ornament, das Lord Vishnu an seinem Arm trägt.
Kha Himmel; Äther.
Khecara Was sich am Himmel bewegt; die himmlischen Wesen oder die Vögel.
Khecarimudra Eine Haltung des Hatha-Yoga, wobei der Yogi in der Lage ist zu fliegen.
Khyati Ruf; der Name; Wissen.
Kirita Eine Krone; eines der Ornamente von Lord Vishnu.
Kirtana Singen zu Ehren Gottes;
Kirti Renommee; Ruf
Klesa Bedrängnis; Schmerz
Kosha Hülle; eine Hülle, die die Seele einschließt. Es gibt fünf Hüllen, d.h. die Glückseligkeit, den Intellekt; den Geist, die Lebensenergie und den grobstofflichen Körper.
Koli Stufe; (Sadhana-koti oder die Stufe eines spirituellen Suchers, Siddhi-koti oder die Regeln des perfekten Seins); Zehnmillionen.
Krama Regeln für Rituale.
Kramamukti Fortgeschrittene Vervollkommnung eines Schülers, wobei er sich von dieser Welt hin zu Brahma bewegt und von dort Kaivalya (Befreiung) erreicht.
Kratu Opfer-Handlung: Yajna.
Kriya Körperliche Handlung; insbesondere Übungen im Hatha-Yoga, wie Basti, Neti, Nauli usw.
Kriyadvaita Einssein in der Handlung oder im praktischen Leben.
Kriyajnana Der intellektuelle Prozess, um Svarupajnana zu erreichen.
Kriyamana Die Folge der Handlungen des gegenwärtigen Lebens, die in Zukunft erfahren werden; wie Agami.
Kriyanivrtti Das Loslösen von der Handlung; Emanzipation (Befreiung).
Kriyasakti Die Macht des Handelns.
Kriyayoga Yoga der Handlung; Yoga der Selbstreinigung durch äußeres Dienen oder Gottesdienst.
Krodha Zorn
Krpa Dankbarkeit; Gesegnet-sein.
Krsnadvaipayana Der berühmte Vyasa, der Autor der Mahabharata; der achtzehn Puranas, und der Verfasser der Vedas.
Krsnajina Ein besonderes Tierfell (z.B. Lammfell), das als Sitzunterlage zur Meditation dient.
Krtabuddhi Hochintelligent; rational denkend; unterscheidungsfähig.
Krtakrtya Jemand, der alles getan hat, z. B. ein Jnani.
Krtanasa Zerstörung dessen, was errichtet/ getan wurde; Dank für Handlungen, die getan wurden.
Krtatma Reine Seele, die außerordentlich gütig und aufopfernd ist.
Kruramati Jemand mit einem grausamen Geist oder böser Absicht.
Krurata Grausamkeit; Mitleidslosigkeit
Kshama Vergebung
Kshana Augenblick
Kshanabhangura Jederzeit bereit sein, vernichtet zu werden; außerordentlich kurzlebig; vergänglich.
Kshanika Vergänglich
Kshanikatva Vorübergehend.
Kshara Vergängliche Welt
Kshatradharma Gesetz des Lebens und das Verhalten der KriegerKaste.
Kshatriyavidya Kriegskunst der Krieger-Kaste.
Kshaya Zerstörung; ausdünnen; vermindern; Vernichtung
Kshetra Ein heiliger Ort; aber auch der physische Körper im philosophischen Sinne.
Kshetrajna Das Individuelle oder die absolute Seele.
Kshina Machtlos; schwach;
Kshipta Der Zustand des Umherwanderns des Geistes; der unruhige Geist.
Kshiti Erde
Kshudrabrahmanda Mikrokosmos; menschlicher Körper.
Kuladharma Die Pflichten der Familie.
Kumbhaka Das Atemverhalten (anhalten); Ausschluss des Atems
Kundalini Die vorherrschende kosmische Energie, die sich im Individuum befindet. Sie liegt in dreieinhalb Umdrehungen aufgerollt, wie eine Schlange, mit dem Kopf nach unten, in Richtung auf das fundamentale Muladharacakra.
Kusa Heiliges Gras, das für rituelle Zwecke benutzt wird.
Kutastha Unveränderlich; Jemand, der sich ausnahmslos in allen Lebewesen von Brahma oder dem Schöpfer bis hinab zur Ameise begründet, der als Selbst strahlt und als Zeuge des Intellekts in allen Wesen wohnt; felsenfest; unveränderlich; ein anderer Name für Brahman.
Kutasthacaitanya Das innere Selbst; das individuelle Bewusstsein, frei
von Egoismus.
Kutasthanitya Ewig, ohne jegliche Veränderung; das unveränderliche permanente Selbst. Dieses ist das Gegenteil von Parinami Nitya, das sich ständig Verändernde.
Kutasthata Felsenfestes Sein; das Selbstsein oder Brahman.
Kutira Hütte; Wohnstätte.

Glossar L

Laghava Die Leichtigkeit des Körpers durch die Yoga-Praxis.
Laghima Leichtigkeit, d.h. eines der acht Siddhis der YogaPraxis.
Lajja Scham
Lakshana Zeichen; Definition; Charakteristik; Bedingung.
Lakshanavrtti Die im Klang wohnende Kraft, die die Gedanken mit einer besonderen Qualität hervorbringt, wie z.B. Namen, Formen usw., oder das, was damit direkt oder indirekt verbunden ist.
Lakshya Ziel; Konzentrationspunkt.
Lakshyartha Es lässt darauf schließen, dass … (z.B. das Lakshyarta von Tat = Brahman ist oder das von Tvam = Kutastha ist.
Lauliki Die Wellenbewegung des Bauches von einer Seite zur anderen.
Laulika Weltlich; mit den empirischen Phänomenen verbunden sein.
Laya Auflösung; Vermischen.
Layacintana Die Konzentration des Geistes mit dem Ziel ihn aufzulösen; jene Art der vedantischen Meditation, wo der Geist von groben zu den immer subtileren Gedanken geführt wird, bis er sich im Nicht-offenbarten oder Para Brahman auflöst.
Layakrama Die Order zur Auflösung der Tatvas.
Layasthana Der Ort der Auflösung.
Layayoga Der Prozess der Auflösung der individuellen Seele in
die absolute Seele; ein anderer Name des Nada-Yoga oder Kundalini-Yoga.
Lesavidya Der Weg der Unwissenheit.
Lila Sport; der Kosmos, der aus göttlicher Sicht wie ein Spiel betrachtet wird.
Lilamayi Ein anderer Name für die göttlichen Kräfte, für die die Schöpfung und dessen Auflösung nur als Spiel oder Sport betrachtet werden.
Lilavilasa Die Pracht des göttlichen Sports.
Lina Aufgelöst; vermischt; verloren.
Linga Symbol; Geschlecht; Zeichen; Markierung.
Lingadeha Der Astralkörper; der subtile Körper
Lingasarira Der subtile oder psychische Körper, der insbesondere in der Traumphase aktiv wird und eine eigene Welt erschafft; - die drei Hüllen von Intelligenz, Geist und Lebensenergie, die diesen Körper ausmachen.
Lingatman Das subtile Selbst.
Lobha Begehrlichkeit; Gier.
Loka Die Welt der Namen und Formen.
Lokayata Materialist; Carvaka.
Lokasangraha Solidarität der Welt; das Aufsteigen der Welt.
Loluta Irdische Freuden; Begehrlichkeit; Begierde.

Glossar M

Mada Stolz
Madhukaribhiksha Almosen, die von Tür zu Tür gesammelt werden.
Madhuparka Ein Opfer für den Herrn, das Honig, Joghurt usw.
beinhaltet.
Madhura
Die Haltung eines Devote, die, wie zwischen zwei
Liebenden zum Ausdruck kommt; der Devote schaut
auf Gott als wäre es sein Geliebte(r).
Madhuvidya Die Meditation auf Brahman, wobei die Sonne als ein
Symbol Brahmans angesehen wird.
Madhyama Eine etwas gröbere Form des Klangs.
Madhyamakotyadhikari Eine qualifizierte Person des mittleren Typs.
Madhyamaparinama Mittlere Größe
Madhyamavairagya Mittlere Art des Vairagya (Leidenschaftslosigkeit);
keine intensive Vairagya.
Mahabhuta Vorherrschendes Element.
Mahadbrahma Hiranyagarbha; Sutratma; kosmische Intelligenz.
Mahakalpa
Der große Zyklus; hundert Jahre von Brahma, wenn
sich das das ganze Universum in das Nicht-offenbarte
auflöst.
Mahan Das Große; die Evolution von Prakrti, entsprechend
Sankhya; Brahma oder Hiranyagarbha.
Mahapralaya
Der sintflutartige Regen und die allgemeine Vernichtung der Welt; die letztendliche Zerstörung der gesamten Schöpfung am Ende eines kosmischen Zyklus.
Mahapurusa Eine große Seele; ein Heiliger; der absolute Gott.
Maharaja Eroberer.
Maharloka Die vierte von insgesamt sieben Ebenen oberhalb der
niederen Regionen.
Maharsi Ein großer Heiliger.
Mahat Das Große; das erste Erzeugnis in der Evolution nach
Prakrti, gemäß der Sankhya Philosophie; Intellekt.
Mahatahparah Jenseits von groß; größer als groß; jenseits des Erfassbaren des Intellekts.
Mahatma Große Seele; Heiliger.
Mahattatva Das große Prinzip; das Prinzip von Intelligenz oder
Buddhi; Hieranyagarbha oder Brahma.
Mahattva Größe
Mahavakya
Vier Sätze der Upanishads von großer Bedeutung,
die die höchste vedantische Wahrheit oder die Identität von individueller und absoluter Seele ausdrücken:
1. Prajnanam Brahma (Bewusstsein ist Brahman) – Aitareya Upanishad der Rig-Veda.
2. Aham Brahmasmi (Ich bin Brahman) – Brhadaranyaka Upanishad der Yajur-Veda.
3. Tat Tvam Asi (DAS bist du) – Chhandogya
Upanishad der Sama Veda.
4. Ayam Atma Brahma (Dieses Selbst ist Brahman) – Mandukya Upanishad der Atharva
Veda.
Mahavakyanusandana Frage in die Wahrheit der Mahavakyas.
Mahesvara Großer Herr; Name Sivas.
Mahima Ruhm und Ehre; eines der acht Haupt-Siddhis; die
Kraft an unermesslicher Größe zu gewinnen.
Maitri Freundlichkeit.
Majja Knochenmark; durch und durch…
Makara Die mystische Silbe ‚M’, der dritte Buchstabe der das
OM oder Pranava-Nada vervollkommnet.
Mala
Unreinheit des Geistes; eines der drei Fehler des
Geistes. – Rosenkranz, um die Anzahl der Japas
nachzuvollziehen.
Malavasanarahita Frei von Unreinheiten und subtilen Wünschen.
Malinasatva Unreines Satva; Unwissenheit; Avidya im Individuum.
Mamakara
Ich-haftigkeit; der Gedanke von „dieses ist mein“ in
Bezug auf den Körper und den Dingen, die damit
verbunden sind; wie Frau, Kind(er), Verwandte,
Freund(e), Heim, Besitz usw.
Mamata Ich-haftigkeit.
Mana Respekt; im Sinne von Selbst-Respekt.
Manahkalpitajagat Die Welt, die mithilfe des Geistes oder von Vorstellungen erschaffen wurde.
Manahpranasambandha Die Beziehung zwischen Geist und Lebensenergie.
Manahsuddhi Reinigung des Geistes.
Manana
Andauerndes Denken; Reflexion; Meditation auf die
ewige Verschiedenartigkeit; die zweite der drei Stufen
auf dem Pfad des Wissens.
Mananasakti Die Kraft der Reflexion und Konzentration.
Manas Geist; das Denkvermögen.
Manasah-manah Der Geist des Geistes; der innere Regent, das Selbst
oder Brahman.
Manasapuja
Das gefühlsmäßige Dienen; ein Begriff des ritualbetonten Dienens, dass es für den Devote erforderlich
macht, den gesamten Ablauf des Dienens mental zu
durchlaufen.
Manasika Mental; zum Geist gehörig.
Manasikajapa Das mentale Wiederholen eines Mantras.
Manasikakriya Mentale Handlung.
Manasisakti Die Macht des Geistes; Intelligenz; Verstehen.
Manavadharma Die wesentliche Natur des Menschen; die Religion
des Menschen; die Pflichten des Menschen.
Manda Dumpf; dick.
Mandala
Region; Sphäre oder Ebene, d.h. Suryamandala oder
die Sonnenregion.
Mangalarati
Gottesdienst durch das hin und herschwenken von
Licht vor einem bevorzugten Bildnis Gottes oder irgendeiner ehrenwerten Persönlichkeit.
Manipuracakra Das dritte der yogischen Zentren, das sich in der Nabelregion befindet.
Manisa Unabhängige Macht des Denkens.
Manodharma Natürliche Fähigkeiten des Geistes.
Manojaya Eroberung des Geistes.
Manolaya Die Auflösung des Geistes in seine Ursache.
Manomatrajagat Der Geist ist Welt; die Welt entstand allein aus dem
Geist.
Manomayakosa Eines der Hüllen des Selbst besteht aus dem Geist.
Manomurchakumbhaka Anhalten des Atems, wobei der Geist ins Unterbewusstsein übergeht; eine Variante von Pralaya.
Manonasa Zerstörung des Geistes.
Manonirodha Kontrolle oder Vernichtung des Geistes.
Manorajya Luftschlösser bauen; geistiges Königreich.
Manoratha Der Wunsch des Geistes.
Mantra
Heilige Silbe(n) oder heiliges Wort bzw. eine Abfolge
von Silben oder Wörtern, die wiederholt bzw. reflektiert werden, wodurch man Vollkommenheit oder
Selbstverwirklichung erreicht.
Mantracaitanya Die ruhende Kraft eines Mantras.
Mantrasakti Die Kraft des Namens des Herrn; das Potenzial eines
jeden Mantras.
Mantrasiddhi
Vollkommenheit in der Praxis des Mantrajapa; Meisterschaft über das Devata eines Mantras, wodurch
das Devata dem Devote immer seine Gnade gewährt,
wenn sich der Devote im Gottesdienst an sein Devata
wendet.
Manvatara Der Zeitraum der Manus-Regel, die aus 71 himmlischen Yugas besteht.
Mardava Sanftheit
Marga Pfad; Straße.
Martada Der Sonnengott
Matra Einheit; allein; Element.
Matrmanameya Wissender, Wissen und das Bekannte; derjenige, der
ermisst, das Ermessen, das Ermessene.
Martyaloka Die vergängliche Welt; die Erde.
Marut Eine bestimmte Klasse himmlischer Körper; der
Windgott.
Mathakasa Raum, der entweder durch Tempel, ein Haus oder
einen geschlossenen Raum gebunden ist.
Mati
Gedanke; der Geist, der direkt auf offenbartes Wissen
gerichtet ist und die Praxis, wo man sich der Schriften
erfreut.
Matsarya Eifersucht
Matsyasana
Die Haltung des Fischs eines Hatha-Yogi; - in dieser
Haltung kann man für bestimmte Zeit wie ein Fisch
auf dem Wasser halten.
Matsyavatara Die Inkarnation Gottes als Fisch, entsprechend der
Hindu-Mythologie.
Matsyendrasana
Diese Fisch-Haltung wurde von Bhagavan Matsyendra eingeführt; einem der Pioniere der YogaKultur.
Mauna Die Stille
Maya Die illusionäre Kraft Brahmans; der Schleier und die
projektierende Kraft des Universums.
Mayamohajala Der Zauber oder der Betrug, der durch die Vernarrtheit in Maya hervorgebracht wird.
Mayasabalabrahma
Ein anderer Name für Saguna Brahman oder Isvara
(der Brahman, der mit Eigenschaften versehen und
so mit Maya verschönt wurde)
Mayavada Auch als Mithyavada bekannt; die Theorie der Illusionen; die Doktrin über den phänomenalen Charakter
des Universums.
Mayavi Meister-Magier; großer Zauberer; Brahman.
Mayopadhi
Upadhi oder die offensichtlichen Beschränkungen, die
durch Maya oder die Erscheinungen hervorgerufen
werden.
Medha Die Kraft, den Einfluss des Studiums zu bewahren;
Intelligenz oder Intellekt; die Macht des Verstehens.
Meghakasa
Der Himmel, der in Wasserpartikeln reflektiert wird,
die einem Sprühnebel gleichen, der sich, wie aus
einem existierendem Baldachin aus Wolken, als Folge von Regenschauern in dem sich ausdehnenden
Firmament hängt; - Äther, der sich wie ein Wolkenvorhang darstellt.
Medrudanda Wirbelsäulenkanal
Mimamsa
Eine Anfrage an die Natur der Dinge; die Wissenschaft der philosophischen Logik als Anfrage an das
vedische Wissen; Purvamimamsa oder Uttaramimamsa.
Mitahara Moderate Diät
Mithya Falsch; irreal; Illusion.
Mithyabhimana Falscher Egoismus.
Mithyacara Sündige Führung; Scheinheiligkeit.
Mithyadrsti Die Vision, dass diese Welt unwirklich ist.
Mithyahamkara Wie Mithyabhimana.
Mithyajnana Falsches Wissen.
Mithyajnanamitta Basierend auf falschem Wissen.
Mithyasmabandha Falsche Beziehung.
Mithyavada Phänomenale Doktrin; die Theorie der Illusionen.
Moha
Vernarrtheit; Illusion, die auf falsches Denken und
falsche Identifikation beruht; und getäuschte Verhaftung an …
Moksha
Befreiung; dieser Begriff wird insbesondere auf die
Befreiung von der Bindung des Karmas und dem Rad
von Geburt und Tod angewendet; absolute Erfahrung.
Mrdya (Vairagya) – ein wenig/ geringe Leidenschaftslosigkeit;
Mrduta Sanftmütigkeit; Zartheit.
Mrgatrsna Luftspiegelung in der Wüste
Mrsa Eitel; hohl; falsch; unrealistisch.
Mrtsu Der Tod; Lord Yama;
Mrtyunjaya Der Eroberer des Todes; eines der Namen von Lord
Siva.
Mudhavastha
Eines der fünf Zustände des Geistes; der Zustand
der Unwissenheit oder der Vergesslichkeit bzgl. der
eigenen wahren Natur.
Mudita Selbstzufriedenheit; Freude.
Mudra
Eine bestimmte Art von Übungen im Hatha-Yoga; es
zeigen sich, während dieser Art des Dienens/ Übens,
Symbole in den Händen.
Mugdhata Der Zustand tiefer Vergesslichkeit bzgl. der wirklichen
göttlichen Natur durch Vernarrtheit.
Muhurtam Günstiger Augenblick; ein Zeitraum von 48 Minuten.
Mukhya Vorgesetzter, Chef.
Mukhyaprana Der ‚Chef’ der lebenswichtigen Luft, der Vitalenergie
Mukhyasamanyadhikarana
Der große vedantische Text: „Aham Brahmasmi: Ich
bin Brahman, “ lehrt die Identität der individuellen
Seele mit der absoluten Seele. Hier wird die Seele als
das „Ich“ angesehen, das aktive, und das sich erfreuende Element. Sie ist nicht eins mit Brahman, doch
sie bildet das nominale Selbst, das die Grundlage für
das „Ich“ ist, und das mit Brahman identisch ist. Darum muss das „Ich“ von seiner Umgebung ferngehalten werden, bevor es seine Identität in Brahman wieder findet; dieses ist die allgemeine Auslegung.
Mukhyavrtti Hauptsinnesorgan; die Macht oder Sakti des Wortes.
Mukta Der Befreite.
Muktapurusa Jemand, der von jeder Art von Bindung befreit ist;
jemand, der von Geburt und Tod befreit ist.
Mukti Wie Moksa, Befreiung.
Mula Original; Wurzel; Basis.
Muladhara Das unterste der sechs Yoga-Zentren im Körper.
Muladhauti Reinigung des Anus.
Mulajnana Die Unwissenheit, die jedoch alle Möglichkeiten enthält.
Mulamantra Basis-Mantra; das mächtigste und das bedeutendste
aller Mantras aller Gottheiten.
Mulaprakrti Avyaktam; die subtilste Ursache der Materie.
Mulavidya Wie Mulajnana.
Mumukshu Sucher nach Befreiung.
Mumukshutva Intensives Verlangen nach Befreiung.
Muni
Ein Heiliger; ein disziplinierter Mensch; jemand, der
sich dem Beobachten von Mauna (der Stille) verschrieben hat.
Murccha Stille Hoffnung.
Murkha Dummkopf.
Murtamurta Persönlich und unpersönlich.
Murti Idol.

Glossar N

Nabhi Nabel
Nabbicakra Manipuracakra; der dritte Lotus am Nabel, gemäß
Hatha-Yoga.
Nada
Mystischer Klang (aus der Ewigkeit); die erste
Schwingung, aus dem die ganze Schöpfung hervorgegangen ist; die erste Offenbarung des nichtoffenbarten Absoluten; Omkara oder Sabda Brahman; auch der innere mystische Klang oder Anahata,
auf den sich die Yogis konzentrieren.
Nadabindukalatita Jenseits von Nada, Bindu und Kala in der tantrischen
Idiologie; der absolute Zustand Brahmans.
Nadanusandana Die Frage an den oder die Untersuchung des Anahata Klangs.
Nadi Nerven; Nervenkanal; psychische Ströme.
Nadisuddhi Reinigung der Nadis.
Naga Ein Orden der Sadhus; d.h. die nackten Sadhus.
Naimittika Gelegentlich; nicht täglich oder dauernd.
Naimittika-karma
Obligatorische Riten zu bestimmten Anlässen, wie
z.B. zum Todestag, Sonnen- oder Mondfinsternis
usw.
Naimittikapralaya Gelegentliche kosmische Auflösung, wenn Hiranyagarbha schläft.
Naiskarmya Das Ende der Wirksamkeit von Prakrti; der Zustand
von Handlungslosigkeit (in der Befreiung).
Naistikabrahmacari Jemand, der ein lebenslanges Zölibat gelobt hat und
im Haus seines Lehrers lebt.
Naivedya Essbare Opfergaben für die Gottheiten im Tempel
oder am häuslichen Altar.
Naiyayika Anhänger der Nyaya-Schule, einer indischen Philosophie.
Nakshatravidya Astronomie; Sternenkunde.
Nama Name
Namarupa Name und Form; die Natur der Welt.
Namarupajagat Die Welt der Namen und Formen.
Namarupavyakarana Die Evolution der Namen und Formen.
Namasmarana Die Erinnerung an den Herren durch die Wiederholung seines Namens.
Namrata Demut, Ergebenheit, Bescheidenheit.
Nanabhava Das Gefühl von Vielheit oder Vervielfältigung.
Nanatva Vielheit; Verschiedenartigkeit.
Narasimba
Eine erbitterte Offenbarung Visnus in Form eines
Löwen, um in dieser Inkarnation Hiranyakasipu zu
töten.
Narayana
Ein treffender Name Gottes; der Begriff von etymologischer Bedeutung des Seins, das alle Dinge unterstützt, das es erreichen kann und das, was Ihm hilft,
so zu handeln; - als Kombination von Nara und Ayana verstanden bedeutet es, das Durchdringen aller
Dinge; - jemand, der am Wasser schläft.
Nasika Die Nase, das subtile Riechorgan, das sich nach
außen richtet.
Nasikagra Die Nasenspitze
Nasikagradrsti Der starre Blick auf die Nasenspitze.
Nauli Aus dem Hatha-Yoga Kriya; wobei man den Unterbauch mithilfe der Rektalmuskulatur rotieren lässt.
Navadvarapuri Die Stadt mit den neun Toren, d.h. der Körper.
Navarddhis Die neun weniger wichtigen psychischen Kräfte.
Navavidhabhakti
Neun Formen der Hingabe, d.h. Seinen Namen und
Seine Verehrung zu Herzen gehen lassen, Seinen
Namen singen; sich an IHN erinnern; Gottesdienst zu
Seinen Füßen, Verehrung mit Blumen, Unterwerfung,
sich als Sein Diener zu sehen; Sein Freund sein und
die vollkommene Hingabe.
Neti
Hatha-Yoga Kriya - Nasenspülung oder indem ein
Faden durch die Nasenlöcher gezogen wird; eines
der sechs Kriyas bzw. Reinigungsübungen im HathaYoga.
Neti-neti
„Nicht dies, nicht das“; der analytische Prozess, indem nacheinander alle Namen und Formen negiert
werden, um letztendlich die dahinter liegende Wahr-
heit zu erfahren.
Nididhyasana Tiefe Meditation; die dritte Stufe des vedantischen
Sadhana nach dem ‚Hören’ und ‚Reflektieren’.
Nidra Schlaf; entweder Traum oder Tiefschlaf; auch ein
Name für Yogamaya.
Nigama Zusammenfassung; das fünfte Mitglied eines Syllogismus (Vernunftschluss).
Nigrahasthana Der Ort der Kontrolle und Bestrafung.
Nihsankalpa Das Vermeiden von Gedanken oder Vorstellungen.
Nihsprha Wunschlosigkeit.
Nihsreyas Absolute Glückseligkeit; Moksha.
Nihsvasa Ausatmung.
Nijabodharupa Zustand des Selbstbewusstseins; Satcitananda
Brahman; die Form des wirklichen Wissens.
Nimesa Die Zeit eines Augenaufschlags; ein Augenblick oder
eine Minute.
Nimitta Ursache; Instrument.
Nimittakarana Instrumentale Ursache, wie ein Töpfer, der einen
Tontopf formt.
Ninda Tadel; Zensur.
Nirabhimanata Der Zustand der Ich-losigkeit.
Nirabhimani Jemand, der frei von Egoismus ist.
Niradhara Ohne Unterstützung.
Nirajana
Das Abbrennen von Kampfer und dergleichen; das
Wedeln von Kampfer oder eines Lichts vor dem Bildnis/ der Statue einer Gottheit während eines Gottesdienstes.
Nirakara Formlos.
Niralamba Ohne Unterstützung.
Niramaya Frei von Krankheiten.
Niranjana Fleckenlos.
Niranjanoham Ich bin Fleckenlos rein.
Nirasaya Ohne Zufluchtsort oder Schutz.
Nirasraya Ohne Unterstützung.
Niratisayaghanibhutasakti Unendliche Macht bzw. unendliches Potenzial; konzentrierte grenzenlose Macht.
Niratisayananda Die höchste Glückseligkeit; darüber existiert nichts
mehr.
Nirvadhiatitaram Konstant und überschwänglich.
Niravarana Ohne Schleier.
Niravayava Ohne Mitglieder oder Glieder.
Nirbharata Fülle, erfüllt.
Nirbhaya Furchtlos.
Nirbija Samenlos; ohne Samskaras.
Nirbijasamadhi Nirvikalpa Samadhi, wodurch die Saat von Samskaras durch Jnana befreit wird.
Nirdvandva Jenseits solcher gegensätzlicher Paarungen wie z.B.
Vergnügen und Schmerz.
Nirguna Ohne Eigenschaften.
Nirgunabrahman Das unpersönliche eigenschaftslose Absolute.
Nirlina Nicht aufgelöst.
Nirlitatva Der Zustand des Nicht-berührtseins.
Nirmala Rein; ohne Unreinheiten.
Nirmana Ohne Ich-haftigkeit.
Nirmana Schöpfung
Nirmanacitta Der erzeugte Geist; der erzeugende Geist.
Nirmanakaya Der geschaffene Körper.
Nirmoha Ohne Bindung; ohne Auflösung.
Nirnaya Beschaffung;
Nirodha Zurückgezogen; unterdrückt; Zerstörung.
Nirodhabhumi Der Zustand, wenn der Geist unter Kontrolle steht.
Nirodhaparinama Änderung der Kontrolle.
Niruddha Kontrolliert.
Nirudyoga Ohne Mühe.
Nirukta Etymologie der Vedas.
Nirupadhika Ohne beschränkende Anhängsel.
Nirupana Untersuchung oder Ermittlung.
Nirvana Befreiung; letzte Emanzipation.
Nirvedya Nicht erkennbar.
Nivicarya Ohne irgendein Argument; ohne Logik und Nachfrage.
Nirvicarasamadhi Überbewusster Zustand, wo keine intellektuelle
Nachfrage mehr betsteht.
Nirvikalpa Ohne Veränderung des Geistes.
Nirvikalpasamadhi
Der überbewusste Zustand, wo es weder Geist noch
Dreiklang gibt, d.h. weder Wissenden noch Erkennen
oder Erkanntes. Siehe auch: Asamprajnatasamadhi.
Nirvikara Unverändert.
Nirvisaya Ohne die Aktivität der Sinne; ohne Objekt.
Nivisesa Ohne besondere Charakteristik.
Nirvisesacinmatra Unverändertes alleiniges Bewusstsein.
Nirvisesatya Ohne bestimmte Befügungen.
Nirvitarkasamadhi Überbewusster Zustand, wo es weder Argumente
noch Logik gibt.
Niscaya Bestimmtheit; Überzeugung.
Niscayatmaka Mit fester Überzeugung oder Entschlossenheit.
Niscayavrtti Die Vrtti oder der Zustand des Geistes, wo Überzeugung vorherrscht.
Nirsedha Verbot (Selbstverpflichtung durch die Schrift).
Nisiddhakarma Verbotene Handlungen (gemäß den Vedas oder den
Smrtis).
Niskala Ohne Verzweigung; ungefärbt; fleckenlos.
Niskama Wunschlos.
Niskamabhava Spontanes Gefühl, ohne Motiv; das erwartungslose
Verhalten nach Früchten der Handlungen.
Niskamakarma Handlungen, ohne irgendwelche Früchte zu erwarten.
Niskampana Unerschütterlich.
Niskriya Ohne Handlung; ohne Bewegung.
Niskriyarupa Die Form des Nicht-handelnden; eine Charakteristik
des absoluten Zustands oder Brahmans.
Nistha Standhaftigkeit, ein bestimmter Zustand.
Nitya Ewig; täglich; obligatorisch; permanent.
Nityanityavastuviveka Unterscheidungsfähigkeit zwischen Wirklich und
Nichtwirklich.
Nityabuddhi Die Idee von Stabilität; der Intellekt, der die Welt als
real ansieht.
Nityakarma Die täglichen Pflichtriten, wie Sandhyavandana usw.
Nityamukta Ewige Freiheit.
Nityapralaya Die Auflösung der täglichen Geschehnisse während
des Schlafens.
Nityasarga Die tägliche Schöpfung; das Erwachen des Individuums am Morgen.
Nityasiddha Ewig vollkommen.
Nityasuddha Ewig rein.
Nityasukha Ewig glücklich.
Nityata Die Ewigkeit.
Nityatrpti Ewige Zufriedenheit.
Nityayukta Ewig (mit dem Absoluten) vereint.
Nivrtti Sich aus dem allgemeinen Leben zurückziehen, d.h.
von den weltlichen Dingen.
Nivrttimarga Der Pfad des Zurückziehens oder Sanyasa; der Pfad
der Rückkehr zu Para Brahman.
Nivrttirupa Im Zustand des Zurückziehens und der Loslösung;
Atman oder Brahman.
Niyama
Die zweite Stufe des Raja-Yogas, d.h. innere und
äußere Reinigung, Zufriedenheit, Disziplin, Erforschung des Selbst; Hingabe.
Niyamaka Er ist es, der kontrolliert; Gott oder Isvara.
Niyamavidhi Die Methode, Anweisungen oder Regeln der heiligen
Schriften zu befolgen.
Nrtya Der Tanz. Der Tanz von Lord Sivas ist auch als Tandava Nrtya bekannt.
Nryajna
Humanitärer Dienst an Menschen; eines der fünf
täglichen Opferriten der Familienväter; das Bewirten
von Gästen, der Armen usw.
Nyagrodha Ein indischer Baum; der Sami-Baum
Nyasa Sich zurückziehen, hinlegen.
Nyaya Logik; eines der sechs indischen PhilosophieSchulen

Glossar O P R

O
Ojas Spirituelle Energie; Vitalität; die spirituelle Kraft, die durch Sadhana, Zölibat usw. entwickelt wird.
Om Die heilige Silbe (AUM), die Brahman symbolisiert.
Omkara Wie OM.
Omtatsat Eine Bezeichnung für Brahman; Brahman um Segen bitten, eine feierliche Anrufung für den göttlichen Segen.
Osadhiyoga Yoga, wo Kräuter zur Heilung angewendet werden.

P
Pada Fuß; ein viertel.
Padartha Substanz; Materie
Padarthabhavana Kenntnis der Wahrheit; der sechste der Jnana-Bhumikas oder der Zustand des Wissens, wo der Jnani das innere Wesen und nicht die physische äußere Form der Dinge wahrnimmt.
Padma Lotus; Cakra; ein Name für das „Sonnengeflecht“.
Padmasana Die Lotushaltung; eine Meditationshaltung.
Padya Wasser, das zum Waschen der Füße gereicht wird; eines der sechzehn Ehrungen des Göttlichen bei einem formalen Gottesdienst.
Panca Fünf.
Pancagnividya Die Wissenschaft der fünf Feuer; esoterische Erklärung
der fünf Prozesse des Opferns. Siehe auch: Chhandogya Upanishad.
Pancakshara Mantra des Lord Siva, das aus fünf Buchstaben besteht,
d.h. (Om) Na-mah-si-va-ya.
Pancakosa Die fünf Hüllen der Unwissenheit, die das Selbst umhüllen.
Pancikarana Das Fünffache; gemäß der Vedanta-Schule ist es ein besonderer Prozess, wobei die fünf elementaren Bestandteile des Universums miteinander zu größeren Einheiten vermischt werden, um in verschiedenen Neukomposition
als jeweils neue Einheiten des physischen Universums zu dienen.
Pancikrta Die Neukompositionen, die aus den fünf Elementen entstanden sind.
Pandita Ein gebildeter Mensch; ein Lehrer; ein Mensch der Weisheit.
Panditya Gelehrsamkeit; Lernen; intellektuelle Meisterschaft.
Pani Hand
Papa Sünde; eine schlechte Handlung; Übel; Schwäche.
Papapurusa Personifiziertes Übel; sündiger Mensch;
Para Absolut; anderer; Gegner.
Parabhakti Absolute Hingabe zu Gott, wobei der Devote seinen Istham überall und in allem sieht. Hier übergibt der Devote alle Formen des ritualistischen Gottesdienstes dem höheren Selbst. Dieses führt zu Jnana.
Paradharma Die Pflicht gegenüber anderen.
Paragati Der höchste Zustand; Moksha (Befreiung).
Parakayapravesa In einen anderen Körper gehen; die Macht, durch die der
Yogi seinen Körper verlässt und in einen anderen Körper eingeht und ihn in Besitz nimmt.
Parama Das Höchste; Absolute.
Paramadhama Die absolute Heimstatt; Brahman; Moksha.
Paramahamsa Der vierte oder höchste Grad eines Sanyasin.
Paramakarana Die absolute Ursache aller Ursachen.
Paramanada Absolute Glückseligkeit.
Paramanandaprapti Das Erreichen der absoluten Glückseligkeit.
Paramanu Ein Partikel des Atoms, wie z.B. das Elektron.
Paramapada Absoluter Zustand; Moksha.
Paramarthadrsti Die rechte Vision; Intuition.
Paramarthika Im absoluten Sinne (im Gegensatz zum Relativen).
Paramarthikasatta Die absolute Wirklichkeit; transzendentale Wahrheit; Param Brahman.
Paramasanti Absoluter Frieden.
Paramatma Das absolute Selbst.
Paramavasyata Die absolute Kontrolle über den Geist und die Sinne.
Param-brahma Das Absolute; die transzendentale Wirklichkeit.
Paramesthi Der Gepriesene; ein allgemeiner Name, der für Brahma
oder Hiranyagarbha benutzt wird, und manchmal sogar für Lord Narayana oder für die absolute Purusa.
Paramesvara Der absolute Herr.
Paramjyotih Das absolute Licht; Brahman.
Paraprakrti Die höhere kosmische Energie, durch die der absolute Brahman als individuelle Seele erscheint.
Parasabda Absoluter Klang in einem ungeteilten Zustand; der erste Avyakta-Zustand des Klangs.
Parasamvit Absolutes Wissen oder Bewusstsein.
Parasparadhyasa Das, was sich gegenseitig absolut ausschließt, d.h. der
Körper wird fälschlicherweise für das Selbst und umgekehrt gehalten.
Paratantra Gegenseitig abhängig.
Paratantrasattabhava Eine Möglichkeit der abhängigen Existenz.
Paratpara Größer als groß; höher als hoch.
Paravidya Höheres Wissen; direktes Wissen Brahmans.
Paravairagya Höchste Form der Leidenschaftslosigkeit; der Geist entfernt sich vollständig von den weltlichen Objekten und kann auch nicht zurückgeführt werden, unter welchen Umständen auch immer.
Paravastu Absolute Substanz; Brahman.
Parayana Die absolute Basis; das absolute Rückzugsebene.
Paricchinna Endlich; bedingt; beschränkt.
Parigraha Ergreifen; akzeptieren; bedecken.
Parinama Umwandlung; Veränderung; Folge; Ergebnis.
Parinamanitya Ewige Veränderung; Maya.
Parinamasrsti Schöpfung durch Evolution und tatsächliche Veränderung
gemäß Sankhya.
Parinama-upadana Die materielle Ursache, die sich aus sich selbst entwickelt,
ist als Folge in seinem Wesen eins mit sich selbst, d.h. Pradhana der Sankhyas.
Parinamavada Die Doktrin der Transformation (die Schule des NichtDualismus von Sri Ramanuja) hält daran fest, dass Gott in Wirklichkeit einen Teil seines Seins in das Universum transformiert.
Parinamopadana Die materielle Ursache, die sich aus sich selbst entwickelt,
ist als Folge in seinem Wesen eins mit sich selbst, d.h. Pradhana der Sankhyas.
Pariplana Geschichten zum Rezitieren in bestimmten Intervallen, um das Pferdeopfer zu zelebrieren.
Paripurna Vollkommen; Selbst-Inhalt.
Parispanda Schwingung.
Parivara Zugbegleiter.
Parivrajaka Umherziehender Asket, Mönch oder Sanyasin.
Parivrajya Der Zustand eines umherziehenden Sanyasin.
Paroksha Indirekt; das, was mit den Augen nicht unmittelbar wahrgenommen werden kann.
Parokshajnana Indirekte Kenntnis von Brahman, die durch das Studium
der Vedas usw. erworben wurde.
Paropkara Das Gute und das Wohlergehen anderer; der Dienst an
anderen.
Parvati Eine Inkarnation der göttlichen Mutter; Gemahlin Sivas.
Pasupati Herr der individuellen Seelen (Parsen und das Vieh); eine
Name Lord Sivas.
Pasvacara Berührung mit der Bestie; eine tantrische spirituelle Disziplin für wenig erfahrene Schüler.
Pasyanti Der zweite Zustand oder der subtile Klang, der sich in seiner gröberen Form als wahrnehmbarer Klang über der physischen Ebene offenbart.
Pativatadharma Die Lebensregeln einer keuschen Frau, die ihrem Ehemann hingegeben ist.
Pavana Windgott
Payasa Eine Flüssigkeit, die als Opfergabe (für Gott) mit gekochtem Reis, Milch, Ghee oder geschmolzener Butter, Zucker und Gewürzen zubereitet wird; auch als Paramannam bekannt.
Payovata Eine Art strenger Disziplin, bei der man nur von Milch allein lebt.
Payu Ausscheidungsorgan; Anus.
Phala Frucht; Folge; eines der sadlingas aus dem letzten Kapitel der Brahma Sutras.
Phalahara Früchtediät; gewöhnlich bevorzugt von Yogis, spirituellen Suchern und Verfechtern derartiger Disziplinen.
Pinaka Der Bogen Lord Sivas.
Pindanda Die Welt des Körpers; Mikrokosmos; Kshudrabrahmanda als Gegensatz zum Makrokosmos oder Kosmos (Brahmanda).
Pingala Ein Nadi oder psychischer Nerv, der im rechten Nasenloch endet; es ist der Sonnen-Nadi mit seinem Hitzeeffekt.
Pippala Heiligenfigur (Baum).
Pisuna Betrügerisch; treulos.
Pitambara Himmlische Seidekleider, die mit Gold verziert sind, getragen von Lord Vishnu oder Lord Krishna.
Pitr Der verstorbene Ahnen; eine göttliche Hierarchie wie Yama, mit den verstorbenen Vorfahren; die Mähne.
Pitrloka Die Welt besetzt von der göttlichen Hierarchie der Vorfahren.
Pitryana Der Weg der Väter oder Vorfahren, durch die eine individuelle Seele geht, um Gutes zu vollbringen, und die nach dem Tod in die Region des Mondes aufsteigt, um die Folgen ihrer Arbeit zu genießen. Dieses nennt man Dhumamarga oder den Weg des Rauches.
Pitryajna Die Pflicht den Ahnen zu danken; eines der fünf täglichen heiligen Riten durch den Hausherrn.
Pitrya Mit seinen Ahnen verbunden sein.
Prabhu Herr; Lord.
Prabuddha Erwacht; der letztendlichen Wirklichkeit bewusst.
Pradakshina Umkreisung eines heiligen Platzes, Tempels oder eines Heiligen.
Pradesamatra Gemessen an einer Zeitspanne.
Pradhana Ein Sankhya-Begriff für Prakrti; das Oberste; die Grundlage aller Elemente; unteilbare Materie; die materielle Ursache der Welt laut Sankhya-Philosophie, korrespondierend mit Maya in der Vedanta. Doch unterscheidet er sich von Maya in den folgenden Punkten: es ist wahr; während Maya ein unwirkliches Phänomen ist; es ist vom Spirit unabhängig, während Maya davon abhängig ist.
Pragabhava Zuvor nicht existent.
Prahara Eine Zeitspanne von drei Stunden.
Prajakama Der Wunsch nach Kindern.
Prajapati Schöpfer; eine Hindu-Gottheit, auch als Brahma bekannt;
der Name, den seine zehn Söhne bekamen, die als die Urahnen der menschlichen Rasse gelten.
Prajna Bewusstsein. – Ein Name gemäß der Vedanta Philosophie
für das Individuelle im Kausalzustand (wie beim gesunden Schlaf); die absolute Wirklichkeit erscheint durch den Vorhang eines individuellen Kausalkörpers.
Prajnanaghana Die Masse des Bewusstseins; Brahman.
Prajnatma Das intelligente Selbst; das bewusste interne Selbst.
Prakamya Eine psychische Kraft, bei der der Yogi den Himmel berührt; die Freiheit des Willens; eines der acht HauptSiddhis.
Prakara Methode.
Prakasa Erleuchtung; Licht; Helligkeit.
Prakasaka Erlöser; Erleuchter.
Prakasya Objekt-Offenbarung oder Erleuchtung.
Prakarana Subjekt-Materie; Abschnitt.
Prakaranagrantha Ein Buch, das mit einem bestimmten Teil einer Schrift
verbunden ist, dient dem besonderen Zweck dieses Textabschnitts.
Prakata Offenbarung.
Prakiyagrantha Eine Schrift die sich mit bestimmten Kategorien eines Subjekts befasst.
Prakrtapralaya Kosmische Auflösung am Ende der Hiranyagarbha Zeitspanne, wenn ES befreit wird.
Prakrti Kausale Materie; Sakti; Name der Pradhana der Sankhyas.
Prakrtilaya Das, was mit der Prakrti vermischt ist.
Pralaya Vollkommenes vermischen; Auflösung, d.h., wenn sich der Kosmos (1) mit der unsichtbaren Ursache, der nichtoffenbarten kosmischen Energie, vermischt oder (2) mit der absoluten Wirklichkeit eins wird. Es gibt folgende Auflösungen: Nitya, Naimittika, Prakrta und Atyantika. Die ersten drei sind (1) zuzuordnen und das letzte dem Typ (2).
Pramada Sorglosigkeit; Fehler; Schuld.
Pramana Beweis; Autorität des Wissens.
Pramanacaitanya Bewusstsein des Wissens; die Quelle des Wissens; Beweis.
Pramanagatasandeha Der Zweifel bzgl. der Richtigkeit des Beweises des Wissens.
Pramata Maß; Wissender; das Ego oder Jiva.
Pramatrcaitanya Ein Subjekt, das das erkennende Bewusstsein kennt, das
durch das innere Organ bestimmt wird.
Prameya Objekt des Beweises (Brahman oder die absolute Wirklichkeit); Subjekt der Untersuchung; Objekt des rechten Wissens; messbares oder bekanntes Objekt.
Prameyagatasandeha Zweifel mit Rücksicht auf die Natur Brahmans, dem Objekt des Wissens.
Pramoda Das Vergnügen, das man (nach Priya und Moda, den Attributen des kausalen Körpers) durch die tatsächliche Freude des Objektes erfährt.
Prana Lebensenergie.
Pranajaya Die Meisterschaft über die Pranas, die lebendige Luft; die Eroberung der Lebenskraft.
Pranakendra Das Zentrum des Lebens.
Pranamaya Eines der Hüllen des Selbst, das aus den Pranas und den Karmendriyas besteht.
Prananirodha Die Kontrolle der Lebensenergie.
Pranapratistha Ein tantrischer ritueller Prozess, bei dem ein Symbol einer
Gottheit visualisiert werden soll.
Pranasakti Subtile lebendige Kraft.
Pranatattva Prinzip der lebendigen Kraft.
Pranava Das heilige einsilbige OM.
Pranavadhina Abhängig von Pranava oder OM.
Pranavajapa Wiederholung des OM.
Pranayama Das Regulieren und das Zurückhalten des Atmens; die vierte Stufe des Astanga Yoga.
Pranidhana Die Selbstaufgabe; Unterwürfigkeit.
Prapancavisaya Weltliche Objekte.
Prapatti Einspruch/ Protest gegenüber einem personifizierten (Guru) durch einen Devote, der unbedingt etwas haben möchte bzw. nach Befreiung strebt, doch nicht in der Lage ist dieses selbst zu erreichen, denn er spürt seine Hilflosigkeit. Bei dem Objekt der Begierde kann es sich um irgendetwas handeln, wie z.B. um den verlorenen Besitz oder das Aufgeben von karmisch bedingten Bindungen.
Prapti Eine Kraft, durch die der Yoga alles bekommt; eines der acht Haupt-Siddhis.
Praptiprapya Alles erreichen, was man erreichen möchte.
Prarabdha Ein Teil des Sancita Karma, dass unser gegenwärtiges Leben bestimmt.
Prasada Nahrung, die für einen Gott als Opfer bestimmt ist und nach der Zeremonie von vertrauensvollen Devotes als etwas Heiliges verzehrt wird; Gleichmut; Gnade.
Prasiddha Berühmt; gut bekannt.
Prasraya Leichtgläubigkeit.
Prastanatraya Die drei Eckpfeiler der spirituellen Literatur, d.h. die Upanishads, die Brahma Sutras und die Bhagavad Gita, auf die die ganze Vedanta Philosophie beruht.
Presvasa Die Ausatmung.
Pratibandhaka Das, was die Selbstverwirklichung verhindert; jedes Hindernis auf dem Weg des Sadhana.
Pratibandhakabhava Die Kraft, die die Hindernisse auf dem Weg zur Selbstverwirklichung beseitigt.
Pratibha Intelligenz; Glanz des Wissens; Intuition.
Pratibhasika Illusionen; Erscheinungen.
Pratibhasikasatta Taum-Wirklichkeit; unwirklich wie ein Traum.
Pratibimbavada Die Doktrin, dass die Seele eine Reflexion des Selbst im
Buddhi ist.
Pratijna Gelübde.
Pratika Ein Symbol Gottes für den Gottesdienst und für die spirituelle Kontemplation.
Pratikopasana Meditation, bei der Brahman in einem Symbol gesehen
wird.
Pratiksha Erwartungen.
Pratikulata Ein Zustand des Unfreundlichseins.
Pratima Eine Kopie; ein Bildnis von Gott aus Metall, Holz zur Kontemplation oder für den Gottesdienst.
Pratipaksha Das Gegenteil; feindselig.
Pratipakshabhavana Die Methode, einen gegenteiligen Standpunkt einzunehmen; auf diese Weise kann man z.B. Furcht besiegen und Mut erzeugen.
Pratisamkhyanirodha Das Ende einer abhängigen Handlung des Geistes.
Pratistha Ruf; Ruhm; Name; etabliert sein.
Pratiyoginisakti Die gegensätzliche Kraft.
Pratyabhijna Wissen; erkennendes Bewusstsein; Erinnerung.
Pratyabhijnajnana Wie Pratyabhijna
Pratyagatma Das innere Selbst; Kutastha; Brahman.
Pratyahara Das Zurückziehen der Sinne von ihren Objekten; die fünfte
Stufe von Patanjalis Astanga Yoga.
Pratyaksha Unmittelbare Wahrnehmung; Intuition.
Pratyakshapramana Der Beweis der direkten Wahrnehmung oder Intuition.
Pratyakshatva Die unmittelbare Verwirklichung oder göttliche Erfahrung.
Pratyakshyogya Reif für die direkte Wahrnehmung.
Pratyavaya Die Sünde der Bevollmächtigung.
Pratyaya Die Ursache; mentales Bemühen; Vorstellung; die Idee der
Unterscheidung.
Pravrajin Der Wandermönch.
Pravrttimarga Der Pfad der Handlung oder des Lebens in der weltlichen
Gesellschaft oder des Lebens nach weltlichen Gesetzen.
Pravrttivijnana Ein quasi äußeres Bewusstsein.
Prayascitta Buße; Kränkung.
Prasyacittakarma Büßende Handlung; körperliche Kränkung; Buße.
Prayatna Bemühung.
Prayojana Ergebnis; Früchte; das absolute Ende.
Prema Göttliche Liebe.
Premabhava Gefühl der Liebe.
Prerana Bestätigung; Impuls; Drang.
Priya Glückseligkeit; Freude auf ein geliebtes Objekt.
Prthivi Das Erdelement mit seiner Dichte und seinem Duft ist der Charakter des Irdischen.
Prthivitattva Das Prinzip des Erdelements.
Puja Gottesdienst; Gottesverehrung.
Punya Tugend; Verdienst.
Punyapunya Tugend und Untugend; verdient und unverdient.
Punyamati Tugendhafte Neigung.
Puraka Eingebung; Einatmung.
Purascarana Eine Disziplin, die aus der Wiederholung eines Mantras
besteht, so oft wie Buchstaben in ihm enthalten sind. Dieses wird zusammen mit einer Diät durchgeführt, wobei die Anzahl der Wiederholungen (Japa), die pro Tag bzw. Sitzung ausgeführt werden sollen, vorgegeben ist.
Puritat-nadi Eines der Astral-Kanäle im Körper.
Purna Vollkommen; absolut; unendlich; Brahman.
Purnayopgi Ein vollkommener Yogi.
Purnoham Ich bin vollkommen, das Absolute, das Unendliche; ich bin
Brahman.
Purta Die Konstruktion von Auffangbecken zu wohltätigen Zwecken.
Purusha Das absolute Sein; ein Sein, das sich im Herzen befindet.
Der Begriff wird auf den Herrn angewandt. Die Beschreibung bezieht sich auf das Selbst, das im Herzen aller Dinge wohnt. Um einen Unterschied zwischen Bhagavan oder dem Herrn zum Individuum zu machen, wird ER als Param
(die Höchste) Purusa bezeichnet.
Purushartha Menschliches Bemühen; individuelle Aufwendungen; rechte Aufwendungen; Dharma, Artha, Kama und Moksha; das menschliche Ideal.
Purusottama Das Absolute; der Herr des Universums.
Purmimamsa Der Name der Philosophie des Heiligen Jaimini, die sich
auf den Teil der Vedas bezieht, der sich mit Opferhandlungen und anderen religiösen Zeremonien befasst.
Purvapaksha Auf den ersten Blick.
Pusan Der Sonnengott.
Pusti Die Nahrung.
Putresti Ein heiliger Ritus mit dem Ziel, einen Sohn zu bekommen.
Pupa Erscheinung; Form; Sicht; Vision.
Pupasakti Die Kraft, die Formen erschafft.

R
Racana Schöpfung.
Raga Blinde Liebe; Ablenkung; Bindung der Seele an das Universum.
Ragadvesa Ablenkung und Widerwille; Mögen und Nichtmögen; Liebe und Hass.
Raga-ragini Melodische Strukturen in der Musik.
Raja König.
Rajarajesvari Der Name für die Inkarnation einer Sakti, die das Absolute, das Göttliche oder die kosmische Kraft repräsentiert.
Rajarsi Einer, der sowohl ein König als auch ein Seher spiritueller Wahrheit ist.
Rajas Eines der drei Aspekte der Eigenschaften kosmischer Energie; das Prinzip der Dynamik in der Natur, die alle Veränderungen hervorbringt, wodurch die relativen Erscheinungen des Absoluten als Universum projiziert werden; diese Qualität erzeugt Leid und Ruhelosigkeit.
Rajasahamkara Egoismus, der aus Leid und Aktivität hervorgeht.
Rajasika Leidenschaftlich; aktiv; ruhelos.
Rajasurya Eine Opferhandlung eines Monarchen, als Kennzeichen seiner Macht über andere Königreiche.
Rajayoga Ein Yogasystem; der königliche Yoga der Meditation; das Yoga-System, von dem im Allgemeinen als dem Astanga Yoga (dem achtgliedrigen Yogapfad) von Pantanjali gesprochen wird.
Rajjusarpanyaya Die Analogie vom Seil und der Schlange, um die Erscheinungen der Welt in Brahman zu illustrieren.
Rakta Blut; rot; verliebt.
Rasa Das Wesen der Freude; Wasser; Geschmack; süßes Gefühl; Brahman.
Rasakrida Transzendentaler Sport, den Lord Krishna mit den Gopis von Brindavana gespielt hat. (auch: Rasa lila)
Rasana Zunge; Geschmacksorgan.
Rasasvada Die Essenz oder die Glückseligkeit des Savikalpa Samdhi schmecken; dieses ist ein Hindernis der höheren advaitischen Wirklichkeit, denn es hält den Meditierenden davon ab, Nirvikalpa Samadhi oder Asmaprajnata Samdhi zu
erreichen.
Rasatanmatra Die subtile Essenz des Geschmacks.
Ratipriti Intensive Bindung und Liebe; Freude, die durch körperliche Liebe bestimmt wird.
Ratna Juwel; das Beste.
Rddhi Höchstes Gefühl; Werte. Es gibt neun Begeisterungsstufen, die auf einen Yogi zukommen, wenn er im Yoga voranschreitet, wie z.B. die übernatürlichen Kräfte (Siddhis sind Rddhis); beides sind große Hindernisse im Yoga.
Racaka Ausatmung.
Retas Kraftvolle Samen.
Rik Mantras Verse der Rg Veda.
Rocaka Vergnügen hervorrufen.
Romanca Verzückung; eine Stufe des Bhakti Bhava.
Rsi Heiliger; Seher der Wahrheit.
Rsiyajna Studium der Schriften, um die Wahrheit der Seher zu erfahren; eines der fünf Opferriten zur täglichen Ausübung der Haushaltungsvorstände; auch als Brahmayajna bekannt.
Rta Wahr; korrekt; wirklich.
Rtambharaprajna Bewusstsein; voller Wahrheit (gemäß dem Raja Yoga von Patanjali)
Rtvik Ein Priester, der ein Opfer zelebriert.
Ruci Geschmack; Appetit; mögen; Wunsch.
Rudraksha Das Auge von Lord Siva; - eine Beerenart, dessen Samen,
als Rosenkranz gebunden, von einigen Sekten am Hals, Arm, Kopf usw. aus Verbundenheit mit Siva getragen werden.

Glossar S

Sha Sie.
Sabda Klang; Wort; Vedas; Omkara.
Sabdabheda Nur der Unterschied in den Wörtern (Namen).
Sabdabrahma Das Wort des Absoluten; Omkara oder Veda.
Sabdantara Unterschied der Wörter oder Begriffe.
Sabdapramana Spiritueller Beweis.
Sabdatanmatra Das subtile Prinzip des Klanges.
Sabda Einheit; Versammlung.
Sabijasamadhi Savikalpasamadhi, wobei die Saat der Samkaras nicht
zerstört wird.
Saccidananda Existenz-Wissen-Glückseligkeit; Absolut; auch: Sat-citananda.
Saccidanandasagara Der Ozean von Existenz-Wissen-Glückseligkeit; ein metaphorischer Ausdruck; ein Vorschlag für die Beschreibung der unbeschreiblichen absoluten Wirklichkeit.
Sacetana Besessen von Bewusstsein.
Sadacara Rechte Führung.
Sadaikarasa Ewige homogene Essenz.
Sadajagrat Ewig wachsam.
Sadayatana Die Heimstatt der sechs Sinne.
Sadbhasana Rechtes Sprechen.
Sad-darsana Die sechs Gedankensysteme; sechs Philosophien der
Hindus, d.h. Nyaya, Vaisesika, Sankhya, Yoga, Mimamsa und Vedanta.
Sadguna Gute Qualität; außerordentliche Qualität.
Sadharana Allgemein.
Sadhaka Spiritueller Schüler; jemand, der sich anstrengt, um ein
Objekt zu erreichen.
Sadhana Eigenes Bemühen; Werkzeug; Gerät; spirituelle Praxis.
Sadhanacatustaya Die vier Arten spirituellen Bemühens: Unterscheidungsfähigkeit, Leidenschaftslosigkeit; die sechsfachen Tugenden und der Wunsch nach Befreiung.
Sadharanakarana Allgemeine Ursache.
Sadharmya Zum Gesetz des göttlichen Seins und göttlicher Handlungen werden.
Sadhu Rechtschaffender Mensch; ein Sanyasin.
Sadi Zu Anfang.
Sadrsaparinama Homogene Veränderung; Veränderung in den eigenen
Bedingungen; eine Veränderung, die sich nicht vom Original unterscheidet, wie das Gold eines Ohrringes.
Sadrsyata Ähnlichkeit
Sadurmi Die sechs Wellen, d.h. Kummer, Illusion, Hunger, Durst,
Zerfall und Tod.
Sadvicara Rechtes Hinterfragen; das Hinterfragen in die Wahrheit.
Sadvikara Die sechs Veränderungen des Körpers, d.h. Existenz,
Geburt, Wachstum, Veränderung, Zerfall und Tod.
Sadyomukti Sofortige Befreiung.
Sagunabrahma Das absolute Sein mit den Qualitäten, wie Erbarmen,
Allmacht, Allwissenheit usw., zur Unterscheidung vom unteilbaren Absoluten.
Sah Er.
Sahaja Natürlich; wahr; ursprünglich.
Sahajakumbhaka Die natürliche Zurückhaltung des Atems.
Sahajananda Der Zustand von Glückseligkeit, der sich natürlich eingestellt hat.
Sahajanirvikalpasa Natürlicher nicht-dualer Zustand des brahmischen Bewusstseins.
Sahajanistha Natürliche Begründung; Begründung in die eigene wesentliche Natur von Saccidananda.
Sahajavastha Überbewusster Zustand, der sich auf natürliche Weise einstellte und andauert.
Sahakarimatra Nur ein Hilfsfaktor (Maya ist ein Hilfsfaktor für Brahmans
Weltprojektion).
Saham Ich bin sie (Mantra der Saktas - Der weiblichen Kräfte).
Sahasrara Eine Region auf dem Kopf in Form eines 1000-Blättrigen
Lotus, wo Kundalini-Sakti sich mit Lord Siva vereint.
Sahastita Koexistenz.
Saiva Jemand, der Lord Siva als den höchsten Herrn ansieht; mit Lord Siva verbunden sein.
Sajatiyabheda Unterscheidung, wobei ein Individuum sich vom anderen
unterscheidet, wie z.B. Mann und Frau.
Sakala Mit allen Teilen; alles.
Sakamabhakti Hingabe mit der Erwartung von Früchten und selbstsüchtigen Motiven.
Sakamabhava Verhalten oder Gefühl, wobei der Wunsch als Antrieb gilt.
Sakara Eine Form haben (im Gegensatz zu Nirakara).
Sakha Teilung; Zweig.
Sakhya Die Eigenschaft eines Devotes, die sich in der Beziehung eines Freundes zu Gott ausdrückt, wie z.B. bei Arjuna, Uddhava und die Kuhhirten von Brindavana.
Sakshatkara Direkte Verwirklichung; Erfahrung des Absoluten; Brahmajnana.
Sakshi Das bezeugende Prinzip; Seher; Kutastha, der passiv die Handlungen des Körpers und der Sinne beobachtet; Zeuge.
Sakshibhava Das Verhalten, immer ein Zeuge zu bleiben.
Sakshicaitanya Bezeugende Intelligenz oder bezeugendes Bewusstsein.
Sakshicetana Die bezeugende Seele; Kutastha; wie Sakshicaitanya.
Sakshidrasta Das bezeugende Subjekt; bezeugender Seher.
Sakta Jemand, der die göttliche Mutter Sakti als höchste Gottheit ansieht; mit Sakti verbunden sein.
Sakti Macht; Energie; Kraft; die göttliche Kraft des Werdens; der offenbare, dynamische Aspekt des ewigen Seins; die absolute Macht oder die kosmische Energie.
Saktipata Der Abstieg der Macht (durch Upasana).
Saktisancara Das Übertragen von Kräften auf einen Schüler durch den
Guru.
Salabhasana Haltung aus dem Hatha-Yoga: „Heuschrecke“.
Salokya Sich auf derselben Ebene oder auf der Welt als Gott
befinden.
Sama Gleichmut; Kontrolle des Geistes; ein friedlicher Geist; der Geist wird im Herzen bewahrt und nicht nach außen gelassen; die konstante Ausrottung mentaler Neigungen gemäß Aparoksha Anubhuti von Sankara.
Smabhavana Ein Gefühl des Gleichmuts.
Samadhana Rechtes Konzentrieren.
Samadhi Der Zustand des Überbewusstseins, wo die Absolutheit erfahren wird, die von Allwissenheit und Freude begleitet ist; Einssein; hier wird der Geist mit dem Meditationsobjekt eins; der Meditierende und das, worauf meditiert wurde, der Denker und der Gedanke werden eins, bei vollkommener Auflösung des Geistes.
Samadrsti Gleiche Vision.
Samana Eines der fünf Pranas oder Lebensenergien des menschlichen Körpers, das die Verdauung steuert.
Samanadhikarana Koordination; die Beziehung, die von einem allgemeinen
Untergrund (Brahman) ausgeht; der Äther eines Topfes und der Äther einer Wolke haben eine gemeinsame Grundlage, d.h. den universalen Äther, wobei sich Topf und Wolke nur in ihren Erscheinungsformen unterscheiden.
Samanvaya Einigung; eine Übereinstimmung aller Upanishads, indem die höchste Wirklichkeit nachgewiesen wird.
Samanya Allgemein; von allgemeiner Natur.
Samanyaguna Allgemeine Qualitäten.
Samanyavastha Ungeteilter Zustand; nicht-offenbarter Zustand.
Samanyavijnana Reines Bewusstsein; homogene Intelligenz; Kustastha;
Brahman.
Samarasatva Ein Begriff, der normalerweise für sexuelle Vereinigung
angewendet wird, aber auch für die Vereinigung von Kundalini Sakti mit Siva im Kopf; Vermischung vom ‚Werden’ im ‚Sein’.
Samasti Ein integriertes Ganzes derselben Klasse der Einheit, d.h. Samasti-buddhi (kosmische Intelligenz).
Samasta Der ausgeglichene Zustand des Geistes.
Samatva Gleichmut (unter allen Umständen); Gleichmut gegenüber Freund und Feind, Schmerz und Vergnügen.
Samavaya Verbindung; Einheit; konstante und untrennbare Verbindung; die Existenz einer Sache in einer anderen.
Samavayakarana Erkenntnis der Ursache.
Sambandha Beziehung; Verbindung.
Sambhavimudra Der leere nach außen gerichtete Blick eines Hatha-Yogi,
bei dem der Geist gleichzeitig nach innen gerichtet ist;
Sambhuti Geburt; Original; Erzeugnis.
Samhara Zerstörung.
Samhita Sammlung; eines der beiden Haupteile der Vedas, die Hymnen und heilige Formulierungen enthält; der zweite Teil sind die Brahmanas.
Samipya Gott nah sein.
Samit Heiliger Brennstoff.
Samjnana Bewusstsein; Intelligenz.
Sampat Vollkommenheit, Werte; Tugenden. (auch: Sampatti)
Sampradaya Sekte; Sitte; der Pfad der Handlungen.
Samprajnatasamadhi Zustand des Überbewusstseins, im Dreiklang: der Meditierende, die Meditation und das Meditationsobjekt; Savikalpasamadhi.
Samprasada Friede; Klarheit; Ruhe; Gleichmut.
Samprayoga Berührung der Sinne mit den Objekten.
Samsara Der Lebensprozess durch wiederholte Geburten und Tode; der Prozess des weltlichen Lebens.
Samsaracakra Das Rad von Geburt und Tod.
Samsaya Zweifel.
Samsayabhavana Ein Gefühl von Zweifel.
Samslesa Gegenseitige Umarmung; intime Verbindung.
Samskara Eindruck; zeremonielle Reinigung vor der Geburt eines Kindes.
Samskaraskandha Eine Gruppierung aller Eindrücke.
Samsrti Wie Samsara.
Samuccayavada Die Doktrin, dass Karma und Jnana, d.h. beide für die
Selbstverwirklichung notwendig sind.
Samvara Zurückhaltung; eine buddhistische Form der Beobachtung.
Samvit Wissen; Bewusstsein; Intelligenz.
Samvrtti Relative Wahrheit; verborgen; verdeckt; unterdrückt.
Samyadarsana Die rechte Wahrnehmung; höchste advaitische Verwirklichung; vollkommenes Wissen.
Samyama Völlig zurückgezogen; Gleichmut, Konzentration, Meditation und Samadhi unter allen Bedingungen.
Samyavastha Zustand des Gleichmuts; Harmonie der drei Gunas; der
Zustand des nicht-offenbarten Seins.
Samyogasambandha Verwirklichung bei Berührung, z.B. Schlägel und Trommel.
Samyukta Vereint; verbunden.
Sananda Mit Glückseligkeit (eine Form des Samadhi).
Sanatana Ewig.
Sanatana-dharma Ewige Religion.
Sacarana Bewegung.
Sancitakarma Die Summe aller Handlungen während zahlloser vorangegangener Geburten, woraus ein Teil im jetzigen Leben des Jiva abgearbeitet wird.
Sandhyavandana Eine religiöse Waschung und Gebete unter Zweitgeborenen der Hindus, was morgens, mittags und abends durchgeführt wird.
Sandilyavidya Der Meditationsprozess auf Brahman, als den idealen
innewohnenden Geist in seinem alldurchdringenden Aspekt.
Sanga Bindung; Begleitung.
Sangatyaga Sich von der Bindung zurückziehen.
Sangraha Versammlung.
Sangrahabuddhi Der Intellekt, der umherwandern und besitzen will.
Sankalpa Gedanke; Wunsch; Vorstellung.
Sankalpamatra Bloßer Gedanke; existiert nur in Gedanken.
Sankalparabita Gedankenlos; ohne Idee.
Sankalpasunya Das Vermeiden von Gedanken.
Sankalpavikalpa Gedanke und Zweifel.
Sankhya Ein Philosophiesystem, das durch Kapila begründet wurde.
Sankoca Zögern; Kontraktion.
Sanmatra Bloße Existenz; bloßes Sein; nur das, was ist.
Santa Friedvoll; ruhig; gleichmütig.
Santirupa Friedfertig.
Santosa Zufriedenheit; Freude; Glücklichsein.
Sanyasa Zurückziehen von den gesellschaftlichen Pflichten; die letzte Stufe des Hindu-Lebens, d.h. die Stufe spiritueller Meditation.
Sanyasi(n) Ein Mönch, der sich völlig zurückgezogen hat; die vierte Stufe oder die höchste Stufe im Leben, d.h. Sanyasa.
Sarana Zuflucht.
Saranagati Selbst-Hingabe; kommt vor der Zuflucht.
Saranagatiyoga Yoga der Selbst-Hingabe; Bhakti Yoga.
Sarira Körper.
Sarpadevajanavidya Die Kunst der Schlangenbeschwörung und die Kunst des
Feuerschluckens.
Sarupya Dieselbe Form wie Gott haben.
Sarva Alles.
Sarvabhokta Jemand, der sich an allem erfreut; ein Beiname des absoluten Herrn.
Sarvabhutantaratma Das innere Selbst allen Seins.
Sarvadesika Überall gegenwärtig sein.
Sarvaduhkhanivrtti Das Beseitigen aller Schmerzen.
Sarvagata Allgegenwärtig.
Sarvahimsavinirmukta Gegen aller Art von Verletzung sein.
Sarvajna Allwissend.
Sarvakalyana Alle guten Qualitäten.
Sarvakarana Die Ursache von allem; Kausalität der Schöpfung, der
Erhaltung und der Zerstörung.
Sarvakaranakarana Die Ursache aller Ursachen.
Sarvakarta Der Macher aller Dinge.
Sarvangasana Körperhaltung im Hatha-Yoga; sie beeinflusst die Schilddrüse und damit den gesamten Körper.
Sarvaiyantratma Die innere Seele, die alles kontrolliert.
Sarvantaryami Der innere Regent, der alles kontrolliert.
Sarvapindavyapi Das, was alle Körper durchdringt.
Sarvapranihiteratah Immer an das Gute im Menschen glauben.
Sarvasakshi Zeuge von allem.
Sarvaktisamanvita Mit aller Macht; allmächtig.
Sarvasankalparahitah Frei von allen Gedanken.
Sarvasastrarthavetta Kenner der Bedeutung aller Schriften.
Sarvatitavadi Jemand, der dafür eintritt, dass die Wahrheit transzendent ist.
Sarvatmakatva Universalität; der Zustand als wäre man die Seele aller Dinge.
Sarvatva Der Zustand als wäre man alles.
Sarvavit Allwissend.
Sarvavyapi Alldurchdringend; allgegenwärtig.
Sarvesvaratva Absolute Regentschaft über allem.
Sarvopadanatva Der Zustand als wäre man die materielle Ursache von allem.
Sarvosmi Ich bin alles.
Sasmita Mit dem Gefühl der Individualität oder dem egoistischen Gefühl von „Ich existiere“ (eine Art von Samadhi).
Sastra Heilige Schrift; Texte mit Autorität.
Sasvatapada Ewige Heimstatt.
Sat Existenz, Sein; Wirklichkeit; Wahrheit.
Satavadhana Einhundert Dingen gleichzeitig Aufmerksamkeit schenken.
Satcakranirupana Das Untersuchen der Beschaffenheit der sechs Cakras.
Satkama Der reine Wunsch (eines befreiten Heiligen); der Wunsch nach Befreiung.
Satkarma Rechtes Handeln. – Reinigungsprozess im Hatha-Yoga, d.h. Neti, Dhauti, Nauli, Basti. Kapalabhati und Tratak.
Satkaryavada Die Doktrin, die daran festhält, dass die Auswirkung in der Ursache enthalten ist, und dass der Effekt nur eine Veränderung der Ursache darstellt.
Satsamanya Homogene Essenz; Sein; Brahman.
Satsampat Sechs Werte, d.h. Sama, Dama, Uparati, Titiksha, Sraddha und Samadhana.
Satsanga Gemeinschaft mit spirituell Gleichgesinnten, mit Heiligen usw.
Satsankalpa Reines Wünschen; vollkommener Wille; aufrichtiges Auflösen.
Sattasamanya Homogene Existenz; absolute Existenz; Brahman.
Satva Licht; Reinheit; Wirklichkeit.
Satvaguna Qualität des Lichts, der Reinheit und der Güte.
Satvagunapradhana Licht-durchflutet; voller Licht.
Satvapatti Die vierte Stufe von Jnana, wo es zum Überfluss von
Satva, Reinheit oder Licht kommt.
Satvasamsuddhi Reinheit des Herzen; Reinheit der Gefühle; die Zunahme
von Licht und Reinheit.
Satya Wahrheit; Brahman oder das Absolute.
Satyakama Derjenige, dem es nach der Wahrheit verlangt.
Satyasankalpa Reiner Wille.
Satyatva Zustand der Wahrheit.
Sauca Innere und äußere Reinigung; eines der vier NiyamaRegeln im Astanga Yoga.
Savayava Mit den Gliedern.
Savicara Mit sorgfältiger Begründung bzw. Hinterfragung.
Savikalpa Mit Zweifel; Veränderung.
Savikalpasamadhi Samadhi mit dem Dreiklang von Kenner, Wissen und
Gekanntem.
Savisesa Die Unterscheidung durch Qualitäten, die durch Attribute bestimmt werden.
Savisesabrahman Brahman mit Attributen; Saguna Brahman.
Savisesatva Sich bestimmter Attribute bewusst sein.
Savitarka Durch Logik und Argumente.
Savitarkasamadhi Samadhi durch Argumentation.
Sayujya Mit Gott eins werden.
Sesa Gleichgewicht; Rest.
Seva Dienst.
Siddha Verwirklicht; vervollkommnet; ein vollkommener Yogi.
Siddhanta Eingeführte Grundsätze oder Doktrin.
Siddhantavakhyasravana Über niedergeschriebene Schlussfolgerungen oder etablierte Wahrheiten hören, wie beim Studium der Vedanta; zur richtigen Schlussfolgerung kommen.
Siddhasana Eine meditative Haltung.
Siddhi Vollkommenheit; psychische Kräfte.
Siksha Anweisungen; Lehren.
Sirovrata Ein Gelübde bzgl. des Kopfes, wobei Feuer auf dem Kopf getragen wird oder der Kopf geschoren wird; Sanyasa.
Sirsasana Umkehrhaltung; Kopfstand im Hatha-Yoga.
Sivapada Im Zustand von Lord Siva; gesegnet sein.
Sivoham Ich bin Siva.
Sloka Gebete; ein Vers, der im Allgemeinen aus 32 Buchstaben besteht.
Smarana Erinnerung.
Smarta Verbunden sein mit oder erfreut sein über die Smrti (Schriften).
Smrti Erinnerung; Gesetzbuch.
Smrtihetu Ursache der Erinnerung.
Sneha Freundschaft.
Sodana Reinigung durch die sechs Prozesse, dem ersten Teil im Hatha-Yoga.
Sodasi Ein besonderer Aspekt der Göttin in einem 16jährigen Mädchen; das Brahmavidya der Saktas, bestehend aus 16 Buchstaben; eine Veränderung des Agnistoma Opfers.
Soka Kummer
Sokamayata Der Wunsch nach Gott.
Sosana Trocknen.
Spanda Bewegung; Schwingung.
Spandabhasa Reflexion der Schwingung oder Bewegung.
Spandavastha Zustand der Schwingung oder Bewegung.
Sparsa Das Gefühl durch die Berührung der Haut.
Sparsana Berührung.
Sparsatanmatra Der Eindruck auf den Geist durch das Hören eines
Klangs.
Sphota Die Offenbarung durch einen Gedankenblitz.
Sphurna Eine Schwingung, die plötzlich vernehmbar ist.
Sprha Wunsch; Verlangen.
Sraddha Vertrauen. – eine Opfer-Zeremonie.
Srauta Mit den Vedas verbunden sein und sich dessen erfreuen.
Sreyas Gut; gesegnet sein; Befreiung.
Sri Die Göttin Lakshmi; Werte; Besitz. – Anrede.
Srota Hörorgan.
Srsti Die Schöpfung.
Sristibheda Die Unterschiede in der Schöpfung, d.h. ein Ego wird von
Satva, ein anderes von Rajas und ein drittes durch Tamas beherrscht.
Srstikalpana Schöpferische Ideen.
Srstisthitilaya (Samhara): Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung oder
Auflösung.
Srsti-unmukha Bereit, um erschaffen zu werden.
Sruti Die Vedas; die offenbarten Schriften der Hindus, die man sich erzählt (hat).
Srutipradhana Über allen Schriften und Beweisen des Wissens stehend.
Srutipramana Beweise, die auf der Veda basieren.
Stabdhavastha Fassungsloser Geist, dessen Bewegungen gefangen sind; dieses ist ein negativer Zustand, ein Hindernis in der Meditation.
Stambana Aufhalten.
Sthanumanusya Schalterbeamter im Postamt. Ein Vergleich, der dazu
benutzt wird, um falsche Eindrücke/ Vorstellungen darzustellen.
Sthavara Unbeweglich; stationär.
Sthirata Festigkeit im Geist durch Konzentration oder im Körper durch Asanas 
Sthitaprajna Derjenige, der unerschütterlich im Überbewusstsein verankert ist.
Sthiti Festigkeit; Zustand; Existenz; Sein.
Sthulabuddhi Grober Intellekt.
Sthulasamadhi Ein Samadhi, der Art des Jada, wo kein intuitives Bewusstsein vorhanden ist.
Sthulasarira Physischer Körper.
Sthulavairagya Oberflächliche Leidenschaftslosigkeit.
Sthulavidya Unwissenheit, die alle Objekte nur verdeckt.
Stuti Verehrung.
Subha Gesegnet sein.
Subhavasana Reine Wünsche oder Neigungen; gute Eindrücke der Vergangenheit.
Subheccba Gute Wünsche; rechtes Streben nach Samsara; die erste Stufe des Wissens.
Suci Rein; ungefärbt.
Suddha Rein; klar; ungefärbt.
Suddhabhakti Reine Hingabe zu Gott.
Suddhabhavana Reine Gefühle oder Eigenschaften.
Suddhabrahma Reiner Brahman, der frei von Maya ist; Nirguna Brahman.
Suddhakapana Reine Vorstellungen (wie z.B. „Ich bin Brahman“).
Suddhamanas Reiner Geist.
Suddhaprema Reine Liebe; göttliche Liebe.
Suddhasankalpa Reines Beseitigen, Auflösen.
Suddhavicara Reines Hinterfragen in die Natur Brahmans.
Sudra Eines der vier Varnas oder Kasten der Dienerklasse.
Sugamata Das Vergegenwärtigen einer Textpassage durch wiederholtes Lesen.
Sugupta Sehr geheim.
Sukha Vergnügen; Freude.
Sukhacintana Gedanke des Glücks; positives Denken.
Sukhi Jemand, der glücklich ist.
Sukla Samen; weiß.
Sukrta Gott handelt; Verdienst Gottes.
Sukshma Fein; subtil; unsichtbar; gehört zu subtileren Existenzen.
Sukshmabhuta Tanmatra; subtile Essenz oder Zustand der Elemente.
Sukshmadarsi Seher subtiler Essenzen oder Dinge; jemand, der sein
inneres Auge entwickelt hat; ein Mann der Weisheit, ein Heiliger.
Sukshmadhyana Subtile Form der Meditation, wie bei der Meditation auf
etwas Abstraktes.
Suktikarajata Silber in der Perle, ein Beispiel über falsche Vorstellungen; etwas wird falsch interpretiert.
Sulohita Tiefrot.
Sundara Hübsch.
Sunya Leere; Nichts.
Sunyavada Die Doktrin der Verneinung; die Doktrin der NichtExistenz von allem.
Sunyavadi Verneiner; ein Anhänger des Nagarjuna.
Suryanadi Ein anderer Name für Pingala im Nervensystem.
Susila Jemand, dessen Natur als gereinigt gilt, d.h. der regelmäßig Yama praktiziert usw.
Suska Trocken; ohne Essenz.
Susumna Ein wichtiger Nervenstrang durch die Wirbelsäule, vom
Muladhara zum Sahasrara, dem tausendblättrigen Lotus, der durch Kundalini (Yoga) geöffnet werden kann.
Susupti Traumloser Tiefschlaf.
Sutra Verse; Aphorismen mit wenig Wörtern, aber von umfassendem Inhalt.
Sutradhara Der Ursprung des ‚Seils’ (Aphorismen), z.B. Hiranyagarbha oder der Herr des Universums.
Sutratma Die innewohnende Gottheit aller subtiler Körper; der niedere Brahman; Hiranyagarbha.
Suvicara Rechtes Hinterfragen.
Svabhava Die eigene Natur oder die inneren Fähigkeiten.
Svaccha Rein; durchscheinend; rein.
Svadha Opfergaben; ein Ausruf während des Opferns.
Svadharma Die eigenen Pflichten im Leben, gemäß dem ewigen Gesetz.
Svadhisthana Der zweite der sechs Cakras gemäß Hatha-Yoga.
Svadhyaya Studium der heiligen Schriften, insbesondere die Vedas.
Svagatabheda Der Unterschied zwischen Wellen, Wasserstrudeln bzgl.
der Wassermenge; der Unterschied zwischen Händen, Beinen usw., den Menschen, Früchten usw., wodurch sich alles unterscheidet.
Svaha Eine Opfergabe; ein Ausruf während des Opferns.
Svajatiyavrttipravaha Der konstante Fluss von Gedanken des eigenen Zustands, z.B. der Gedanke von „Ich bin Brahman.“
Svamahimapratistita Jemand, der in seiner eigenen Größe ruht oder davon
abhängig ist.
Svanubhuti Die unmittelbare Erfahrung des eigenen Selbst.
Svapna Traum; Illusion.
Svanakalpita Etwas im Traum erschaffen.
Svapnamayasvarupa Die Form aus einer Traum-Illusion.
Svapnavastha Traumzustand.
Svapnavat Wie ein Traum.
Svaprakasa Selbsterleuchtung.
Svara Klang; Ton.
Svarabhanga Das Senken der Stimme; das Ersticken der Stimme;
eines der Kennzeichen göttlicher Bewegtheit.
Svarasadhana Die Atemregulierung; eine besondere Form des Sadhana, wobei die Atembewegung (Fluss) ständig beobachtet und reguliert wird.
Svargaloka Die himmlische Region.
Svarupa Die Essenz; die wesentliche Natur; die wesentliche Natur Brahmans; die Wirklichkeit; Saccidananda; die wahre Natur des Seins.
Svarupadhyana Meditation auf die Wirklichkeit, d.h. auf die eigene wesentliche Natur.
Svarupajnana Die Kenntnis von der eigenen wesentlichen Natur, vom
reinen Bewusstsein, was die höchste Stufe im Leben darstellt.
Svarupalakshana Die Definition der wesentlichen Natur Brahmans; Saccidananda (Existenz-Bewusstsein-Glückseligkeit Absolut).
Svarupapratistha Im eigenen Selbst etabliert sein.
Svarupasambandha Verbindung mit der eigenen wesentlichen Natur.
Svarupasthiti Fest in die eigene wesentliche Natur etabliert sein.
Svarupavastha Der Zustand, eins mit Brahman zu sein; in der absoluten
Wirklichkeit ruhen.
Svarupavisranti In der eigenen wesentlichen Natur ruhen.
Svasa Atem.
Svatahsiddha Selbst-bewiesen; Selbst-verwirklicht.
Svatantra Unabhängig.
Svatantrasattabhava Die Möglichkeit der unabhängigen Existenz.
Svatantratva Zustand der absoluten Unabhängigkeit.
Svayambhava Das Gefühl von Unabhängigkeit.
Svayambhu Selbst-existent; Selbst-erschaffen; Selbst-geboren.
Svayamjyotih Selbst-erleuchtet.
Svayamprabhasamvit Das Selbst-leuchtende Bewusstsein.
Svedaja Der Organismus, der spontan geboren oder automatisch aus unorganischer Materie durch Feuchtigkeit und Hitze erschaffen wird, wie z.B. Maden im verdorbenen Fleisch oder Wanzen im Schweiß.

Glossar T

Tadakara (Tadrupa): aus einer Form, d.h. aus derselben Form wie
z.B. Brahman.
Tadatmya Identisch mit der Natur von DAS.
Tadatmyasambandha Identische Beziehung, d.h. Eisen wird zu Feuer, Wasser
wird weiß, wenn es mit Milch vermischt wird.
Taijasa
Dieser Begriff wird in der Vedanta-Philosophie für etwas
Individuelles im subtilen Zustand, z.B. Traum, benutzt,
wenn die absolute Wirklichkeit verschleiert ist oder durch
etwas anderes verfärbt ist.
Tailadhara
Andauernder Ölfluss; der Begriff wird auch verwendet,
wenn es sich bei einer Meditation um einen andauernden
„Lichtstrom“ handelt oder um ungebrochene Liebe eines
Devote zu seinem geliebten Gott.
Taaltala Eine niedere Region.
Talumula Gaumenwurzel.
Tamas Unwissenheit; Dunkelheit; Sterblichkeit; Trägheit.
Tamasahankara Die niederste oder gröbste Form des Egoismus, die
durch Illusion, Trägheit und Anmaßung charakterisiert ist.
Tamasikatapas Extreme Disziplin von einer unnötigen und furchtvollen
Art; Selbstkasteiung, die von unwissenden Menschen
ausgeübt wird, ein Missbrauch des Tapas.
Tandra Schläfrigkeit; Halbschlaf; ein Hindernis in der Meditation.
Tanmatra Atom; rudimentäres Element eines unteilbaren Zustands,
vor Pancikarana oder Verfünffachung.
Tanmayata Zustand der Auflösung in etwas anderem.
Tantra
Ein besonderer Pfad des Sadhana, wobei viel Wert auf
Japa eines Mantras und andere esoterische Upasanas
gelegt wird.
Tantrika Verbunden mit Tantra; ein Hindu-Sektierer verehrt Gott
als göttliche Mutter in einer besonderen Form.
Tanu Dünner Körper.
Tanu-avastha Ausgedünnter Zustand des Geistes.
Tanumanasi Zielgerichteter Zustand des Geistes.
Tapana Brennend.
Tapas Reinigende Handlung; asketische Selbstverleugnung;
Disziplin; Buße; Beschämung.
Tapasvi Asket, der Tapas praktiziert.
Tapatraya
Leiden in dreifacher Form: 1. (Adhyatmika) die vom eigenen Körper ausgehen; 2. (Adhibhautika) die vom Umfeld ausgelöst werden und 3. (Adhidaivika) die von den
Devas herrühren.
Tapaloka Eines der höheren Welten, unterhalb von Satya Loka.
Taptapinda Erhitzter Ball.
Tatra Name Gottes, wie die göttliche Mutter in besonderer
Form.
Tarakajnana Das Wissen, das zur Befreiung führt.
Tarana Befreiung; Überqueren des Samsara.
Taranga Welle.
Tarka Logik
Tarpana Trankopfer, um die Gnade einer Gottheit zu erflehen.
Tatasthalakshana
Eine indirekte Vorstellung darüber, was ein Ding ist; in
der Vedanta ist dieses eine zufällige Definition von
Brahman, so wie die Definition, dass Brahman die Ursache, die Erhaltung und der Auflösung der Schöpfung ist.
Tatasthavrtti Eine Vrtti des Ungeteilten; Neutralität, wo es weder Ablenkung noch Zurückziehen gibt.
Tattva Wirklichkeit, Element; Wahrheit; Essenz; Prinzip.
Tattvadarsi Jemand, der die subtile Natur der Dinge sieht; ein Heiliger.
Tattvajnana Wissen von Brahman; wie Brahma Jnana.
Tat-tvam-asi
DAS bist du; eines der vier Mahavakyas; aus der Cchandogya Upanishad der Sama Veda; dieses ist der abhedabodha-vakya oder der Satz, der den Nicht-Unterschied
zwischen dem Selbst und Brahman offenbart; dieses ist
Upadesa-vakya oder die Anweisung, die von einem
Selbst-verwirklichten Heiligen an seinen Schüler gegeben wird.
Tattvatita Jenseits der Elemente.
Tattvavit Kenner der Essenz der Dinge; Heiliger oder Brahmajnani.
Tavaivaham Ich bin Dein allein.
Tejas Leuchtend (besondere Geistigkeit); das Feuerelement;
Feuer, Agni; Hitze.
Tejomaya Voller Licht; prächtig.
Tirobhava Verschleiert.
Tirtha
Heiliges Gewässer; Pilgerort; heiliger Ort mit Bademöglichkeit; auch: Name eines Dasanami Sanyasin, der zur
Dvaraka Matha gehört.
Titiksha
Die gegensätzlichen Paare mit ausdauerndem Gleichmut
ertragen: wie Hitze und Kälte, Vergnügen und Schmerz,
richtige und falsche Behandlung.
Tivra Intensiv; scharf.
Tivravairagya Intensive Leidenschaftslosigkeit.
Trataka
Starrer (Blick) auf einen kleinen Punkt an der Wand. Im
Hatha-Yoga wird ohne Augenaufschlag auf einen solchen Punkt gestarrt bis die Tränen fließen; dadurch wird
eine himmlische Vision hervorgerufen.
Trigunamayi Ein anderer Name für Gott als göttliche Mutter, wobei
angenommen wird, dass sie die drei Gunas beinhaltet.
Trigunatmika Charakterisiert die drei Gunas, d.h. Satva, Rajas und
Tamas; von komischer Energie oder göttlicher Macht.
Trikaladarsi
Seher der drei Perioden; durch das Wissen, das durch
Yoga erworben wird, sieht der Yogi in die Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunft.
Trikalajnana Wissen über die drei Perioden.
Trikalajnani Jemand, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
kennt.
Trikuta Der Augenbrauenwurzelpunkt.
Triputa Der Dreiklang von Seher, Sicht und Gesehenem.
Trisula Dreizack; Waffe von Lord Siva.
Triveni Der Ort, wo drei Flüsse zusammentreffen; der Augenbrauenwurzelpunkt.
Trivrtkarna
Die gleichzeitige Sicht von drei vermischten Elementen,
z.B. Feuer, Wasser und Erde zur Formierung von Körpern.
Trpti Zufriedenheit.
Trsna Durst nach Objekten; interner Drang nach Sinnesobjekten.
Tryanuka Kombination dreier Atome; bestehend aus drei Atomen.
Tuccha Unbedeutend.
Tulasi
Die heilige indische Basilikum-Pflanze, die Lord Vishnu
geweiht ist, und von den Vaisnavas als höchst göttlich
verehrt wird.
Tulya Gleich.
Turiya Überbewusster Zustand; das Selbst von Geschöpfen, die
alle Bedingungen und Zustände übersteigen; Einheit.
Tusnimbhutavastha Ein Zustand des Geistes, wo es weder Ablenkung noch
Zurückziehen gibt; ein Zustand der Stille.
Tusti Zufriedenheit.
Tvac Haut.
Tyaga Zurückziehen des Egos, der Vasanas und der Welt.

Glossar U

Ubhayatmaka Zu beidem gehörend.
Ucchvasa Ausatmung.
Udarata Großzügigkeit; Ausdehnung.
Udaravastha Ausgedehnter Zustand.
Udaravrtti Großzügige Natur; ein Gefühl von Ausdehnung.
Udasina Ungeteilt; gleichgültig.
Udasimata Gleichgültig gegenüber Objekten und Ablenkungen.
Udbhuta Das, was die Sinne begreifen können; aus den Elementen
geboren.
Udbija Aus Samen geboren; Pflanzen.
Udbodhaka Ansporn.
Uddharsa Exzessive Freude.
Uddiyana Ein Hatha-Yoga-Kriya; eine Yoga-Übung für das Zwerchfell.
Udgatir Ein Priester, der aus de Sama Veda rezitiert.
Udghata Das Aufwecken der Kundalini Sakti, die im Muladhara Cakra verborgen ist.
Udgita Gebete/ Gesänge, die in der Sama Veda beschrieben werden; OM.
Umadevi Gemahlin Sivas; Lehrerin Indras.
Unmadana Rauschzustand.
Unmani-avastha Geistloser Zustand des Yogis.
Unmanibhava Geistlosigkeit.
Unmucki Der Zustand in dem Prakrti bereit ist, etwas zu erschaffen.
Upadana Materiell.
Upadanakarana Materielle Ursache, wie der Ton für den Tontopf. Dieses
wird in der Nyaya Philosophie als Samavayakarana bezeichnet.
Upadhi Eine Eigenschaft verschleiert die Sicht auf untergeordnete Dinge; beschränkende Begleiterscheinung.
Upadhidharma Charakteristik der beschränkenden Begleiterscheinung.
Upaharana Näher bringen; einfangen.
Upahitacaitanya Intelligenz gepaart mit Upadhis; individuelle Seele.
Upakrama Anfang.
Upakramaupasamharaekavakyata Der Einheitsgedanke am Anfang und am Ende.
Upakurvana Jemand, der nach dem Studium der heiligen Schriften einen Haushalt führen möchte.
Upakurvanabrahmacari Ein Schüler, der sein Gelübde nur für kurze einhält.
Upalabdhi Wahrnehmung; Wissen; Verwirklichung.
Upalabdhr Das wahrnehmende oder wissende Subjekt
Upamana Vergleich.
Upamsujapa Japa verbunden mit einem Summton.
Upanisat Ein Teilwissen über die Vedas; Texte, die von der letztendlichen Wahrheit und dessen Verwirklichung handeln. 10 der 108 Upanishads werden als wesentlich erachtet.
Upapataka Eine kleine Sünde.
Upaprama Leidenschaftslosigkeit; Zurückziehen der Handlungen.
Uparamata Ruhe im Geist; das Nachlassen von Handlungen.
Uparati Überdrüssig der Freuden der Sinnesobjekte; Übermaß; absolute Ruhe.
Upasaka Jemand, der Upasana praktiziert.
Upasana Dienen oder Kontemplation auf eine Gottheit.
Upasanamurti Die Form einer Gottheit, die angebetet wird.
Upasarga Hindernis.
Upastambaka Ermutigen; unterstützen.
Upasya Bereit zur Anbetung.
Upeksha Ungeteilt.
Urdhvaretoyogi Ein Yogi, bei dem die abwärtsfließende Energie aufwärts
geht.
Urmi Eine Welle; ein Übel; man bezieht sich häfig auf sechs Übel: Hunger, Durst; das Alter und der Tod, Kummer und Auflösung oder der Verlust des Bewusstseins.
Utkarsha Der/ das Höchste.
Utkranti Das Verlassen der Seele vom Körper.
Utpatti Die Schöpfung.
Utpattinasa Der Anfang und die Zerstörung.
Utsaha Enthusiasmus.
Utsava Fest.
Uttama Das Beste.
Uttamakotyadhikari Qualifizierte Persönlichkeit der ersten Stufe.
Uttamapurusa Gott.
Uttamarakasya Das höchste Geheimnis der Dinge.
Uttarayana Die sechs Monate eines Jahres, zwischen 15. Januar und
15. Juli; die sechs Monate der „Nordroute“.
Utthana Sich erheben.

Glossar V

Vac Sprache.
Vacarambhana Leere Worte; Verzierungen in der Sprache; ohne Hintergrund.
Vacya Das, wovon die Rede ist.
Vacyarth Wörtliche Bedeutung.
Vada Diskussion.
Vaidi Formalistisch.
Vaidhibhakti
Formale Hingabe (zu Anfang auf dem Pfad der Liebe);
praktische Hingabe durch Rituale, zur Vorbereitung, um
intensive Liebe zu Gott zu entwickeln.
Vaijayanti Der Name der Girlande von Lord Vishnu.
Vaikhari Form des Klangs.
Vaikarijapa Vernehmliche Wiederholung eines Mantras.
Vaikrti Veränderung.
Vaikuntha
Die Heimstatt von Lord Vishnu; die höchste Welt, über die
Lord Vishnu herrscht; bestimmt für Menschen als letztendliches Ziel.
Vairagya Gleichmütig gegenüber und abgeneigt gegenüber allen
weltlichen Dingen und Freuden; Leidenschaftslosigkeit.
Vaisamyavastha Ein Zustand, wo der Gleichmut der drei Gunas gestört ist;
ein Zustand, der das Gegenteil von Samyavastha ist.
Vaisnava
Verehrer von Lord Vishnu; der Bewahrer; Krishna ist eine
Inkarnation von Lord Vishnu; Mitglieder der Saivas-Sekte
verehren Lord Siva, den Zerstörer, während die Saktas
Sakti, die Gemahlin Sivas, verehren; die Verehrer von
Lord Krishna leben hauptsächlich in Brindavan.
Vaisnavasastra Die Schriften, die von Vishnu handeln.
Vaisnavi Sakti oder die göttliche Kraft Vishnus.
Vaisvanara Der Feuergott; das Verdauungsfeuer, das gastrische Feuer; Brahma in Form des Universums; Virat-purusa.
Vaisvanaravidya
Der Meditationsprozess auf Brahman, wobei das Verdauungsfeuer des animalischen Körpers als Symbol gilt; Meditationsmethode auf Virat.
Vaitarani Ein gefürchteter Fluss, der von sündigen Menschen zu
überqueren gefürchtet wird.
Vaitrsnya Ungerührt sein; ohne Begierde.
Vajra Unnachgiebige Festigkeit; Blitzschlag.
Vaksamudaya Eine Sammlung von Gesprächen oder Wörtern.
Vaksiddhi
Vollkommenheit in der Sprache, d.h., was auch immer
man sagt, ist die Wahrheit; das Ergebnis der Einhaltung
von Regeln der Aufrichtigkeit.
Vamanadhauti Reinigung des Rachens und Magens, indem Wasser getrunken und anschließend erbrochen wird.
Vanamala Die bildhaften Girlanden, die von Lord Vishnu getragen
werden.
Vanagastha Waldmensch; jemand, der in der dritten Stufe des Lebens
steht.
Vancana Betrügen.
Vandhyaputra Der ungeborene Sohn; ein Symbol der Nicht-Existenz.
Vanbi Feuer.
Vanbisara Eine Form des Antardhauti, wobei der Nabel die Wirbelsäule berührt.
Varaha Eine Inkarnation Gottes gemäß der Hindu-Mythologie; der
Boar, die dritte Inkarnation von Lord Vishnu.
Varisara
Eine Form des Antardhauti, wobei der Körper mit Wasser
gefüllt wird und über den Darm und Anus wieder ausgeschieden wird.
Varnasrama Bezieht sich auf die vier Stufen des Hindu-Lebens; die
Gesetze der Kaste und die Stufen des Lebens.
Varuna Die göttliche Intelligenz, die über das Wasser herrscht.
Varunybija Die Silbe Vam.
Varunaloka Die Welt des Herrn des Wassers.
Vasana
Subtile Wünsche; Neigungen, die in einem Menschen
durch Handlungen oder Freuden erschaffen werden; dieses führt dazu, die Handlungen zu wiederholen oder die
Freuden immer wieder neu zu entwickeln; der subtile Eindruck, der den Geist in die Lage versetzt, Handlungen zu
erzeugen; dieses ist auch die Ursache von Geburt und
Erfahrung im Allgemeinen; der Eindruck der Handlungen
verbleibt unbewusst im Geist.
Vasanakshaya Die Zerstörung subtiler Wünsche.
Vasanarahita Ohne subtile Wünsche.
Vasanatyaga Das Zurückziehen subtiler Wünsche.
Vasikara Kontrolle; die höchste Stufe des niederen Vairagya.
Vasistha Ein Heiliger, der vor vielen Jahren am Ganges gelebt hat
(Yoga-Vasistha = heilige Schrift – Valmiki).
Vasitva Eines der acht Siddhis, durch die der Yogi über alles Kontrolle gewinnt.
Vastu Objekt; Substanz; Brahman.
Vasudeva Der Name von Bhagavan Narayana; Sri Krishna; es bedeutet, ein Gott, der in allem wohnt.
Vatasara
Eine Form des Antardhauti oder der inneren Reinigung,
wobei die Luft aus dem Körper gedrückt wird. (Vata =
Wind)
Vatasalya Die Eigenschaft eines Devotes, wobei er eine Kind-VaterBeziehung zu Gott entwickelt.
Vayu Der Windgott; die Lebensenergie.
Vayubhakshana Existieren ohne Nahrung, eine Praxis im Hatha-Yoga.
Vayudharana
Die Konzentration auf einen bestimmten Teil der Lebensenergie (Atmung); eines der fünf Konzentrationspraktiken
im Hatha-Yoga.
Vayutattva Prinzip der Luft.
Veda
Die höchste Autorität unter den Aryans Indiens; es heißt,
sie wurde niemals niedergeschrieben, darum ist sie frei
von Unvollkommenheit; sie ist Subjekt für menschliche
Schöpfungen. Wenn sie vergessen wird, wird von Rishis
durch die Meditation reproduziert. Da der Klang den Text
der Veda in immer der gleichen Form wieder hervorbringt,
wäre er ewig, so heißt es; die Veda lehrt wer und was
Brahman ist und wie er verehrt werden sollte. Smrtis,
Itihasas und Puranas verstärken diese Lehre. Sie ist die
älteste authentische ‚Schrift’ der Hindus.
Vedana Gefühl, Wissen.
Vedanasakti Die Macht der Erkenntnis oder des Gefühls.
Vedanaskandha Ansammlung von Gefühlen.
Vedanga
Ein Zusatz zur Veda, es gibt sechs:
1. Skhsa, die Wissenschaft der richtigen Artikulierens und der Aussprache.
2. Kalpa, Rituale und Zeremonien.
3. Vyakarana, Grammatik
4. Nirukta, Etymologische Erklärungen verschiedener vedischer Wörter.
5. Chandas, die Wissenschaft der Verslehre
6. Jyotisa, Astronomie.
Vedanta
Das letzte Abschnitt der Vedas, die Upanishads; die Schule der Hindu-Gedanken mit Doktrin über den reinen NichtDualismus: die Vedanta-darsana, Uttaramimamsa und
Brhma-sutras von Vyasa.
Vedanti Jemand, der dem Weg der Vedantik Sadhana folgt.
Vega Augenblick; Kraft.
Vibhaga Teilung.
Vibhu Alldurchdringend; groß.
Vibhuti
Offenbarung; göttliche Verehrung und Offenbarung göttlicher Kraft; Durchdringung; Formen, in denen sich der Herr
selbst entblößt.
Vicara Hinterfragen der Natur des Selbst, Brahman oder der
Wahrheit; die ständig gegenwärtige Reflexion des ‚Wa-
rum’ und ‚Wofür’ der Dinge; das Hinterfragen der wirklichen Bedeutung des Mahavakya – Tat-tvam-asi; die Unterscheidungsfähigkeit zwischen Wirklich und Unwirklich;
das Hinterfragen des Selbst.
Vicarasakti Die Kraft des Hinterfragens.
Vicchinnavastha Verborgener Zustand (der Vasanas).
Videha Körperlos.
Videhakaivalya Körperlose Befreiung.
Videhamukti Körperlose Befreiung; Befreiung, die nach dem die Seele
den Körper verlassen hat.
Vidhi Verfügung; Methode; Regel.
Vidhipurvaka Im Einklang mit den Anweisungen der Schriften.
Vidvan
Ein wissender Mensch; der Begriff wird insbesondere auf
Menschen angewendet, die die wahre Natur des Selbst
kennen.
Vidvatsanyasa Zurückziehen, nachdem das Wissen Brahmans erreicht
wurde.
Vidya Kenner Brahmans; es gibt zwei Arten des Wissens, Paravidya und Aparavidya; eine Meditationsprozess.
Vidyahara Jemand aus der Klasse der himmlischen Wesen.
Vidyuloka Die Region des Lichts.
Vighna Hindernis.
Vighnesa Der Gott, der Hindernisse beseitigt; wie z.B. Ganesa,
Sohn von Lord Siva.
Vijara Zeitlos; ohne alt zu werden.
Vijnna Das Prinzip reiner Intelligenz; weltliches Wissen; Kenntnis
des Selbst.
Vijnanamayakosa Eines der Hüllen der Seele, die aus dem Intellekt oder
Buddhi besteht.
Vijnanaspandita Bewegung des Bewusstseins.
Vijnanatma Das erkennende Selbst; Seele; intellektuelle Selbst.
Vikalpa Vorstellung; die Schwingen des Geistes.
Vikara Äußerliche Veränderungen, die mit den Veränderungen
des Geistes einhergehen.
Vikasa Zustand der Ausdehnung, wie die Evolution.
Vikarsanasakti Die Macht des Widerstandes.
Vikrta Verändert, bereit zur Schöpfung.
Vikrti Veränderung; ein indirektes Erzeugnis der Prakrti, wie
Geist, Sinne und Tanmatras usw.
Vikshepa Die Unruhe des Geistes, die die Konzentration verhindert.
Vikshepasakti Die Macht von Maya, die das Universum projiziert, Bewegungen verursacht usw.
Vikshipta Abgelenkt; innerlich nicht gesammelt.
Vimarsa Unzufriedenheit; Missvergnügen; Ungeduld.
Vinasa Zerstörung.
Vinasi Sterblich.
Vinaya Demut oder Anstand; Manieren; Bildung; Kultiviertheit.
Viniyoga Anwendung
Viparita Gegensätzlich; verdorben.
Viparitabhavana
Falsche Vorstellungen, so als würde man den Körper als
das Selbst sehen.
Viparitata Unähnlichkeit in den Objekten.
Viparyaya Falsches Wissen; falsche Erkenntnisse; Ablenkung des
Geistes.
Viracara Ein tantrischer Pfad der Disziplin für den heldenhaften Typ
von Devotes.
Viraha Verzehrende Qualen, aufgrund der Trennung von dem
Herrn.
Viraja
Frei von Rajas oder Leid; ein Fluss, der überquert werden
muss, bevor die Welt von Brahma erreicht werden kann; -
das Vermeiden von Leid und Wünschen kann helfen.
Virakti Wie Vairagya.
Virasa Ohne Essenz.
Virat Makrokosmos; die sichtbare physische Welt; der Herr in
seiner Form als das offenbarte Universum.
Viratpurusa Die Gottheit, die über das Universum herrscht; der kosmische oder universale Aspekt der Gottheit.
Virya Schöpferische Energie; Macht.
Visada Trauer; Niedergeschlagenheit.
Visadrsaparinama Eine Veränderung, die sich vom Original unterscheidet,
wie Milch, die in Yoghurt verwandelt wird.
Visarjyna
Rückzug; der letzte Punkt in Upasana oder dem Gottesdienst, wo der Anbeter zu seinem Gott in einem Bildnis
betet, um in seine ursprüngliche Heimstatt zurückzukehren.
Visaya Objekt der Wahrnehmung oder Freude.
Visayabhoga Sinnesfreuden.
Visayacaitanya Bewusstsein der Objekte; das Bewusstsein, das durch
erkannte Objekte bestimmt wird.
Visyakara Form der wahrgenommenen Objekte; die Bedingung des
Geistes in der Wahrnehmung.
Visayasakti Bindung an Sinnesobjekte.
Visayasamsara Gefühlswelt oder die objektbezogene Welt.
Visayavrtti Der Gedanke an Sinnesobjekte.
Visayavrttipravaha Der fortgesetzte Gedankenfluss weltlicher Objekte; der
Fluss objektiven Denkens.
Visesa Besondere Qualifikationen.
Visesaguna Besondere Qualität.
Visesajnana Besonderes Wissen; detailliertes Wissen.
Visesana Eigenschaften; unveränderliche und bestimmte Eigenschaften; Besonderheit.
Visesavastha Verschiedene Bedingungen.
Visesavijnana Besonderes Wissen; Kenntnis des Selbst als Gegensatz
zur phänomenalen Wissenschaft.
Visista Komplex; qualifiziert.
Visistadvaita Die Doktrin des bedingten Nicht-Dualismus (der VedantaSchule, dass aus Eins vieles wird.).
Vismrti Verlust des Gedächtnisses; Vergesslichkeit.
Visnugranthi Der Knoten der Unwissenheit am Manipura Cakra.
Visnumaya
Illusion, die vom Absoluten ausgeübt wird, sodass das
Unwirkliche wirklich scheint; die illusionäre Form von Lord
Visnu, die normalerweise aus weiblichen Gottheiten besteht, lässt das Universum als Wirklich erscheinen.
Vsinuvrata Ein Gelöbnis, um mit Visnu verbunden zu sein.
Vistara Ausdehnung
Visuddhacakra
Eines der Zentren im Yoga-System, das sich in der Halsgegend befindet.
Visva Kosmos; ein Name für Jiva im Wachzustand.
Visvadeva Eine Klasse der Gottheiten, die bei Feuerzeremonien eine
Rolle spielen.
Visvarupa Kosmische Form; eine Multiform die alle Formen beinhaltet.
Visvasa Vertrauen.
Visvataijasaprajna Jiva im Wach-, Traum- und Tiefschlaf-Zustand, insbesondere im individuellen Aspekt.
Vitanda Bekritteln; faules Nörgeln; dumme Argumentation oder
Kommentare.
Vitarka Diskussion; Gegenargument.
Vitaraga Jemand, der das Wünschen aufgegeben hat.
Vivarta
Illusionäre Erscheinungen; eine Doktrin der Nichtdualistischen Schule der Vedanta Philosophie, die die
Schöpfung als eine illusionäre Erscheinung des Absoluten
erklärt; offensichtliche Veränderungen; illusionäre Offenbarung Brahmans.
Vivartasrsti
Schöpfung, wo die originäre Wirklichkeit bleibt was sie ist
und doch offensichtlich eine Folgeerscheinung nach sich
zieht, entsprechend der Advaita-Schule.
Vivartavada Phänomenalismus (siehe Vivarta).
Vivartopadana
Eine materielle Ursache, die keiner Veränderung unterworfen ist, jedoch einen untrennbaren phänomenalen
Effekt hat. Dieses steht im Gegensatz zu ParinamiUpadana, was tatsächlich in einen Effekt verwandelt wird.
Brahman ist das Vivartopadan des Universums gemäß
Sankara. Ein Stück des Seils wird jedoch als Schlange
falsch interpretiert. Dieses ist ein Beispiel von Vivartopadana. Eine fingierte materielle Ursache ist Vivartopadana.
Viveka
Die Unterscheidung zwischen dem Wirklichen und dem
Unwirklichen , zwischen dem Selbst und dem NichtSelbst, zwischen dem Ewigen und dem Nicht-Ewigen;
rechte intuitive Unterscheidung; ewig-gegenwärtige Unterscheidung zwischen vergänglich und ewig.
Viveki Ein Mensch der Unterscheidungsfähigkeit.
Vividisasanyasa Zurückziehen mit der Absicht Brahman kennen zu lernen.
Vrata
Ein Vorsatz, um ein besonderes Gelübde unter strengen
Regeln auszuführen, z.B., um zu baden, schlafen, essen
etc.
Vratya Jemand, der unrein ist oder außerordentlich rein ist.
Vrsadhvaja Lord Siva, dessen Banner der Bulle ist.
Vrtti Gedankenbewegung; mentale Veränderung; mentaler
Strudel.
Vrttijnana Weltliche Wissenschaft; Wissen durch den Verstand; Erfahrung der Welt.
Vrttilaya Auflösung der mentalen Veränderungen.
Vrtisahita Verbunden mit Gedanken.
Vrttivyapti Der Geist, der die Form wahrgenommener Objekte annimmt; Verkehrung von Psychosen.
Vyabhicarinibhakti Unstete Hingabe.
Vyahrti Die heilige Silbe(n) Bhuh, Bhuvah, Svah.
Vyakhyana Erklärung und Kommentar.
Vyakta Offenbarung.
Vyaktitva Persönlichkeit
Vyakti-upasana Meditation auf den offenbarten Gott.
Vyana
Eines der fünf Funktionen des Prana, die Blutzirkulation;
eines der fünf Lebenskräfte, die den gesamten Körper am
Leben hält.
Vyapaka Alldurchdringend
Vyapakatma Alldurchdringende Seele.
Vyapi Einer der durchdringt.
Vyasa Der Name eines großen Heiligen, der die Brahma Sutras
usw. niederschrieb; Sri Krsnadvaipayana.
Vyasti Individual; Mikrokosmos.
Vyatireka Getrennt; verneinend.
Vyavahara Weltliche Aktivität; relative Aktivität im Gegensatz zum
Absoluten Sein; phänomenale Welt; weltliche Beziehung.
Vyavaharapeksha Mit einem Blick auf die Welt der Erscheinungen oder Beziehungen.
Vyasharika Praktisch; phänomenal; empirisch; relativ.
Vyavaharikasatta Empirische Wirklichkeit.
Vyavasaya Feste Konzentration und Beharrlichkeit.
Vyavasayatmika Jemand mit Entschluss und Bestimmung.
Vyoma Äther.
Vyuha
Der Name der drei Formen, in denen Bhagavan Narayana
zur Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung des Universums
erscheint. – Als Sanakarsana, zerstört er; als Pradyumna
erschafft er; als Aniruddha erhält er.
Der Herr erscheint in fünf Formen: im höchsten Himmel
der Freude ist er in dieser Form als Para und Vasudeva
bekannt. Die Avatara oder Vibhava Formen sind jene, in
denen er in das Universum kommt und als Deva, Mensch
oder Biest erscheint; in anderer Form erscheint er im Herzen aller intelligenten Lebewesen, die in der Lage sind zu
meditieren. In Daumengröße wird er als Begleiter des
Atman angesehen. In Arca-Form erscheint er in Bildern,
die von seinen Anhängern angebetet werden. Er ist der
alldurchdringende innewohnende Geist

Glossar Y

Yajamana Der Meister einer Opferzeremonie.
Yajna Ein Opfer.
Yajnopavita Das heilige Band, das von dem Zweitgeborenen getragen
wird.
Yajus Das Mantra der Yajur-Veda.
Yaksha Ein Sein, das durch Kubera, dem Gott der Werte, kontrolliert wird.
Yama Der Gott des Todes und Spender des ersten Gliedes im
Raja-Yoga; zurückgezogen.
Yasas Ruhm.
Yatamana Jemand, der versucht, den Geist davon abzuhalten, in die
Gräben der Sensation zu rennen; ein Zustand der Leidenschaftslosigkeit.
Yathartha Wirklich.
Yatharthasvarupa Wesentliche Natur.
Yati Asket, Sanyasin oder Mönch.
Yatra Auf Pilgerreise.
Yava Perlengraupen, die bei allen Opferungen benutzt werden.
Yoga Einheit; abstrakte Meditation oder Vereinigung mit dem absoluten Sein; der Name der Philosophie des Heiligen Patanjali, die den Prozess der Einheit den Individuums mit der universalen Seele erläutert; Vereinigung mit Gott; jede
Art von Weg, die zur Einheit mit Gott führt; unerschütterlicher Zustand des Geistes unter jedweder Bedingung: Yoga beinhaltet in der Regel vier Arten: Karma, Bhakti, Raja und Jnana.
Yogabhrasta Jemand, der aus einer hohen Stufe des Yoga heraus gefallen ist.
Yogabhyasa Yogapraxis.
Yogadanda Ein hölzerner Stab, der, in Form eines ‚U’ gebogen, zur
Atemregulierung genutzt wird.
Yogadarsana Yoga-Philosophie; in der Sichtweise des Yoga, die Wirklichkeit zu sehen.
Yogadrsti Yoga-Vision.
Yogamaya Die Macht göttlicher Illusionen.
Yogamudra Das Symbol des Yoga. Mudra bedeutet Symbol. Diese
Übung erweckt die schlummernden spirituellen Kräfte im Menschen. Sie ist besonders nützlich zur Befreiung der Kundalini-Kräfte.
Yoganidra Ein Zustand von Halb-Kontemplation und Halbschlaf.
Yogarudha Jemand, der mit Yoga verbunden ist.
Yogavasistha Ein monumentales Werk der Vedanta.
Yogayukta Jemand, der mit Yoga verbunden ist.
Yogesvara Herr des Yoga; ein Name von Lord Krsna.
Yogi Jemand, der Yoga praktiziert; jemand, der ernsthaft die
Einheit mit Gott anstrebt; ein Schüler, der alle Pfade der Disziplin durchläuft; jemand, der insbesondere dem RajaYoga-Pfad folgt; ein spirituell fortgeschrittener Mensch mit einem unter allen Bedingungen vollkommen ruhigen Geist; ein Siddha.
Yogigamya Nur von einem Yogi erreichbar.
Yogyata Fitness.
Yojana Ein Längenmaß, dem etwa 9 – 10 Meilen entsprechen.
Yoni Quelle.
Yonimudra Bei dieser Mudra schließt man die Ohren, Augen, Nase
und Mund mit Daumen und Fingern, um den AnahataKlang zu hören.
Yuga Kalpa Eine Zeitepoche. Es gibt vier Yugas, bekannt als
Krta, Trta, Dvapara und Kali. Alle zusammen sind bekannt als Caturyuga, die Zeitdauer, die 12.000 göttliche Jahre umfasst, wobei ein göttliches Jahr 360 Menschjahre entspricht. Krta ist viermal so lang wie die Kali-Zeit; Treta ist
dreimal so lang und Dvapar zweimal.
Yukti Fertigkeit; Klugheit; List; auch Einheit oder Yoga.

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